Das Haus meiner Mutter wurde letztes Jahr an mich und an meinen Bruder übertragen. Kann ein Enkel noch Ansprüche stellen?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn es kein Testament ihrer Mutter gibt, wurde sie gesetzlich beerbt von Ihnen, Ihrem Bruder und dem Kind Ihrer verstorbenen Schwester zu je 1/3. Soweit der nach der Schenkung des Hauses verbliebene tatsächliche Erbteil des Kindes (1/3) wertmäßig geringer ist als sein Pflichtteil (1/6) unter Einrechnung von 90% des verschenkten Hauswertes sein würde, könnte er die Differenz als  Pflichtteilsergänzung neben seinem tatsächlichen (ohne das verschenkte Haus) Erbteil verlangen.  Nur 90% weil seit der Schenkung ein Jahr vergangen ist; der Hinzurechungswert der Schenkung vermindert sich pro Jahr nach der Schenkung um 10%, so dass erst 10 Jahre nach einer Schenkung eine Anrechnung ganz entfällt.

Das gleiche Ergebnis käme auch zustande, wenn ihre Mutter nur Sie und den Bruder testamentarisch zu Erben eingesetzt und den Enkel übergangen hätte. Dann könnte dieser seinen Pflichtteil (1/6) aus dem vorhandenen Nachlass und ferner als Pflichtteilsergänzungsanspruch zusätzlich in Höhe von 90% aus 1/6 des Hauswerts verlangen.  Nicht ganz einfach zu verstehen, aber hoffentlich verständlich beschrieben !

Jup

Wie bei Schenkungen 10 Jahre mit 10% Abschreibung pro Jahr

Also nach zwei Jahren nur noch 80%, und nach 5 Jahren nur noch 50%

Aber in diesem Fall ist der Anspruch ja binnen Jahresfrist geltend gemacht worden

Wenn ihr also beide 50% bekommen habt, stehen eurem Neffen der selbe Anteil zu, den ihr bekommen habt.

Also 33 1/3 für jeden von euch drei

Selbst wenn er ausdrücklich enterbt worden wäre, stünde ihm  sein Pflichtteil zu...

Aber davon hast du ja nichts geschrieben, ergo solltet ihr euch zusammen setzen und das ganze fair in drei gleiche Teile aufteilen und euren Neffen ggfs auszahlen

aber das Haus gehört doch meinem Bruder und mir. Dann wären doch von dem 1/3, dass er normalerweise vom Haus erben würde, nur noch ein 1/6.... oder sehe ich das falsch??? Und was ist mit dem § 2309, wo steht :

§ 2309
Pflichtteilsrecht der Eltern und entfernteren Abkömmlinge

Entferntere Abkömmlinge und die Eltern des Erblassers sind insoweit nicht pflichtteilsberechtigt, als ein Abkömmling, der sie im Falle der gesetzlichen Erbfolge ausschließen würde, den Pflichtteil verlangen kann oder das ihm Hinterlassene annimmt.

....es gibt in diesem Fall ja noch zwei Abkömmlinge, meinen Bruder und mich. Lt Erbvertrag haben meine Eltern sich gegenseitig als Alleinerbeneingesetzt. Danach die 4 Kinder. 2 meiner Geschwister sind bereits verstorben. 

Dann steht da noch, dass die Abkömmlinge der Kinder nach den Regeln der gesetzlichen Erbfolge erben...

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@silly67

Das Haus wurde an die beiden lebenden Söhne verschenkt

Der Sohn der verstorbenen Tochter (deiner Schwester) erbt ihren Erbteil ... also 1/3 der Schenkung, die er jetzt anfechten darf

Und damit würde sich der Anteil vonvdeinem Bruder und dir von 50 auf 33 1/3% reduzieren

Geht doch mal gemeinsam zu einem Anwalt für Familienrecht und lasst euch da gemeinsam aufklären ... das erspart euch wahrscheinlich viel böses Blut und noch mehr Geld für Anwälte und Gerichtskosten



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@Vampire321

P.s.

Ich weiß das für das nicht schmeckt, aber Schenkungen können halt 10 Jahre zurückgefordert werden, wenn diese wie in eurem Fall z.b. die erbmasse extrem schmälern

Und das ist bei euch der Fall!

Deine Eltern hatten drei Kinder, die gleichberechtigt erbberechtigt sind, wenn keiner enterbt wurde.

Vor Eintritt des Erbes würde das Haus an die zwei Söhne verschenkt

Dann starb die Mutter und die erbmasse war weg.

