Das Ende des Sonnensystem , wo endet unserem Universums? Gibt es wirklich eine Ende das nicht mehr geht? Es das rein theoretisch oder Physik ist möglich?

8 Antworten

Hallo,

Sonnensystem oder Universum? In deiner Frage steht beides :-) Meinst du das zeitliche oder das räumliche Ende?

Ich beziehe mich in meiner Antwort einfach mal auf beides - Universum und Sonnensystem. Vielleicht interessiert es dich ja.

Fangen wir mit dem Sonnensystem an. Das räumliche Ende ist da wo der gravitative Einfluss unseres Heimatsterns endet. Die am weitesten entfernten Objekte die von der Sonne angezogen werden befinden sich in der sog. Oortschen Wolke. Das kannst du dir wie eine Blase um unsere Sonne vorstellen. Die befindet sich in einer Entfernung von ca. 1,6 Lichtjahren und sie ist der Ursprung der langperiodischen Kometen. Zum zeitlichen Ende kann man sagen, dass das Sonnensystem in einigen Milliarden Jahren nicht mehr so ist wie wir es heute kennen. In ca. 5 Milliarden Jahren wird die Sonne zum Roten Riesen und bläht sich in diesem Zuge extrem auf. Die Planeten Merkur und Venus wird sie dabei definitiv verschlucken. Ob sie die Erde verschluckt, da ist man sich noch nicht so sicher. Aufgrund des pulsierenden Ausdehnens schleudert sie riesige Mengen an Materie ins All und dadurch kann es sein, dass sich ihr gravitativer Einfluss auf die Erde verkleinert. Folglich würde sich die Erde von der Sonne wegbewegen. Auf jeden Fall kommt die Sonne aber der Erde so nah, dass die Oberfläche schmelzen wird und kein Leben mehr möglich sein wird. Die Sonne wird dann als weißer Zwerg noch einige Milliarden Jahre weiter "brennen".

Nun zum Universum. Der Ursprung des Universums liegt ca. 13,7 Milliarden Jahre zurück. Die gängigste Theorie ist, dass es beim Urknall entstand. Aufgrund der Ausdehnung welche mit Überlichtgeschwindigkeit geschieht, gibt es Objekte die wir nie sehen können weil ihr Licht uns nie erreichen wird. Der beobachtbare Radius des Universums beträgt ca. 45 Milliarden Lichtjahre. Neben der Urknall-Theorie gibt es aber noch andere Theorien wie z.B., dass unser Universum das Resultat einer Kollision zwischen zwei anderen Universen ist. Und wie sieht nun das Ende aus? Auch hier gibt es verschiedene Theorien wie z.B. Big Chill, Big Crunch und Big Rip. Beim Big Crunch (Zusammenkrachen) geht man davon aus, dass sich die Ausdehnung des Universums umkehrt und alles aufeinander zufliegt und letztendlich in einem umgekehrten Urknall endet. Beim Big Rip (Zerreißen) geht man davon aus, dass sich das Universum aufgrund seiner immer schneller werdenden Expansion selbst zerreißen wird. Beim Big Chill (Abkühlung) geht man davon aus, dass sich die Objekte mit der Zeit soweit entfernen, dass keine Energie mehr bei irgendwelchen Objekten ankommen wird und dass das Universum einen kalten Tod sterben wird. Der Big Chill gilt heute als wahrscheinlichste Theorie.

Neulich sah ich im Fernsehen, dass man davon ausgeht, dass es mind. noch 50 Milliarden dauern wird bis das Universum sein Ende findet und ich rede hier nicht von reißerischen N24-Dokus ;-)

Da die Gravitationskraft = G* (m1+m2/r^2) ist, nimmt die Kraft, welche die Gravitation auf 2 Körper wechselseitig bewirkt mit dem Radius des Abstandes immer weiter ab. Jedoch müsste der Radius unendlich werden,damit die Gravitationskraft = 0 ist. Somit ist es falsch zu sagen,das die Sonne nur einen Einfluss auf die Oortsche Wolke hat bzw. dies die weiteste Entfernung wäre.

Die Oortsche Wolke ist ein Postulat und somit nicht belegt. Jedoch liegt es nahe,das sie existiert.

Man muss differenzieren. Der Raum im Universum kann sich überlichtschnell ausdehnen. Die sich in ihm befindlichen Objekte allerdings nicht. Das bedeutet auch,dass hinter der 13,7milliarden Lichtjahre Grenze auch keine weiteren Objekte entstehen können wie etwa durch Quantenfluktuation,da dafür Energie nötig ist.Diese könnte in dem Fall nur von der Hintergrundstrahlung kommen,welche sich jedoch wie jede elektromagnetischen Wellen mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet.Somit befindet sich hinter der 13,7milliarden LJ Grenze nichts.

