Das stört mich an dieser Dichtung. Was haltet ihr davon? Wer nicht kämpft... hat schon verloren...

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16 Antworten

Ich versuche einmal ein anderes Beispiel zu nehmen um den Txt von Brecht zu erläutern, wie ich ihn verstehe.

Ich will einen ANtrag auf Erwerbsunfähigkeitsrente stellen. Die Mehrheit meines Umfeldes sagt mir "Das hat in deinem Fall keinen Sinn".

Ich stelle den Antrag trotzdem. Die Rentenversicherung lehnt den Antrag ab. Und das Umfeld tönt natürlich: "Siehst du. Haben wir doch gesagt": Ich habe verloren.

Ich lege Widerspruch ein. Kämpfe also. Der Widerspruch wird ablehnt. Ich habe wieder verloren.

Ich gehe vor das Sozialgericht und klage. Das Sozialgericht gibt der Rentenversicherung Recht. Und lehnt die Rente ab. Ich habe verloren.

Ich gehe in die nächste Instanz und klage wieder. Auch das Landessozialgericht lehnt ab. Ich habe verloren.

Und nun habe ich auch noch den Hinweis, das eine weitere Klage nicht möglich ist. Die Rentenversicherung hat (aus ihrer Sicht) gewonnen. Ich habe verloren.

ABER: Ich kämpfe weiter.

Ich lasse die Sache von anderer Stelle überprüfen. Diese Stelle stellt die Begründungen der Rentenversicherung und sämtlicher Gerichtsinstanzen in Frage.

Das Bundesversicherungsamt wird eingeschaltet. Es stellt die Entscheidungen auch in Frage. Weitere Stellen werden in die Sache einbezogen und stellen die Haltung der Rentenversicherung ebenfalls in Frage.

Und dann werde ich aufgefordert einen weiteren Antrag zu stellen. Was ich auch mache.

Die Rentenversicherung erteilt mir wieder einen Ablehnungsbescheid. Ich habe verloren.

Und wieder nehme ich den Kampf auf.

Die Rentenversicherung muss neue Gutachten machen lassen.

Ich weise der Rentenversicherung nach das sie Widersprüche in ihren Schreiben hat. Bezüglich der Gutachter, nehme ich die Vorgaben der Rentenversicherung nicht einfach hin. Ich lehne Gutachter ab. Und die Rentenversicherung muss neue Gutachter bennen.

Es werden Gutachten gemacht. Und sie werden für nichtig erklärt da der Gutachter nicht kompetent genug das Gutachten erstellt hat.

Ich teile der Rentenversicherung mit, das ich keinerlei weitere Gutachten machen lasse. Und gebe ihr vor in welchem Zeitraum ich einen Bescheid erwarte. Ich kämpfe.

Und nun geschieht NICHT, was auch hier im Forum oft gesagt wird: "Das dauert. Die haben Zeit. Die können sich wegen Arbeitsüberlastung Zeit lassen. Die können .........."

Nein. Sie können nicht. Sie lassen sich auf MEINE Vorgaben ein. Ich habe einen Teilerfolg. Der Gegner ist angeschlagen.

Und was ist das Ende? Bevor die von mir gesetzte Frist verstrichen ist, erhalte ich den Bescheid der Rentenversicherung. "Sie erhalten volle Rente wegen Erwerbsunfähigkeit".

ICH HABE GEWONNEN !

Die Masse meiner Ratgeber und meines Umfeldes hat verloren. Die Rentenversicherung hat verloren. Die Gutachter haben verloren. Und diejenigen haben verloren, die den Kampf aufgegeben haben und keine Rente bekommen.

Ich hätte auch verlieren können. Aber ich habe gekämpft. Und ich habe gewonnen. Und viele die nicht gekämpft haben, hatten von vorn herein verloren. Sie warten noch heute auf ihre Rente.

Sprichwörter passen eben nicht zu jeder Ebene von Problematik. Manchmal muss man was wagen, um zu gewinnen, manchmal darf man nicht aufgeben, sonst hat man verloren und manchmal sagt man besser gar nichts. Es kommt eben immer auf die Situation an. Hat je jemand behauptet, ein Sprichwort muss immer zu allem passen?!

