Das Inkassobüro nach erster "zahlungserinnerung" nach 10 Tagen an RA abgeben?

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8 Antworten

leider dürfen sie daß , früher bedurfte es 3 Mahnungen , bis zum zahlungsbefehl per gericht. Das wurde geändert.

Nur eine frage, hast du nach der zahlung auch den gläubiger angeschrieben ?

wurde die mahngebühr schon vor 5 monaten in rechnung gestellt ? Wenn das so ist, gilt ja schon die vorherige frist mit, also 5 Monate. Die friest bleibt erhalten , auch wenn die forderung verkauft wurde.

Hier kannst du nur um eine kulanz bitten und den betrag schnellstmöglich unter vorbehalt bezahlen.

sirius83 08.10.2010, 11:49

Die 13,50 wurden schon vor den 5 Monaten in Rechung gestellt. Ablauf war Abbuchung (34€) -> Rückbuchung -> Überweisung meinerseits (34€) -> kurz darauf (1 Tag vllt.) Mahnung von 34€ + 13,50€ Mahngeb., ich hab den Gläubiger nicht angeschrieben, weil ich es als erledigt betrachtet habe.

Um Ruhe zu haben, sollte ich jetzt also einfach die 84€ gesamt an den RA bezahlen...? - so eine sch...

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Sharpals 08.10.2010, 12:23
@sirius83

leider ja :-( ab dem zustellen der ersten mahnung gilt die frist .... in deinem falle wäre es einfach ein teilzahlung gewesen. , für das rückbuchen dürfen sie gebüren verlangen, da auch die bank , bis zu 10 euro , welche in rechnung stellt. Damit ist die forderung rechtens und hätte beglichen werden müßen. Zusätzliche mahnungen bedarf es leider nicht mehr. Bei der letzten rechnung kann man nur auf kulanz hoffen. ABer von rechtswegen wurde die frist überschritten ( Urlaub ). Also den ersten betrag zahlen und ein anschreiben, ob es möglich ist eine kulanzregelung zu treffen.

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rainerendres 08.10.2010, 23:04
@Sharpals

Nur die Anwaltsgebühren plus 13,50 sind zu erstatten !

Nicht zusätzlich die Gebühren des Inkassobüros

Vor Gericht ist i.d.r. nur eine der Gebühren durchsetzungsfähig
Nicht beide zusammen

Googeln !

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Ich habe selten in diesem Forum eine so unberechtigte Auszeichnung einer "hilfsreichten Antwort" gesehen wie zu dieser Frage. Denn die Antwort von Sharpats ist nicht nur wenig hilfreich, sondern im Kern komplett falsch.

Konkret: Auch "früher" bedurfte es keiner drei Mahnungen, um einen "Zahlungsbefehl" erwirken zu dürfen. Einen Mahnbescheid kann man heute ebenso wie früher sofort bentragen, wenn sich der Schuldner mit seiner Zahlung in Verzug befindet.

Die Definition von Verzug bzw. dessen automatischer Eintritt haben sich gegenüber "früher" geändert, deshalb bedarf es heute in vielen Fällen überhaupt keiner Mahnung mehr, weil der Verzug oft auch automatisch eintritt.

Beim vorliegenden Fall laut Frage befand sich der Schuldner (Fragesteller) mit der Nichteinlösung der Lastschrift in Verzug und hat danach den so genannten Verzugsschaden zu erstatten, zu dem auch Bankgebühren für eine Lastschriftrückgabe gehören.

Da nur die Hauptforderung unverzüglich bezahlt wurde, muss zwar die Nebenforderung auch noch ausgeglichen werden, aber hierfür hätte eine angemessene Nachfrist gesetzt werden müssen.

Unterstellt, das Unternehmen hat die 13,50 Euro selbst angemahnt und nach Ablauf einer gesetzten Frist nicht erhalten, so durfte es die Forderung zum Einzug an ein Inkassounternehmen abgeben, wenn die Forderung noch nicht ausdrücklich bestritten worden war (dafür gab es ja auch keinen Grund).

Allerdings darf das Inkassounternehmen dann keine eigenen Kosten beanspruchen, wenn der Fall mehr oder weniger direkt doch beim Rechtsanwalt landet. Denn dann gilt die Schadensminderungspflicht des Gläubigers, der ja auch ohne "Umweg" über das Inkassounternehmen gleich den Anwalt beauftragen konnte. Es ist also unzulässig, Inkassokosten UND Anwaltsgebühren gleichzeitig geltend zu machen!

