Darf unsere Schulleiterin 100€ als Strafe von uns verlangen?

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8 Antworten

Fehlen vor und nach den Ferien ohne Vorlage eines Attestes kann auf Antrag der Schulleitung beim zuständigen Schulamt mit einer Geldstrafe belegt werden. Gleichzeitig wird oft das Jugendamt miteingeschaltet. Kommt unentschuldigtes Fehlen öfter vor oder wird die Geldstrafe nicht bezahlt, wird Wochenendarrest verhängt. Die Schulleiterin hat also recht, ich kenne aus eigener Erfahrung Fälle, wo das knallhart durchgezogen worden ist. Das ist auch völlig richtig.

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Hallo !

Ich arbeite in einer Schule in RLP, und weiß, dass es im Schulgesetz steht, dass der erste und der letzte Tag vor und nach den Ferien immer vom Arzt entschuldigt werden muss. Ansonsten ist es ein unentschuldigter Fehltag. Für unentschuldigte Tage kann die Rektorin ein Bußgeldverfahren bei der Stadt anstreben. Das wäre allerdings kleinlich, denn normalerweise wird das getätigt, wenn Kinder viel unentschuldigt fehlen. Ob das Erfolg hätte, und ob wirklich der Betrag 100 Euro ist weiß ich nicht.

Aber das Einreichen eines Attestes vor und nach den Ferien ist normal, und wenn man krank ist ja auch kein Problem. Dann muss man , auch wenn es vielleicht nicht nötig wäre an dem Tag eben doch zum Arzt gehen.

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Das Bußgeld fällt an wegen des Verstoßes gegen die Schulpflicht. Tätig wird hier nicht das Jugendamt, sondern der Sachaufwandsträger (Stadt oder Landkreis) auf Antrag der Schule.

In einigen Bundesländern beträgt dieses Bußgeld 100 € pro unentschuldigtem Fehltag, von daher kann das schon hinkommen.

Soweit ich das verstanden habe soll man ja quasi jetzt ab dem ersten Tag ein ärztliches Attest abgeben, wobei es (hier in Hessen) ja eigentlich ab 3+ tage ist

Ob bzw. von wem die Schule ärztliche Nachweise verlangt, liegt im Ermessen der Schule. Eine pauschale Regelung gibt es da nicht.

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Kommentar von RobertLiebling
29.10.2015, 21:09

Rechtsgrundlage ist übrigens § 181 HSchG.

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Jaja, die Experten und ihre langjährigen Erfahrungen!!!

Nach § 72 Hessisches Schulgesetz sind die Eltern rechtzeitig über neue Maßnahmen zu informieren. Hier kann stellvertretend der Elternbeirat informiert werden. - Diese Frage wäre zunächst mal zu klären. - Ansonsten steht in diesem Landesschulgesetz dass die Eltern regelmäßig zu informieren und einzubeziehen sind. Auch über das 7. Schuljahr hinaus. 

Ob es irgendeinen Sinn macht eine Strafe von 100,- Euro zu verhängen nur weil eine Pubertierende regelmäßig einen Schultag so alle vier Wochen aussetzen muss ist mehr als fraglich denn dieses Phänomen gehört nun mal in unserer Gesellschaft anerkanntermaßen zur weiblichen Pubertät. 

Ob es irgendeinen Sinn macht von Menschen zu verlangen dass sie wegen jeder Erkältung einen Arzt am ersten Tag aufsuchen ist ebenso mehr als fraglich. Die Frage steht doch zunächst mal im Raum ob nicht die Schulgebäudeverhältnisse solche Erkältungen auslösen wie nachgewiesen wurde an manchen Schulen und ob das an einen Arzt so verschwendete Geld nicht besser in eine Sanierung der Schulräume investiert wäre - verschiedene Töpfe und oder her spielt hier zunächst keine Rolle denn die Frage nach der URSACHE sollte doch wohl an erster Stelle stehen. 

Ja, es steht im Hessischen Schulgesetz dass Rechtsverordnungen getroffen werden können. ABER, noch mal, sie sind dann auch entsprechend zu begründen und mitzuteilen. Gefordert wird dass Elternbeirat und auch Schülervertretung einbezogen gehören. 

So weit bin ich jetzt mit meiner Lektüre des entsprechenden Schulgesetzes gekommen. 

Meine Lebenserfahrung besagt dass es nie Sinn macht einfach so zu kuschen. Meine Eltern sind mehr als ein Mal bei Schule auf der Matte gestanden und waren mit ihren Forderungen erfolgreich. Damals waren die Elternrechte bei weitem nicht so stark rechtlich abgesichert wie heute. Als SMV haben wir auch den einen und den anderen Einfluss genommen. Durchaus auch auf die Stadtverwaltung. Das ist jetzt sicherlich über 50 Jahre her. Warum es heute nicht mehr möglich sein soll wenigstens zu hinterfragen wie die neue Regel begründet wird und wie sie zustande kam müsste mir dann erst mal dargelegt werden. 

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Sie darf ein Attest verlangen. Und ich finde die Praxis so auch gut.

Was sie nicht darf ist Geld verlangen.

Sie kann aber die Behörde informieren, wenn sie den Verdacht hat das ein Schüler schwänzt.

Ist dem tatsächlich so, kann es wirlich teuer werden, denn das Ordungsamt/die Polizei kann tatsächlich ein Bussgeld verhängen bzw dies veranlassen

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Wenn die Schule das im Einklang mit der Schulbehörde macht, dann ist das völlig in Ordnung.

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hahaha, nein, das darf sie definitiv nicht, sie könnte sagen das du irgendwann strafarbeiten oder nachsitzen musst, bei zuvielen fehltag musst du evtl das Jahr wiederholen, aber ansonsten kann sie dir nichts groß...

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Kommentar von passaufdichauf
30.10.2015, 06:35

Bitte informiere dich, bevor du hier kommentierst. Ein Blick ins Schulgesetz hätte genügt.

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