Genau deshalb steht die Frage im Raume... ;-)

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  1. Kann man nicht auch während des Kampfes verlieren: Diese Aussage wird im ersten Satz schon definiert "Wer kämpf KANN verlieren". Also ist deine erste Frage schon beantwortet
  2. Wenn du Keinbei gegeben hast, hast du in gewisser Hinsicht auch gekämpft - jedoch nicht im vollem Umfang! Mit "Wer nicht kämpft" ist im Grunde gemeint -> Kein Interesse und absolute Teilnahmlosigkeit etwas zu ändern oder sich für irgendeine Sache einzusetzen. Im Gegensatz zu Kleinbei geben -> hier hast du deine Option offeriert und bist jedoch von deiner Meinung zurück getreten bzw. hast dich überzeugen lassen - somit hast du im Sinne des Satzen gekämpft!

(Und sowas um diese Uhrzeit :-)

Entschuldige meine Anmassung darüber, das ich solch eine Frage um die Uhrzeit in den Raum stelle. Ich bin davon ausgegangen, das ferner Intellektuelle hier noch Antworten geben können. Für das Volk und die Allgemeinheit. Manche Fragen sind ja leider nun niemals geklärt...

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@Schreiberling35

Entschuldige, das den intellektuell hier noch um diese Uhrzeit anwesenden, dein Ton missfällt. Kommt nicht wieder vor.

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-- Nein während man kämpft kann man nicht verlieren!!! Man entwickelt Kraft, Mut und Ausdauer, um sein Ziel zu erreichen oder ein Problem zu lösen, dass aktiviert Willensstärke und Selbstbewusstsein. Wer diesen Spruch in seine Lebensmaxime integriert wird immer ein Gewinner sein und vor keine Hürden und Problemen weglaufen, sondern sie lösen, somit mit beiden Beinen im Leben stehen!!!

-- Ja auch "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold" beinhaltet einen tiefen Sinn!!!!

Wann ist SCHWEIGEN Gold:

-- Ab dann, wenn man emotionall Schaden anrichtet!!!!

-- "Wenn die Leute wüssten, dass 70% von dem, das sie sagen, wieder gegen sie verwendet werden kann; so würden sie viel weniger reden." von Marcus Knill

= Schweigen ist ein wichtiges Element der Rhetorik

= Schweigen heisst nicht einfach "Still sein" oder "Nichts sagen" sondern aktives Zuhören .

= "Scheigen ist die Pause zum Denken, nicht vom Denken" H. Netzer

= "Reden ist Silber - Schweigen ist Gold" Genauer jedoch wäre:

"Schweigen ist Silber, Reden ist Gold aber: Das richtige Wort zu richtigen Zeit zu sagen, ist wie ein Diamant in Platin gefasst."

-- Eine super Webseite: http://www.rhetorik.ch/Schweigen/Schweigen.html

DAS HEISST! Der körperlicher Kampf ist stärker als der Geistige? Das Schwert ist stärker als das Wort?

Oder sehe ich das falsch?

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@Schreiberling35

@elenore, dieser Beitrag von dir ist mal wieder super klasse und trägt voll deine Handschrift. LG Christa

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@Schreiberling35

Nein, Körper und Geist müssen sich die Waage halten, denn wie kann der Geist gesund sein, wenn der Körper kränkelt!!!!!

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wieso sollte dann der erste satz falsch sein? Wer kämpft KANN verlieren.. also auch während des kampfes, ganz klar.. aber er hat es versucht. Der satz ist ja wohl auch eher auf situationen bezogen, in denen man handeln muss um etwas zu bewegen. Wenn ich mich in einer situation befinde, in der ich gar nicht kämpfen muss, weil ich eine andere lösung kenne, dann ist der satz an der stell eauch nicht anwendbar. Solche sätze sind ja auch keine lebensgrundsätze, sondern leitsätze. Man muss solche weisheiten nicht befolgen und schon gar nicht zu jeder situation. Trotzdem steckt viel wahres darin.

Reden ist silber, schweigen ist gold. Auch das, kann man wieder nicht auf alle situationen beziehen. In vielen situationen ist es so, das sman lieber sprechen sollte. Doch wer nur dummes zu sagen hat, sollte lieber schweigen. Ausserdem kann schweigen sehr gut sein und fördert die kreativität =D

Egal wie schlau der Schreiberling grinsseinerzeit war, sind es immer Zitate, die aus seinem Innersten kamen, damit genau ihn selbst betrafen.

Somit ist KEIN Zitat allgemeingültig! , wenn es für denjenigen auch noch zu zutreffend war. Möglich, dass ich in einem Moment drauf stoße, wo es mir entspricht, mich anregt (oder aufregt ;-), aber es ist nicht sinnvoll, es mir zu Eigen zu machen.

