Das kiffen: welche Vor-und Nachteile hat sowas?

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5 Antworten

Der Konsum von normalen Tabakwaren (also Zigaretten usw.) ist schädlicher. Das liegt nicht nur am Nikotin (de Facto ist Nikotin einer der "unschädlichsten" Stoffe der Zigarette. Die anderen Giftstoffe sind um einiges schlimmer, was auch den Erfolgszug der E-Zigarette mit Nikotin erklärt).
Tabak macht stärker abhängig als Cannabis, Cannabis ruft in der Regel "nur" eine psychische Sucht hervor, während sie beim Tabakkonsum sowohl psychischer, als auch physischer Natur ist.

Beim inhalieren von verbrannten Stoffen (ganz gleich ob Tabak oder Marihuana) entstehen krebserregende Giftstoffe. Bei Tabak sind diese ausgeprägter, da Tabak im Vergleich zum Marihuana einem Chemiecocktail gleicht. Doch hier muss gesagt werden: Das gilt nur für streckmittelfreies Cannabis! Je nach Streckmittel können auch sehr giftige Stoffe bei der Verbrennung entstehen, evtl auch nicht (kommt aufs Streckmittel an).

Das Krebsrisiko erhöht also beides, wobei auch gesagt werden muss, dass Cannabis nicht zwangsläufig inhaliert werden muss. Nimmt man die Substanz beispielsweise oral auf, mindert dies das Risiko auf Lungenschäden (dabei könnte aber wiederum das anderer Schäden steigen). Will man nichts verbrennen aber dennoch inhalieren kann man einen Vaporizer nutzen. Dieser verdampft die Stoffe im Cannabis, ohne die Pflanzenteile zu verbrennen. Das ist definitiv unschädlicher als ein Joint (aber natürlich nicht gesund)! 

Cannabis hat eine heilende Wirkung auf vieles. Vor noch 200 Jahren wurde es sogar für viele Dinge als Arzneimittel verwendet, bevor es verboten wurde. Heute ist es wieder für kranke Menschen erhältlich. 

Im Endeffekt macht der Konsument das Risiko aus. Egal was er konsumiert, er kann das Risiko so niedrig wie möglich halten, konsumieren was er will ohne abhängig zu werden und sich den Vor- und Nachteilen bewusst sein. 

"Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei" - Zitat von Paracelsus.
Man kann tatsächlich an einer Überdosis (trink)Wasser sterben. 

PS: Nein, man kann Cannabis nicht in dermaßen drastischen Maßstäben konsumieren, dass man an einer Überdosis sterben kann (Wasser hingegen schon). Das schädliche an Cannabis ist der Langzeitkonsum. Deshalb: Cannabis ist keine Droge für den täglichen Gebrauch.

BrainsRevenge 07.07.2017, 19:14

Zu bedenken (und bedenklich) sind auch die Tabakzusatzstoffe ...

http://ec.europa.eu/health/scientific\_committees/opinions\_layman/tobacco/de/index.htm

....

Ich habe zu schnell gelesen/überflogen vor dem bewerten...

Das hier z.B. stimmt definitiv nicht:

Vor noch 200 Jahren wurde es sogar für viele Dinge als Arzneimittel verwendet, bevor es verboten wurde. 

Cannabis war nicht nur in den USA, dem Mutterland der Prohibition, sondern auch in Deutschland als Medizin in der Apotheke erhältlich und das bis ca. in die 30er/40er Jahre des letzten Jahrhunderts.

Habe jetzt keine bessere Quelle. Hier steht es nur ungefähr.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hanf\_als\_Arzneimittel#Geschichte

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Digarl 07.07.2017, 19:19
@BrainsRevenge

Ich weiß, Heroin bzw. Diamorphin war auch in den Apotheken erhältlich. Ich habe doch gar nicht geschrieben wann es verboten wurde, sondern nur, dass es verboten wurde. Und da ich das genaue Jahr nicht kannte habe ich mir eine "kleine" Pufferzone eingebaut. Ich schrieb aber nicht, dass Cannabis vor 200 Jahren verboten wurde, sondern das es vor 200 Jahren legal war und erst danach verboten wurde. Danach ist aber ein Zeitraum der sich bis 2016 erstreckt.

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BrainsRevenge 07.07.2017, 19:19
@BrainsRevenge

Ich habe zu schnell gelesen/überflogen vor dem bewerten...

