Das Suizid-Dilemma

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6 Antworten

Ich hielt Selbstmörder nie für egoistisch. Es ist einfach so, dass sie nicht mehr können und dass es für sie oft der einzige Ausweg ist. Die Familie und die Angehörigen müssen damit eben leben. Man kann einen Menschen nicht zu so viel Rücksicht zwingen, immerhin ist er selber schon unfassbar verzweifelt.

Das egoistische an manchen Selbstmördern ist jedoch die Art des Weges.

Enke und andere zum Beispiel haben sich vor den Zug geworfen. Das Problem dabei ist jedoch, das häufig auch die Schaffner traumatisiert werden. Von Vorwürfen, man hätte noch bremsen können bis zu einfachen Belastungen durch dieses furchtbare Schauspiel ist alles dabei.

Oder wenn sich jemand von einem Gebäude stürzt. Es wurden auch schon Menschen von den Selbstmördern dabei erschlagen.

Nein, egoistisch ist ein Selbstmörder nicht, nur weil er sich selber umbringt und weil er damit seine Familie verletzt, sondern nur, wenn man den Schaden an anderen Menschen hätte vermeiden können.

Ich würde mal sagen du hast mit deinen Fragen das schon selbst beantwortet. Für den Selbstmörder ist es nicht egoistisch. Er/sie ist vielleicht so Psychisch oder manchmal auch Körperlich am Ende, das diese/r nicht mehr leben möchte, kann wie auch immer. Sicherlich ist Selbstmord der einfachste Weg das leiden zu beenden, anstatt eine längere Therapie zu machen o.ä. Ich finde es ist eher egoistisch von den Aussenstehenden Personen, da wie du schon sagtest, diese die Person nicht verlieren wollen. Sie sehen es meist, das die Person gegangen ist ohne über die anderen Nachzudenken. Die Aussenstehen sind eher Egoistisch, da sie nicht darüber nachdenken wie es dem Selbstmörder ging und das es für ihn keinen anderen Ausweg gab und das er/sie vielleicht auch traurig war das er das den anderen antut. Kannst du das nachvollziehen? Hoffe ich konnte dir helfen ;)

Jaein. Es wird da kurioserweise noch zwischen "Freitod" und "Selbstmord" unterschieden. Freitod heisst: Der betreffende hat wirklich einfach die Nase voll. Hat zum Beispiel für sich schon alles erlebt und scheidet aus wirklich eigenem Wunsch aus dem Leben aus. "Selbstmord" nennt man in dem Bereich dann eher eine Sache die mit einer psychischen Erkrankung einhergeht. Da gehts mehr oder weniger darum, dass einer wirklich psychisch gestört ist und die Tat nur denn Sinn hat, in der Folge anderen zu schaden / sich einer Verantwortung zu entziehen. oder eben Fälle der Depression, wo der betroffene keinen Sinn mehr im weiterleben sieht. Das ist natürlich ein sehr heikles Thema. Zumal mans nicht unbedingt trennen kann. Wenn jemand erfährt, dass er eine sehr schwere körperliche Erkrankung hat, die unheilbar ist und sicherlich mit extremsten Schmerzen endet, dann ist das ethisch nicht okay aber moralisch unter Umständen nachvollziehbar. Im Endeffekt: Kein Mensch sollte sich wirklich anmassen, etwas derartiges beurteilen zu wollen.

Aeh ich meinte theologisch nicht okay.

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Wenn man bedenkt, in was für einem Schlammassel ein Selbstmörder seine Leute zurücklässt. Der Schock, die Trauer, sich um das ganze Zeug wie Nachlass, Beerdigung, womöglich noch Kriminalpolizei kümmern zu müssen - oder auch um die Probleme, vor denen der Tote geflüchtet ist, Schulden oder sowas. Das kann man schon rücksichtslos nennen.

Das waren so in etwa die Überlegungen, die mich davon abgehalten haben, Schluss zu machen.

Man sollte bei dieser Sache zwischen wirklich verursachtem Schaden und eingebildetem unterscheiden. Menschen sterben, das gehört zum Leben und sieht halt nicht hübsch aus. Was dann übrigbleibt wird dann von anderen entsorgt,erledigt etc. Wenn das alleine schon reicht um ein Trauma auszulösen, dann ist wohl die Ursache dafür in unserem Umgang mit dem Thema Tod zu suchen und nicht der Tatsache zuzuschreiben, das Menschen sterben. Also Traumata, Erbschaftssachen etc. das liegt ja nicht in der Verantwortung des Toten, das sind Folgen die unser Umgang mit dem Thema sterben selbst hervorruft, das kann man ja klar erkennen, weil diese Folgen bei anderen Todesarten dieselben sind.

Man kann also eigentlich dem Toten nur den Schaden anrechnen, der nicht entstehen würde, wenn er den Tod zum selben Zeitpunkt erleidet, ohne ihn selbst verursacht zu haben.

Die Überschrift ist ja schon bissl abnorm gewählt von dir...

Ich habe das noch nicht so gehört oder im Unterricht es jemals bewusst wahrgenommen, das Selbstmörder rücksichtslos oder egoistisch wären...

Vlt. nur was falsches verstanden????

Es geht ja um die Auswirkungen, was diese Aktion im negativen Sinne bewirken könnte...

Da ist eher das Opfer der Selbstmörder und wahrscheinlich gibt es auch wieder kulturelle Aspekte hierbei von der Ansichtsweise...

Aber generell die Hinterbliebenen als Opfer zu bezeichnen weil sich jemand umbringt...... nööö und generell zu sagen der Selbstmörder wäre ein Opfer gewesen vlt. so als Opfer im geopferten Bereich...

Vlt. wurde der Selbsttötungsdelikt ja herbeigeführt durch eine Fehlleitung oder durch falsche Wahrnehmung seiner oder ihrer selbst... vlt. ein Störfaktor... mit tötlichen Ausmaß oder Opfer einer anderen Wahrnehmung die zum Tode führte... da kommt dann der Verstorbene besser weg und alle anderen auch...

Mir fehlt da irgendwie eine genauere Bezeichnung... fällt mir aber auch gerade nicht ein..

und diese Theorie vom Lehrer oder von euren Stichpunkten ist zu einseitig.

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