Das besondere an den Grabenkämpfen in der Schlacht von Verdun

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3 Antworten

Die eingestellten Antworten beziehen sich wenig oder gar nicht auf die eigentliche Frage nach dem Besonderen der Grabenkämpfe von Verdun. Verdun war eine Angriffsschlacht, deutsche Angriffe von Februar bis Juli, französische Rückeroberung besonders im Okt. und Dezember 1916. Dazwischen und manchmal täglich kleinere Angriffe und Gegenangriffe. Mit Beginn der Schlacht konnte von ausgebauten Gräben keine Rede mehr sein. Der Versuch neue Gräben herzustellen wurde jeweils durch die beiderseitige Artillerie zunichte gemacht. Die Soldaten lagen in Erdlöchern und Trichtern, die man manchmal notdürftig miteinander verbunden hatte. Viele waren kaum hüfthoch, nur gebückt oder kriechend begehbar. Ablösungen konnten nur nachts stattfinden, da die Annäherungesgräben auch kaum mehr existierten. Bei Regen war alles eine einzige Schlammwüste. Brennpunkte der Schlacht waren eher die vielen kleinen Bunker (Infanteriewerke und M-räume), mehr als die grossen Fortanlagen. Fazit: das Thema des Referats führt eigentlich in die Irre, denn gestaffelte Schützengräben (im klassischen Sinne) existierten während der Schlacht von Verdun im Prinzip nicht mehr.

Dieser erste Weltkrieg und insbesondere diese Schlacht war der erste industriell geführte Krieg. Das heißt daß massenhaft industriell gefertigte Waffen zum Einsatz kamen. Da beide Seiten über annähernd gleichartig schreckliche Waffen verfügten wurde dieser Krieg und speziell diese Schlacht zum Stellungskrieg. Beide Seiten erstarrten unter dem Eindruck der gegnerischen Schlagkraft. Das führte dazu daß dieses Schlachtfeld im Prinzip Quadratmeter für Quadratmeter mehrmals umgepflügt wurde. Durch den dauerhaften Granatenbeschuss erlitten die Soldaten erstmals in der Geschichte der Kriege nicht nur körperliche sondern auch psychische Dauerschäden. Sie wurden schlichtweg verrückt. Letztendlich entschieden wurde dieser schreckliche Krieg dann unter anderem durch den Einsatz einer wiederum neuen Waffengeneration - den Tank- oder zu deutsch: der Panzer ...

Die Schlacht von Verdun findet innerhalb eines Frontbogens statt. Die OHL war der Auffassung, dass die Verteidigung Verduns von Frankreich große Verluste fordern müsste, da der Bogen in die deutsche Front ragte und Artillerie von 3 Seiten zum Einsatz gebracht werden konnte. Man hoffte auch, dass Frankreich alles in diese Lücke werfen würde, was einen Sieg auf ganzer Linie bedeuten würde (dachte man!). Bislang gab es an der Front immer nur Angriff und Gegenangriff auf gerader Linie. Allerdings wehrte sich Frankreich bei Verdun tapfer und die Truppen wurden immer wieder ausgetauscht. So kam es zu einer wahren Materialschlacht an einem Ort innerhalb der langen Westfront, die jede Seite innerhalb 1916 fast 400.000 Mann Verluste (wovon die Hälfte gefallen war) kostete. Besonders die Anhöhe "Toter Mann" wechselte oft den Eroberer. Am Ende gab Deutschland die Erstürmung auf und Frankreich konnte dies als örtlichen taktischen Sieg im militärischen Sinne verbuchen.

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