Darf mein Chef das?

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7 Antworten

Kann ich mal unterstellen das du kein einfacher Azubi bist und dem Chef einige graue Haare verschaffst?

Warum schon mehrere Abmahnungen??? Ich will es eigentlich nicht wissen.

Einen Azubi zu kündigen ist nicht so einfach. Selbst bei mehreren Abmahnungen die wegen verschiedenen Fehlern erteilt wurden. 

Durch die Abmahnung ist der begangene Fehler "geheilt" erst bei Wiederholung des gleichen Fehlers wird es kritisch. Die Aussage Beim nächsten Mal gibt es eine Kündigung ist also nicht so ganz richtig und so einfach zu verwirklichen.

Aber du solltest nicht alle Felder mit möglichen Abmahnungen abdecken!

Axo: Kündigungen sind nicht zu unterschreiben. 

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Kommentar von Familiengerd
26.08.2016, 18:01

Schon wieder: Endlich einmal eine vernünftige Antwort!

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Wenn Du dies unterschreibst, brauchst Du wahrscheinlich anschließend überhaupt nicht mehr versuchen rechtlich dagegen vorzugehen.

So etwas unterschreibt man grundsätzlich nicht. Zudem stellt sich die Frage, ob Du dies überhaupt unterschreiben "kannst". Bist Du volljährig?

Außerdem sind Ausbildungsverhältnisse nach Beendigung der Probezeit durch den Arbeitgeber nur recht schwer zu kündigen. Und das dürfte der Grund sein, warum er Deine Unterschrift ( durch Drohung einer sofortigen Kündigung ) erzwingen möchte.

Vielleicht macht es Sinn, einmal zu sagen wofür Du bisher Abmahnungen erhalten hast. Waren diese wirklich begründet?

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Natürlich darfst Du nicht die Kündigung unterschreiben.

Einen Auszubildenden verhaltensbedingt zu kündigen ist nicht ganz so einfach. Abmahnungen, die sich auf fachliche Dinge stützen, haben häufig vor Gericht keinen Bestand. Ein Auszubildender soll ja den Beruf erst lernen, es kann also nicht die volle Umsicht bei der Berufsausübung erwartet werden.

Ich weiß nicht, um welche Arten von Abmahnungen es sich handelt, aber wenn Du die Palette "voll" hast, darfst Du Dir halt nichts mehr erlauben.

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Selbstverständlich darf er das (also dich sofort ohne wenn und aber kündigen) bei schon mehreren Abmahnungen. Oder wie lange sollte man dich ertragen wenn du es denn nicht lernst?

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Kommentar von Familiengerd
26.08.2016, 17:41

Selbstverständlich darf er das [...] bei schon mehreren Abmahnungen.

Das ist - nach den Informationen in der Frage - schlicht falsch!

"Mehrere Abmahnungen" alleine reicht überhaupt nicht, wenn diese Abmahnungen nicht wegen des immer gleichen Fehlverhaltens ausgesprochen wurden (z.B. immer wieder verspäteter Arbeitsbeginn), sondern wegen unterschiedlichen Fehlverhaltens!

Und ob der Betrieb den Fragestellers "ertragen" muss, kannst Du kaum beurteilen, weil Du die Gründe für die Abmahnungen überhaupt nicht kennst, also ob es sich z.B. nur um relative Lappalien handelt usw.

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Hallo,

nein, darf er nicht. Außerdem, wenn er meint er könnte dich kündigen ohne deine Unterschrift, wieso braucht er sie dann? Das wirkt eher wie Erpressung oder er drängt dich dazu, die Kündigung zu unterschreiben, da er dich selbst eben nicht kündigen kann/darf.

Ich hoffe ich konnte dir helfen! :)

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Die Frage ist, was sind viele Abmahnungen? Und wie alt bist Du schon? Auszubildende zu kündigen rechtlich nicht ganz einfach. Aber irgendwann ist das Maß auch voll und ein Ausbildungsbetrieb muss sich nicht alles bieten lassen.

Die Drohung, Dich zu kündigen, wenn Du Deine eigene Kündigung nicht vorsorglich unterschreibst, dürfte aber vermutlich jeder Arbeitsrichter für unrechtmäßig halten.


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Kommentar von Familiengerd
26.08.2016, 17:58

Die Frage ist, was sind viele Abmahnungen?

Zunächst ist die Frage zu klären, worauf sich das "viele" bezieht.

Wenn es sich um Abmahnungen aus verschiedenem Fehlverhalten handelt, also aus immer wieder unterschiedlichen Gründen, ist das "viele" relativ irrelevant.

Anders ist es, wenn viele oder mehrere Abmahnung wegen des immer gleichen Fehlverhaltens ausgesprochen wurden (vorausgesetzt, die Abmahnungen haben sich nicht "abgenutzt" und taugen nichts mehr zur Stützung einer Kündigung).

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Niemals unterschreiben, sonst bekommst du kein Arbeitslosengeld!!

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Kommentar von Familiengerd
26.08.2016, 17:54

Die Unterschrift des Arbeitnehmers unter eine vom Arbeitgeber ausgesprochene Kündigung hat keinen Einfluss auf das Arbeitslosengeld.

Es kommt alleine auf die Gründe für die Kündigung an; es muss sich also um eine verhaltensbedingte Kündigung handeln.

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