Wobei jetzt kleine Fehler die gesamte Qualität deiner Antwort nicht allzu sehr leiden lässt^^

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BrainsRevenge 07.07.2017, 19:29
@Digarl

Ok, für mich las sich das so wie ich es verstanden hatte, aber es ist tatsächlich nicht verkehrt so wie du es geschrieben hattest.

Ich brauch ne Lesepause...logout

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MCuser9230 07.07.2017, 19:45

Gibt es eigentlich ne Droge für den täglichen Gebrauch, dann wär Cannabis eigentlich am besten. Fällt mir keine sonst ein Speed oder sowas Benzo's :'D also eigentlich gibts dafür keine...oder?

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Digarl 07.07.2017, 22:45
@MCuser9230

@MCuser9230
Puh ... naja eigentlich natürlich nicht. Was definierst du als Droge? Bedenke: Koffein ist auch eine Droge. Und das ist wohl die Droge, die von den meisten Deutschen am häufigsten täglich konsumiert wird. Und würde man aktuell eine Umfrage durchführen, würden die meisten auch aussagen, dass es die "harmloseste" Droge sei. 

Und wie oben schon beschrieben, ist reines Nikotin (also nicht in Verbindung mit den restlichen Stoffen des Tabaks) bei weitem nicht so schädlich wie Tabak als solches. Tatsächlich findet man im Tabakrauch mehr als 4000 Chemikalien und Dutzende Gifte, wovon Nikotin nur ein einziges ist. Nikotin macht stark abhängig, als reine Substanz eher physisch, in Verbindung mit Tabak aufgenommen auch psychisch (aufgrund des Rauchens, des Ablaufes usw.). In Studien verdichteten sich Hinweise, dass reines Nikotin auch physisch nicht so sehr abhängig macht, wie in Verbindung mit Stoffen die im Tabak zu finden sind.
Will heißen, dass Nikotin als solches zwar eine abhängig machende Droge ist, doch die anderen Stoffe im Tabak um einiges schädlicher. Reines Nikotin kann sogar bei der Konzentration helfen, wodurch es tatsächlich Vorteile hat (hierbei muss klar gesagt werden: Es gibt Substanzen die den selben Effekt noch stärker ausgeprägt haben und bei weitem nicht so stark abhängig machen).
Nikotin ist so oder so schlecht für den Kreislauf, dafür ist reines Nikotin nicht krebserregend (verbrannte Marihuanablüten schon).

Bedenke auch: Unter dem Einfluss von THC kannst (oder solltest) du keine schweren Maschinen bedienen! Je nach Beruf wirst du temporär (also während des Rausches) arbeitsunfähig. Auch kommt es beim Cannabiskonsum sehr auf das Setting an, auf die Stimmung usw. Bist du depressiv, hast du Angst oder ähnliches solltest du kein Cannabis konsumieren! 

Da gibt es Genussmittel die sich eher eignen würden. Mir ist aber klar, dass Koffein keine befriedigende Antwort ist, da dies kaum als Droge wahrgenommen wird. 
Also eine Droge, die dir einen "richtigen" Rausch gibt und sich für den täglichen Gebrauch anbietet, gibt es generell nicht. Selbst wenn die Substanz keine körperlichen Schäden anrichtet (beispielsweise LSD bei sachgemäßer Verwendung) kann sie psychische anrichten (je häufiger man konsumiert, desto wahrscheinlicher wird es). Abgesehen davon bist du innerhalb dieser Zeit recht unproduktiv. Und egal was, wenn du es täglich machst wird es zur Gewohnheit, was in Sucht ausarten kann (und das gilt für alles, auch für Bonbons). 

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Huhu!

Also das rauchen eines Joints OHNE Tabak ist weitaus gesuender als Nikotin!

Marijuana kann gegen Schlafprobleme, Schmerzen, Parkinson, Stress, usw. helfen.

Natuerlich kann man auch psychisch (nicht physisch) abhaengig werden.

Hier einige hilfreiche Links:

Vor allem der letzte Link hat einige gute Vor- und Nachteile fuer dich!

(...)was ist nun schädlicher?Kiffen oder "normales" Rauchen?

Ganz klar: "Normales" Rauchen!

Kann man an Kiffen sterben?

Nein! Allerdings erhoeht man das Unfallrisiko also kann man z.B. einen Autounfall haben den man nuechtern nicht gehabt hatte und daran sterben...

