Das letzte Hemd hat keine Taschen?

3 Antworten

Das sagt über die Bekleidung eines Verstorbenen wenig aus, denn in den verschiedenen Traditionen ist diese sehr unterschiedlich.
Früher gab es tatsächlich Totenhemden, einfache lange, weiße Hemden. An diese knüpft die Redewendung an. Heute werden bei uns Verstorbene meistens vom Bestatter zur Beerdigung mit eigener Kleidung versehen - und die hat meistens durchaus auch Taschen.

Die Bedeutung ist eine übertragene: Wenn man stirbt, bleibt das Besitztum oder gar das Vermögen zurück. Es hat deshalb keinen Sinn, lebenslang Besitztum über den eigenen Bedarf anzuhäufen. Sinnvoller ist es, davon abzugeben und damit anderen zu helfen.
Es ist naheliegend, dass diese Redewendung von älteren Menschen oder mir Bezug auf ältere Menschen verwendet wird.

Das Letzte Hemd - also das Sterbe oder Totenhemd - ist etwa so wie früher ein langes Nachthemd war ohne (Seiten)taschen.

Daher heißt es "das letzte Hemd" hat keine Taschen.

Übersetzt, Du kannst nichts ins Totenreich mit hinüber nehmen es ist alles nur geliehen.

Na ja, den „Charonspfennig“ (Obolus) sollte man schon unter der Zunge dabei haben. 😉

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@Lexa1

Aber der steckt dann unter der Zunge nicht in einer Hemdtasche - nicht wahr ? ;o)

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Das Totenhemd, mit dem man bestattet wird, hat angeblich keine Taschen.
Somit kann niemand einen Cent mitnehmen, wenn er stirbt.
Man will damit sagen: Gönn Dir was, bevor es zu spät ist !!

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