Eine Ausnahme gibt es nur, wenn der Gläubiger zunächst davon ausgehen durfte, dass sich die Forderung außergerichtlich durch das Inkassounterehmen realisieren lässt, und erst nachträglich die Einschaltung eines Anwalts notwendig wird. Diese Fallgestaltung wird aber auch in der Rechtsprechung unterschiedlich beurteilt, so dass die doppelte Zahlungspflicht eben wirklich nur eine Ausnahme darstellt.

Auszug aus dem von dir zitierten § 286 BGB: § 286 Verzug des Schuldners

(1) Leistet der Schuldner auf eine Mahnung des Gläubigers nicht, die nach dem Eintritt der Fälligkeit erfolgt, so kommt er durch die Mahnung in Verzug. Der Mahnung stehen die Erhebung der Klage auf die Leistung sowie die Zustellung eines Mahnbescheids im Mahnverfahren gleich.

Wenn im Schreiben des Inkassobüros eine Zahlungsfrist angegeben war, war die Zahlung zu diesem Zeitpunkt fällig.

Im übrigen sind dem Unternehmen bei der fehlgeschlagenen Abbuchung Rücklastgebühren usw. entstanden und ich kann mir nicht vorstellen, daß das Unternehmen die Angelegenheit dem Inkassobüro gegeben hat, ohne dich vorher noch bezüglich der 13,50€ anzumahnen. Diese Mahnung dürfte dich vor deinem Urlaub erreicht haben. Bereits ab dieser Mahnung befindest du dich im Verzug und hast den Verzugschaden, z.B. Inkassokosten, Anwaltsgebühren usw. zu tragen.

sirius83 08.10.2010, 12:10

Wegen den 13,50€ wurde ich eben nicht angemahnt - nur mit der Gesamtsumme (34€ + 13,50€), es kam nichts, dass ich noch die 13,50 zahlen soll.

Wie ich dich richtig verstehe, hätte ich also die 13,50 nachschießen sollen? Die 34 hab ich ja schon eher bezahlt - siehe Ablauf letzten Kommentar.

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Sharpals 08.10.2010, 12:20
@sirius83

leider ja :-( ab dem zustellen der ersten mahnung gilt die frist .... in deinem falle wäre es einfach ein teilzahlung gewesen. , für das rückbuchen dürfen sie gebüren verlangen, da auch die bank , bis zu 10 euro , welche in rechnung stellt.

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Nemisis2010 08.10.2010, 12:24
@Sharpals

<<<<Wie ich dich richtig verstehe, hätte ich also die 13,50 nachschießen sollen?<<<<

genau so siehts aus, schließlich hat das Unternehmen das Scheitern der Lastschriftabbuchung nicht zu vertreten.

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Bis da letztlich, so vor Gericht anhängig, ein Vergleich zustande kommt und jeder seine Kosten selbst bezahlt, ist billiger und vor allem nervenschonender, den Schrott zu bzahlen, bei dem Streitwert.

was heißt, du warst im Urlaub? Warst du weg? Dann hättest du evtl. den Nachweis über die Buchungsbestätigung des Reisebüros?? Damit wärst du schon teilweise aus dem Schneider, wie man sagt...

Klar darf man sich grad nen Rechtsanwalt zur Seite nehmen, jedoch massgebend ist die Frist, die im Gesetz steht.

Vielleicht wollen die Druck aufbauen..

Nemisis2010 08.10.2010, 11:57

allerdings gilt die Frist im Gesetz nur, wenn keine Zahlungsfrist angegeben wurde

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sirius83 08.10.2010, 12:05
@Nemisis2010

Ich dachte immer, man darf nicht schlechter gestellt werden, als das Gesetz vorschreibt?

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Durch die geplatzte Lastschrift bist Du automatisch im Verzug gewesen !

Nur eine der 2 Gebühren ist allerdings durchsetzungsfähig

Nicht Anwalts UND Inkassogebühr (also beides zuammen)

Ich würde folgende Positionen direkt zweckgebunden an den Anwalt überweisen : Rücklastschriftgebühren 13,50€ plus die Gebühr des Rechtsanwaltes

ERGO : 83 minus 31 plus 13,50

Es wäre sinnvoll dem RA schriftlich in Kenntnis zu setzen das die Forderung beglichen ist und Du die Gebühren des externen Inkassobüros nicht zusätzlich zu den RA Gebühren beleichen wirst

OK,

dann werd ich es wohl Zähneknirschend zahlen...

Dank euch allen für die Antworten! Hätte nich gedacht das alles hier so flink geht :)

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