Das schwarze Schaf der Familie?

7 Antworten

Also wie ich das sehe, braucht ihr unbedingt Abstand.

Du musst lernen, ordentlich zu haushalten - wenn Du so vergesslich bist, dann mach Dir Notizen. Aber wenn man dauernd seelisch unter Druck steht, hat man keinen klaren Kopf.

Und Deine Stiefmutter braucht ein Mittelchen zur Beruhigung - die ist offenbar hysterisch. Vermutlich ist sie so unduldsam, weil sie Dich nie haben wollte...

Vor allem aber musst Du Dir angewöhnen, ehrlich zu sein.
Was sollen all die Lügen? Das bringt doch nichts.
Offenbar hast Du das notorische Ausreden erfinden von Deiner alkoholsüchtigen Mutter übernommen. In einer konstruktiven Umgebung  lässt sich das auch wieder ausbügeln. Guten Willen hast Du ja.

Klar dass das bei einer Stiefmutter, die Dich verhöhnt und pausenlos auf Dir rumhackt nicht klappt - denn das verführt wieder zu Lügen, um aus der Nummer rauszukommen.

Wieso Du Bewerbungen löschen musst, weil der Speicher voll ist, verstehe ich nicht - Textdateien nehmen doch nicht viel Speicherplatz weg...?
Wenn es um den Speicher im Email-Account geht - nun, da hättest Du die Bewerbungen auf einen Stick oder auf die Festplatte kopieren können. Wichtige Dokumente löscht man nie!

Was ich Dir raten kann:

Geh zum Jugendamt, schildere die Situation und bitte darum, in einer therapeutischen Wohngruppe aufgenommen zu werden, weil die zwischenmenschliche Situation untragbar geworden ist.

In dem Seelen-Zustand, in dem Du jetzt bist, wirst Du kaum einen Job bekommen, denn da wirst Du gefordert und musst Dich konzentrieren.

Du brauchst Ruhe und jemanden, mit dem Du reden kannst, um Dein Leben auf die Reihe zu bringen. Autogenes Training und Yoga können Dir dabei zusätzlich helfen.

Der Versuch, es "allen" recht machen zu wollen, ist der falsche Weg. So war ich auch als Jugendlicher. Gebracht hat es mir nichts, nur mangelndes Selbstvertrauen.

Mit inzwischen 46 Jahren hat sich in den vergangenen über 25 viel geändert und verbessert.

Ich musste lernen, ich selbst zu sein und akzeptieren, dass es nun einmal Menschen gibt, die mich nicht mögen. Auf der anderen Seite musste mein Umfeld lernen, dass ich auch mal nein sage oder einfach keine Lust habe.

Inzwischen ist es mir egal, was die Leute über mich reden, weil sie es sowieso tun. Es ist mir nur wichtig, was sie mit mir reden oder in meinem Beisein. Da kann ich mögliche Probleme direkt ansprechen und Lösungsvorschläge einfordern.

Dabei zeigt sich oft, dass die Vorstellungen der Anderen absurd übertrieben waren oder sind und sie selbst so etwas in dieser Form bei sich niemals zuließen, oder es sich einfach nur um Missverständnisse handelte.

Deine Situation mag etwas anders liegen, aber da Dein jetziges Vorgehen auch zu nichts führt, ein Wunder auch nicht ernsthaft erwarten kannst, ändere etwas.

Verbiege Dich nicht, sondern sei Du selbst. In absurden Situationen, z. B. laut denken zu sollen, sag auch mal nein oder schweige dazu. Das soll nicht dazu führen, dass permanent trotzig reagierst, aber auch nicht ständig nachgibst.

Dass an eigenen Fehlern arbeitest, verdient Respekt. Meinen hast Du, denn ich weiß, wie schwer es ist, ausgetretene und lieb gewonnene Pfade zu verlassen, aber es wird funktionieren, wenn die Neugier erst einmal geweckt ist und sich erste Erfolge einstellen.

Du solltest unbedingt das Gespräch mit Deinem Vater suchen. Frage ihn, warum er Deine „Verfehlungen” nicht an Dich zurückmeldet, sondern an Deine Stiefmutter. Respekt und Vertrauen funktionieren gegenseitig und wer beides einfordert, muss auch geben können und nicht nur abblocken.

Akzeptiere, dass Dein Vater sich in einer Zwickmühle befindet. Er liebt Dich, weil seine fast erwachsenes Kind bist, will und sollte aber auch zu seiner Frau stehen, mit der er noch länger aushalten muss, wenn Du ausziehst, die Welt zu entdecken.

Ich wünsche Dir viel Kraft auf Deinem eingeschlagenen Weg. Es wird gewiss nicht einfach, aber Erfahrungen, besonders negative, machen uns stärker.

Lass Dich nicht unterkriegen!

„Gehe nicht, wohin der Weg dich führt, sondern suche einen neuen Weg und hinterlasse eine Spur." (Jean Paul, dt. Schriftsteller)

Was du schreibst ist ja schrecklich. 

Jeder Mensch braucht doch eine Umgebung, eine Familie, wo er gemocht wird. Deine Eltern haben offenbar einen Stil, wo nur auf Fehler anderer geschaut wird. Das kann niemand so gut wegstecken.

Fehler macht jeder mal. Man vergisst auch mal was. Ich glaube, gerade zuhause sollte einem da nicht alles nachgetragen werden.

Aber ich weiss auch nicht genau, was man da tun könnte.

Aber nur schnell eine Arbeit finden, ist auch nicht unbedingt richtig. Wichtig wäre zunächst eine gute berufliche Ausbildung. Deshalb würde ich - egal was die Eltern machen - erst schauen, dass deine Ausbildung / Berufsausbildung voran kommt.

Ich bin im Moment auf Lehrstellensuche, aber das dauert mir alles einfach zu lang. Ich möchte einfach nur so schnell wie möglich raus aus dem Allen und mit meinen Selbstmordgedanken wieder auf Gleich kommen.

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@LittleKellie

Hast du vielleicht die Möglichkeit, mal für ein paar Wochen woanders zu wohnen, bei Verwandten oder Freunden? Ich denke etwas Abstand würde dir sicher helfen.

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@BrandnerKaspar

Das würden meine Eltern nicht erlauben, da sie es als Fluchtweg meinerseits empfinden. Wir waren schon einmal im Gespräch darüber, dass ich zu meiner besten Freundin ziehen möchte, doch meine Mutter meint, dort würde ich zu sehr verwöhnt werden, und wennschon würde sie mich wohin bringen, wo mir der "Ernst des Lebens" gezeigt wird.

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@LittleKellie

Geh zum Jugendamt. Sprich über Deine Selbstmordgedanken.

Du bist in Gefahr unterzugehen und Selbstmordgedanken sollten weit weg von Deiner Familie therapiert werden.

Wenn Deine richtige Mutter psychisch krank ist, dann besteht die Gefahr, dass sie sich einen Mann ausgesucht hat, der ihre Krankheit verstärkt. Oder sie hat sich einen Mann ausgesucht, der diese Krankheit überhaupt erst ausgelöst hat...

Und mit dem sollte ihr Kind nicht alleine gelassen werden.

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@LittleKellie

Meint das Deine Mutter oder Deine Stiefmutter?

Du liest Dich als würdest Du mal ganz dringend lernen müssen, wie die Freude am Leben gezeigt wird.

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