Das ist absolut nicht normal oder?

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9 Antworten

Hallo,

"normal" - also allgemein als üblich wahrgenommen, ist deine Angst vor dem Umgang mit anderen Menschen nicht.

Wie du selbst bemerkst führt so eine Angst dazu, dass du dein Leben nicht selbstständig bestreiten kannst. Nicht Einkaufen gehen zu können, keinen Job zu finden und alles andere was sich daraus noch ergibt - Das schränkt dein Leben sehr ein.

Du schreibst, dass du introvertiert bist. Introvertierte Menschen brauchen nach solzialer Interaktion Zeit um sich zu erholen. Introvertierte Menschen tendieren dazu viel über Dinge nachzudenken. Grade über ihre Umwelt.

Das Problem dabei ist aber; Wenn du schreibst, dass du keine Freunde hast und auch nie welche gehabt hast, wie fundiert können dann deine Überlegungen und Gedanken zu sozialen Themen sein?

Die Ironie liegt darin, dass unsere extrovertierte, arbeitsteilige
Gesellschaft es Menschen mit sozialphobien heute mehr als je zuvor
ermöglicht sich nicht mit ihren Ängsten konfrontieren zu müssen.
Stichworte: Onlinehandel und Home-Office.

Wenn soziale Interaktion bei dir kaum und/oder nur in dem Mikrokosmos Schule stattfindet, dann kann man schnell zu dem Schluß kommen "die sind doch alle gleich." Das ist aber falsch, die sind nicht alle gleich - du bist das beste Beispiel dafür.

Introvertiert zu sein ist nichts schlechtes. Aber Angst und Panik zu haben, depressiv zu sein und gewaltätig zu werden - das ist es.

Du scheinst nicht nur ein Problem mit den Menschen um dich herum zu haben, sondern auch ganz grundlegend mit dir selbst.

Die Leute raten dir alle zu einer Therapie und du kommentierst sinngemäß "Außer zu Reden wird da nichts gemacht. - Mein Problem muss ich selbst lösen."

Bevor du die Problemlösung angehst, geht es bei dir doch vorallem darum, dass deine Probleme nicht noch größer werden und bei dir irgendwann nichts mehr geht.

Der Mensch und sein Verhalten sind die Dinge vor denen du Angst hast. Menschen in Heilberufen, die dir helfen könnten, haben das Verhalten des Menschen studiert. Die können dir helfen, wenn du das willst.

Such dir doch einfach jemanden zum Reden oder wenn dir das leichter fällt auch zum schreiben. Deine Probleme scheinen so komplex, dir wird hier niemand eine Patentlösung anbieten können.

Ruf doch bei dieser Nummer gegen Kummer an. Das ist anonym und du kannst mit jemandem reden ohne Angst haben zu müssen. Du musst noch nichtmal über deine Probleme reden. Aber villeicht hilft dir das zu erkennen, dass nicht ausnahmslos alle Menschen hassenswert sind. Was du aber auch selber schon in Erwägung gezogen hast: "Wahrscheinlich werde ich in Zukunft ein zurückgezogenes Leben führen an einem zurückgezogenen Ort, höchstens mit ein paar wenigen Leuten die ich wirklich mag."

Zurückgezogen zu leben und sich mit wenigen, aber engen Freunden zu umgeben ist per se nichts schlechtes. Aber sein ganzes Leben nur auf Vermeidungsstrategien aufzubauen wird wohl nicht funktionieren.

PS: Ich freue mich schon auf deine Kommentare, die sind ja eher "leidenschaftlich".

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Kommentar von Apollo78
24.02.2017, 12:47

Mein Gott du übertreibst aber massiv.

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Die Lösung liegt auf der Hand: du solltest mit mehr Leuten in Kontakt treten.

Und das Aug-in-Aug.

Das du Menschen meidest ist keinerlei eine Charakter-Eigenschaft von dir persönlich, sondern eine Störung, die dir auf Dauer nicht gut tun wird. Menschen brauchen andere Menschen. So sind wir geschaffen.

Klar ist das am Anfang schwierig. Wie bei allen Dingen. Aber schlußendlich wirst du es nicht bereuen!

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Kommentar von Apollo78
24.02.2017, 10:42

Und wie soll das gehen wenn ich bei zu vielen Menschen Panik bekomme?

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Eine Freundin hatte das gleiche Problem und sie hat sich bei einem Psychologen helfen lassen. Sie hat sich da helfen lassen und ihr geht es jetzt super. Du kannst auch noch eine Hypnose-Therapie machen(nicht diese Show-Hypnose, wo du irgendwelche fragwürdigen Dinge tust) was meiner Meinung nach noch besser hilft, weil das Problem aus deinem Unterbewusstsein gelöst wird. Hoffe ich konnte dir vielleicht helfen:))

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Kommentar von Apollo78
24.02.2017, 10:40

Was soll der Psychologe machen hmm?