Nun kann das dritte -nicht bei der Schenkung bedachte Kind- die Schenkung zurückfordern, und weil das Kind (deine Schwester) nicht mehr lebt, erbt diesen anspruch wiederum ihr Sohn...

Sorry, aber das ist deutsches erb- und schenkungs recht


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@Vampire321

meiner verstorbenen Schwester hat das Haus doch nie gehört.... Gemeinsam zum Anwalt wird nicht funktionieren. Der Typ ist kriminell und hat uns schon erpresst, wir sollen ihm  einen Betrag X zahlen und er würde dann das Erbe ablehnen. Im weiteren Vermögensbereich stehen nur noch Schulden offen. Die würde er ja auf jeden Fall dann mit 1/3 auch erben. 

Aber an dem Haus kann er doch keinen 1/3 Anspruch haben. Meine Schwester hätte diesen Anspruch ja auch schon nicht mehr gehabt, sondern nur 1/6....

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@silly67

Wie kommst du denn darauf?

Wurde deine Schwester enterbt?

Wenn nicht, hat sie denselben Anspruch auf das Erbe wie dein Bruder und du!

Und die Schenkung des Hauses reduziert die erbmasse, deshalb kann er als Erbe seiner Mutter diese Schenkung zurückfordern!

Tut mir ja leid, aber er erbt dann 1/3 des Hauses und der Schulden ... vielleicht ist es billiger auf seinen Vorschlag einzugehen?


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@Vampire321

Sorry, aber das ist deutsches erb- und schenkungs recht

Nein, ahnungsloser, grober Unfug.

Schenkungen können nur vom Schenker oder den Sozialbehörden, die dessen Anspruch auf sich überleiten dürfen, zurückgefordert werden, aber niemals von enttäuschten Erben. Denen steht der Mindestanspruch Pflichtteilsergänzung, § 2325 BGB zu :-O

Bislang haben nur sergius und ich (insbeso. in meinem Kommentar zum Fragesteller) die einzig zielführenden und belastbaren Antwort gegeben - wieso fühlen sich in diesem Ratgeberforum eigentlich user wie du zu Meinungsäußerungen berufen, die erkennbar keine Ahnung haben?

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@silly67

Was hast du immer mit deinem Pflichteil, wenn es um den verhassten Sohn eurer toten Schwester geht?

Ohne anderlautendes Testament eurer Mutter  ist er nach der gesetzlichen Erbfolge neben euch automatisch zum gleichberechtigtem Erben berufen, §§ 1922, 1924 BGB und hat einen Pflichteilsergänzungsanspruch, § 2325 BGB:

§ 1924 III BGB: "An die Stelle eines zur Zeit des Erbfalls nicht mehr lebenden Abkömmlings [eure Schwester] treten die durch ihn mit dem Erblasser verwandten Abkömmlinge (Erbfolge nach Stämmen) [der Enkel der Erblasserin oder der Sohn eurer Schwester].":-O

§ 2325 BGB: "Hat der Erblasser einem Dritten eine Schenkung gemacht, so kann der Pflichtteilsberechtigte [übergangene Erbe] als Ergänzung des Pflichtteils den Betrag verlangen, um den sich der Pflichtteil erhöht, wenn der verschenkte Gegenstand dem Nachlass hinzugerechnet wird."

G imager761

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Also, es waren einmal 3 Geschwischter 1 Bruder, zwei Schwestern, wovon die eine verstorben ist? Ja der Enkel und Sohn der verstorbenen Schwester, hat Anspruch auf seinen Erbteil, weil er nun zu 100% die Erbposition der verstorbenen Schwester einnimmt! Bei der Übertragung des Hauses habt Ihr den Enkel und Neffen vergesen! Dieses solttet ihr umgehend wieder in Ordnung bringen!

Eine Selbstanzeige, für diese Falschaussage  / Meineid, solltet Ihr unbedingt beim Nachlassgericht korrigieren. Denn für Meineid gibt es nicht unter einem Jahr Haft! Kommt ihr aber von selber zum Gericht und revidiert die Sache, schaut es für Euch vielleicht etwas besser aus, daß ihr euren vergessen Neffen nicht angebenen habt, bzw, keine Ahnung hattet, das er Miterbe ist!

Ihr dürft euch aber sicher sein, das er irgendwann selber dahinter kommt! Dann ist es aber ein Strafverfahren gegen Euch!

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