Zu dem Spruch selbst, den ich auf vielfältige Weise interpretieren kann:

Zunächst mal kann ich auch geistig kämpfen. Unterlasse ich in einem herausfordernden Moment den Kampf auf allen Ebenen, habe ich tatsächlich schon verloren. Ich habe die Chance verloren, Klarheit zu bekommen, was nicht heißt, dass sich diese Chance nicht wieder bietet.

Stelle ich mich meinem geistigen Kampf, kann ich den „äußeren“ gewinnen, oder verlieren, was aber dann gleichgültig (im Sinne von: es gilt das gleiche) ist, denn ich habe die Chance Klarheit zu erlangen genützt.

Ich kann auch nach meinem geistigen Kampf zu dem Ergebnis kommen, den „äußeren“ Kampf zu unterlassen. Dennoch habe ich gekämpft.

In diesem Sinne trifft der Spruch doch recht gut zu, oder?!

nt kann man immer den kopf einziehen und hoffen man kommt durchs leben

oder

man reist sich den hintern auf fällt vllt hin und wieder auf die nase erreicht aber etwas das man nur erreicht wenn man sich reinhängt und versucht zu gewinnen.

hätte ich nie gekämpft hätte ich nicht das alles was ich heute geniese

job, freunde, leben. es ohnt sich immer für etwas zu kämpfen. auch wenn der kampf nicht immer offensichtlich ist. lohnt es sich oft zu kämpfen.

mfg tamba

wer nicht kämpft hat in dem sinne verloren, weil er entweder alles übersich ergehen gelassen hat und die anderen so auch zum ziel kamen,oder wenn man kämpft und verliert hat man es zumiendest versucht sich zu verteidigen und verliert nicht seine würde.

Ich kann deine Argumentation nicht nachvollziehen.

"ABER! Kann man nicht auch während des Kampfes verlieren" -> das wird doch explizit im Zitat ausgedrückt

Natürlich kann man verlieren, auch wenn man kämpft. Wichtig ist hier das Versuchen, das Wollen, das Tun. Die Tatsache, dass du bereit bist, es dir zu nehmen, was du willst...Und den ersten Schritt damit machst, zu "kämpfen" . Wenn nicht, kriegst du nichts.

Mehr steckt da nicht hinter.

Es gibt Gegner, die kümmern sich nicht um Philosophie. Gegen ihre Barbarei muss die Menschheit ständig ankämpfen. Man kann mit ihnen keinen Frieden haben, denn sie sind erst zufrieden, wenn es DICH nicht mehr gibt.

Es ist doch ganz einfach, wenn du kämpfst kannst du verlieren, soweit so gut. Wenn du nicht kämpfst hast du schon verloren, weil du dich selber aufgibst. Ist doch eigentlich selbst um 20 nach 2 nicht wirklich schwer, oder? ;)

DIE FRAGE! Sie wurde noch nicht zufriedenstellend beanwortet! Nebst aller Antworten. Habt ihr mehr drauf als nur spekulieren und Sachverhalte zu kopieren?

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@Schreiberling35

Junger Mann, sowas nennt man einen Interpretationsversuch, wenn du gezielt wissen möchtest, was der Erfinder des Zitates sich dabei Gedacht hat, musste ihn schon selber Fragen, und ich fürchte, das wird schwierig werden. Sowas wurde übrigens schon in Gerichtssäälen entschieden, weil Lehrer die Aufsätze ihrer Schüler nicht mochten, und als falsch darstellten. ;)

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er meint glaub ich damit wenn man kämpft kann man verlieren oder gewinnen aber wenn man gar nicht erst käpft hat man schon verloren ohne das man es versucht hat

Genau, ich habe das gesamte Zitat von Brecht ausgelassen. Nicht um eine Diskussion anzustossen, sondern, weil dieser Satz der einzige ist, der immer und immer wieder zu lesen ist, ohne Nachschweif.

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Dein Gedankengang ist wirr und unausgegoren. Denk noch mal drüber nach. Brecht spricht in dem Zitat (kein Gedicht!) genau das an, was du als Einspruch schreibst. Thema verfehlt 6

du sollst nicht aufgeben,dich selbst zu finden.

denn dann hast du für einige zeit verloren.

aus der selbstfindung entstehen die wahrhaften ideen,für die ich eintreten kann.

du verstehst den bezug nicht...

Ich ja, eine Frage die ich hier stelle, gilt dem Volk, auch wenn es mir bewusst ist. Evtl. sucht mal ein Unwissender genau mal nach dieser Frage...

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