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Am besten Mal mit dem Hausarzt darüber reden (Hoffe du kannst wenigstens ihm vertrauen) Der wird dann eine Überweisung für Psychiater oder Psychologen schreiben :)

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Kommentar von Apollo78
24.02.2017, 10:42

Was soll der machen? Nichts!!

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Ich habe es zwar schon unter eine deiner letzten Fragen kommentiert, aber zu meditieren ist einfach der beste Anfang. Solange du nicht deine Denkweise veränderst und dich jede negative Erfahrung aus dem Konzept bringt, werden es soziale Interaktion nur noch schlimmer machen. Du kannst nicht erwarten, dass du nach ein Mal Meditation sofort geheilt bist, aber du wirst mit der Zeit positiver denken und ein besseres Selbstwertgefühl entwickeln. Das ist einfach die Grundvoraussetzung, damit du dir helfen und helfen lassen kannst.

Ansonsten schau, ob du auch körperlich gesund bist und lass dich vom Arzt mal ordentlich durchchecken. Angstzustände können zum Beispiel auch durch einen Mangel hervorgerufen werden. Die letztendliche Phobie entsteht aber in deinem eigenen Kopf und das kannst du steuern.

Außerdem würde ich dir empfehlen, die Finger von Koffein zu lassen und regelmäßig Sport zu treiben. Koffein fördert Angstsymptome. Und durch Sport fühlt man sich viel entspannter, entwickelt aber auch hier ein besseres Selbstwertgefühl. Kampfsportarten sind bei letzterem besonders gut.

Sobald du so weit bist, such so weit wie möglich den Kontakt zu anderen Menschen. Und wenn du Angst hast, ignorier sie und konzentrier dich auf das, was du eigentlich willst.

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Kommentar von Apollo78
24.02.2017, 13:29

Ich meditiere NICHT, was soll dieser Unsinn denn auch bringen? Schwachsinn ist das und Zeitverschwendung. Ich bin körperlich relativ Gesund. Ich normalerweise trinke keine Getränke mit Koffein.

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Das ist, wie du schon gut erkannt hast, keine Schüchternheit mehr, sondern eine echte Phobie. (Vermutung: Sozialphobie, möglicherweise aber auch Anthropophobie, wer weiß.)

Was du tun kannst, sind gleich mehrere Dinge:
1. Dich im Kleinen dazu zwingen, die Dinge, die du meiden willst, trotzdem zu tun. Frag jeden Tag mindestens ein Mal auf der Straße jemanden nach der Uhrzeit. Zwinge dich dazu, mindestens ein Mal im Monat einkaufen zu gehen.
Dosiere es immer gerade so, dass es dich noch nicht vollständig überfordert - und falls möglich, erhöhe mit der Zeit die Dosis.

2. Therapie - sorry, da führt nun mal kein Weg dran vorbei. Es gibt aber sehr viele unterschiedliche Therapiesysteme - google doch mal ein bisschen herum, was es so gibt. Nicht alle sind so distanziert, wie das, was man von der klassischen Psychologie her so kennt.

3. Reflexion - Es hat einen Grund, warum die Menschen dir zuwider sind. Finde ihn. Leg' dich ins Bett - ohne Musik, ohne Beschäftigung - und denke über dieses Thema nach. Fühle tief in dich hinein und lass alle Gedanken zu, die da kommen. Nimm dir dafür wirklich öfter Zeit - wenn wir keine Möglichkeit mehr haben, uns selbst aus dem Weg zu gehen, dann lässt unser Unterbewusstsein uns schon wissen, was im Argen liegt.

4. Such nach Tipps für den Umgang mit dieser Panik.
Es gibt im Internet haufenweise Seiten mit HIlfe und Ratschlägen für Menschen mit Angststörung.
Es gab auch auf gutefrage.net schon unzählige Leute, die um Tipps gebeten haben - und sie bekamen. Benutz mal die Suchfunktion, du wirst sehr vieles finden.

Grüße

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Kommentar von Apollo78
24.02.2017, 15:54

rausgehen ist ja kein Problem, aber einkaufen. Das könnte ich nicht alleine

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Es stimmt, das ist nicht normal ! Du solltest Dich von einem Psychologen behandeln lassen !

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Kommentar von Apollo78
24.02.2017, 10:31

Was soll der Psychologe machen ausser reden?

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Die Frage haben wir Dir doch schon gestern beantwortet. Es hilft Dir nicht aufs Internet auszuweichen, das verschlimmert es eher.

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Kommentar von Apollo78
24.02.2017, 11:25

Wieso aufs Internet ausweichen?

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Hey such dir am besten Mal einen Therapeuten:)

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