Der Grund warum wir immer weniger sehen ist der Dopplereffekt. Die Galaxien und Sterne entfernen sich relativ von uns mit NAHE Lichtgeschwindigkeit. Dadurch werden emittierte Lichtwellen hinter diesen Objekten extrem gedehnt (red shift). Vor diesen Objekten werden Lichtwellen extrem komprimiert. (blue shift).Das gleiche passiert wenn ein Krankenwagen mit Sirene an dir vorbeifährt. Erst hört man einen leicht höheren Ton,wenn er auf einen zukommt, und danach einen leicht tieferen Ton. Das gleiche passiert mit besagten Sternen. Kommen sie auf dich zu sehen sie bläulich aus, entfernen sie sich, sehen sie rötlich aus. Dieser Effekt ist allerdings so stark,dass das emittierte Licht von Infrarot auf Microwellen auf Radiowellen und noch weiter verschoben wird. Man kann das Signal einfach nicht mehr messen.

Lg

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Es gibt einige Theorien.

Einmal den Big-Freeze:

Diese Theorie orientier sich an dem Verhalten der Entropie. Nur kurz zur Begriffserklärung. Die Entropie ist ein mass für die Energetische Unordnung in einem System. Alles strebt zur maximalen Unordnung. So kühlt eine heisse Tasse Kaffee bei Raumtemperatur auf genau diese ab mit der Zeit, da alle Moleküle danach streben die Energie im Raum möglichst weit zu verteilen.

Das Universum breitet sich seit jeher aus. Das bedeutet die Energie im Weltraum ist konstant verteilt sich aber mit jeder Sekunde auf eine immer größere Fläche aus. Dadurch versuchen alle Partikel/Atome/Quarks/Strings in einen gleichflörmig energetischen Zustand zu kommen. Bedeutet alles kühlt immer weiter ab bis nichts mehr da ist, was abkühlen könnte. Alle Atome lösen sich auf und senken die Energie wortwörtlich auf 0 pro Flächeneinheit.

Dann gibt es den Big-rip:

Dieser ist ähnlich mit dem Big-Freeze nur das er sich nicht an die Entropie richtet sondern einfach an die Tatsache,dass das Universum expandiert. Alles dehnt sich aus. Der Mond entfernt sich von der Erde. Die Erde von der Sonne. Die Sonne von allem anderen und so weiter. Das heisst auch,dass die Chemischen Bindungslängen innerhalb von Molekülen sich mininininininimal entfernen. Aber sie entfernen sich bzw werden langsam gedehnt. Irgendwann werden die Moleküle zerissen und danach folgen die Atome und dann auch die Quarks und so weiter. Irgendwann ist alles soweit expandiert bis alles auseinander gerissen wurde eben Big-rip.

Dann gibt es den Big-bounce:

Diese Theorie ist eine Folgerung aus der Schleifen-Quantengravitation. Diese besagt, das sich das Universum irgendwann immer langsamer ausdehnen wird.Danach kehrt sich der Prozess um und alles zieht sich zusammen in einen winzigen Punkt. Danach entsteht ein neuer Urknall. Es ist eben ein ewiger Vorgang aus zusammenziehen-explodieren-expandieren.

Es gibt noch mehr Theorien, sind aber alle relativ ähnlich.

Lg

Er meinte nicht das zeitliche sondern das räumlichen Ende...

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Über das zeitliche Ende unseres Sonnensystems ist ja in den diversen Publikationen schon viel geschrieben worden. Damit will ich mich nicht befassen. Doch vor einiger Zeit habe ich eine Theorie gelesen, in welcher der Autor das zeitliche Ende unseres Universums beschreibt. Es war interessant, wenngleich ich gewaltige Probleme habe, mir das wirklich vorstellen zu können.

Der Autor geht davon aus, dass alle Fixsterne, also auch unsere Sonne, ihren Wasserstoffvorrat zu Helium fusionieren. Dann blähen sie sich zu roten Riesen auf und kollabieren anschließend zu Weißen Zwergen. Dann würde eine Heliumfusion einsetzen; das Endprodukt weiß ich nicht. Vielleicht Kohlenstoff. Dieser Prozeß gingen anschließend weiter, also Kernfusionen.

Gleichzeitig setzt vom anderen Ende des Periodensystems, sozusagen von den Transuranen her, eine Kernspaltung ein. Eigentlich gibt es das heute schon. Und diese beiden, Kernfusion und -spaltung, treffen sich irgendwo. Dieses "irgendwo" ist beim Element Eisen, denn Eisen ist das einzige Element, das keine Isotope hat und sich daher nicht verändern kann.

Die Theorie lautet also: erst wenn sich die gesamte Materie des Universums in Eisen umgewandelt hat, ist das zeitliche Ende erreicht. Seinen Berechnungen nach wäre das in ca. 10 hoch 32.000 Jahren der Fall.

Falls das stimmen sollte, dann hätten wir noch ein bißchen Zeit bis dahin. Und jetzt noch die rhetorische oder philosophische Frage: Und was kommt danach? Darauf fehlte die Antwort.

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