Persoenlich bevorzuge ich Marijuana-Aufnahme durch essen (Brownies, Kuchen, Schokolade, Muffins, BonBons,...) . Vom rauchen, egal ob joint, pipe, blunt oder bong, muss ich oft husten und bekomme ich ein kratziges Gefuehl im Hals!

LG

Hey !

In einem Joint ist weniger Tabak drinne, als in einer Zigarette. Dennoch wird beides durch die Lungen eingeatmet und beides sind Stoffe, die nichts in der Lunge verloren haben, also nehmen sie sich im Krebsrisiko gegenseitig keine Plätze weg - meine Meinung. 

Der "Vorteil" ist, wie gesagt weniger Tabak und der Effekt, der dir erhalten bleibt. Diese ist bei der Zigarette bald weg, da man sich ja an den Tabak gewöhnt. 

Der Nachteil ist, auch an das "Zeug" was du weg rauchst, gewöhnt sich der Körper nach der Zeit und es geht wie bei der Zigarette nach ner Zeit nur noch aufs Geld und es wird zu einer Abhängigkeit wie bei allem anderen.

Hoffe konnte Dir etwas helfen, schönes Wochenende !

Das regelmäßige Einatmen von Qualm, und was anderes ist Rauchen ja nicht, ist immer schlimm und führt zu einem frühen und grausamen Tot durch elendiges Verrecken an Krebs.

Also ist es nicht zu empfehlen.

Nikotin selber hat etwa das Suchtpotential von Koffein. Die wirklich bösen Sachen, das sind die ganzen polyzyklischen Aromate, Feinstäube und sonstige Verbrennungsstoffe, die du beim Rauchen einatmest. Und das ist beim Kiffen nicht besser.

Positives: Viele THC-Carrier wirken krampflösend, schmerzdämpfend und steigern den Appetit. Manche aber auch nicht, darum ist auch hier beim Einkauf Vorsicht geboten. Manche "knallen" nur und machen krank im Kopf.

Negatives: Wird in jungen Jahren mit dem Kiffen angefangen, ehe das Gehirn ausgewachsen ist, so hat der Wirkstoff eine nachhaltige und irreparable Schädigung auf die Gehirnentwicklung. Das Gehirn reift übrigens bis zum 25ten Lebensjahr.

Die Schäden machen sich durch ausgeprägtes allgemeines Suchtverhalten, Aggression und Gedächtnisschwierigkeiten bemerkbar. Die Personen sind fast alle paranoid.

Aber auch als Erwachsener jenseits der 30 kann ein massiver Konsum noch zu paranoidem Verhalten und Angstzuständen führen. Daher ist es unbedingt notwendig nur im Rahmen einer Therapie und nur unter ärztlicher Kontrolle zu konsumieren.

Fazit: Die Tatsache, dass wir in unserer Gesellschaft leider harte Drogen wie Alkohol und Nikotin als "normal" ansehen, sollte uns nicht zu dem Fehler verleiten, eine weitere Substanz zu legalisieren, anstelle endlich die veralteten Übel zu beseitigen.

neuerprimat 07.07.2017, 18:58

"tot sein" vs. "der Tod". jajaja. Wenn es einem Moderator gefällt, so mag er dies noch ändern ^^.

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Nüchtern betrachtet ist Rauchen schädlicher als Kiffen, einfach wegen dem Nikotin. Der Nachteil an Kiffen ist folgender:
So unglaubwürdig es klingt, durch Kiffen kann man schnell zu stärkeren Drogen kommen, da die Wirkung immer schwieriger wird zu bekommen. Und jede Droge die über dem Kiffen ist, ist extrem schädlich... Letztlich ist es also ein hohes Risiko!

Digarl 07.07.2017, 18:23

Das stimmt überhaupt nicht. Jede Droge, ja sogar jede unterschiedliche Sorte wirkt anders. Jemand der eine bereits so hoch ausgebildete Toleranz gegenüber THC hat, dass er keine bzw. kaum eine Wirkung vom Marihuanakonsum verspürt, wird wohl nicht zu "härteren Drogen" greifen, da diese ein vollkommen anderes Wirkmuster aufweisen würden.

Die von dir angesprochene These der Einstiegsdroge wurde übrigens mittlerweile widerlegt. 

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TilcaYT 07.07.2017, 18:25

Quellen wären hilfreich, danke... Denn grundsätzlich denke ich schon so, wie oben beschrieben... Irgendwas muss man was neues testen, weil keine Wirkung mehr da ist... Man will aber eine Wirkung und testet stärkere Drogen aus!

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