9 Antworten

Ich finde das sogar sehr wichtig. Nichts ist wichtiger heutzutage in Zeiten des Terrorismus und zunehmender Islamfeindlichkeit als Dialog. Dialog durch zum beispiel tag der offenen moschee, aber insbesondere durch Freundschaften. Schau mal, warum ist die Islamfeindlichkeit dort besonders hoch, wo keine muslime leben? Weil sie keine Muslime persönlich kennen und beim wort Islam nut an negative Nachrichten erinnert werden. Würden in solchen gebieten mehr Muslime leben, es gäbe mehr Kontakt, und pegida zum Beispiel hätte weniger Zulauf.

Hm.. also wir haben öfter kirchliche Veranstaltungen... ( Nachmittagskaffee, Spiel-und Bastelnachmittage, Familienausflüge ins Legoland oder zum Ponyreiten.. etc....) da nehmen nur sehr wenige, meistens gar keine muslimischen Familien teil....

.. wir haben auch unseren muslimisch-christlichen Gesprächskreis im städtischen Bürgerzentrum.... ( das sind immer dieselben, die da teil nehmen, aber außer Gesprächen über den Islam, ergibt sich da wenig bis nichts....) selbst bei Erklärungen zum Christentum zeigen die sich eher gelangweilt.. sind nicht bereit etwas gelten zu lassen.. sondern behaupten : " So steht es aber nicht im Koran"

Freundschaften haben sich daraus keine ergeben...

Ausnahme sind einige Aleviten und alevitische Familien.. ich denke, wenn es "den wahren Islam" gibt, dann sind die da ziemlich dicht dran

0

Also ich meinte halt das Freundschaften und interreligiöser Dialog wichtig ist. Dass sich aus Dialogveranstaltungen Freundschaften ergeben meinte ich nicht (weiß ich auch nicht, anscheinend nicht wie du meinst).

0

Danke für den Kommentar. Muslime und Christen sollten einander als Ergebnis, als Endprodukte ihres Glaubens begegnen. Sie sollten in der Begegnung darauf verzichten, den Weg darzustellen oder hervorzuheben, wie sie durch ihren Glauben zu dem wurden, was sie sind. Darum halte ich von irgendwelchen interreligiösen Dialogen recht wenig. Wenn überhaupt, kann man so etwas tun, wenn man sich besser kennengelernt hat. 

0

und wenn man sich einfach mehr auf die Gemeinsamkeiten statt andauernd die Unterschiede betonen würde?

0
@furkansel

Ja genau. Ich habe hier einen Kommentar geschrieben, der genau das verdeutlichen soll: wenn wir uns über die theologische Schiene kennenlernen, dann wird es schnell hässlich. Aber der monotheistische Glaube hat den Menschen besser gemacht. Darum möchte ich einem gläubigen Muslim begegnen, so wie er vom Guten seiner Religion geformt wurde. Ohne Besserwisserei, ohne Mission

0

Ich kann dir nur zustimmen.

0

Da könnte man sich als Muslim sicher ein Beispiel suchen, wie es "der Prophet" gehandhabt hatte...

....und welche der Nicht-Muslime zu seinen Freunden gehörten, mit denen er gerne zusammen war, und Zeit mit ihnen verbrachte...


(.. oder ob es irgendwelche Überlieferungen gibt, wo jemand anderer solche freundschaftlichen Beziehungen pflegte...und dies von den Gelehrten als "ok" eingestuft wurde.)


also dergleichen ist mir nicht bekannt, aber evtl. kennt jemand solche Berichte...

.. das wäre dann eine Orientierung.


Unter Freundschaft verstehe ich nicht, dass man "toleriert" wird, und nur Umgang miteinander gepflegt wird, wenn sich Nicht-Muslime gemäß den Regeln des Islams verhalten.. oder wenn Zusammentreffen dazu dienen, den Islam bekannt zu machen.. usw...

Unter Freundschaft verstehe ich eher, dass man sich sympathisch ist, Zeit und Aktivitäten gerne miteinander verbringt und macht.. 

( z.B. gemeinsam kochen, Sport, Alltagshilfen wie Streichen oder KFZ- reparieren.. 

...auch dass man mal gegenseitig die Kids von der anderen Familie bei sich übernachten lässt, damit ein Ehepaar mal "frei" hat...

...Spaziergänge, Gespräche, auch mal gemeinsamer Urlaub.. WE-Dinge, wie Grillen, Radtouren, Wandern...usw.. )


Religionsfragen und Politik, sowie Sportthemen, sollten weitgehend vermieden werden.. es gibt im Freundeskreis immer welche, die eine andere Auffassung haben.. daher Vorsicht ! mit solchen Themen 

Ob das möglich ist, hat etwas mit Vertrauen zu tun. Die Frage ist doch, ob man als Christ einem muslimischen Freund (also nicht: einem Türken, Araber, Arbeitskollegen, sondern: einem Muslimen) trauen kann. 

Gibt es nicht im Islam die Möglichkeit, sein Bekenntnis zu verbergen, wenn man als Muslim in Gefahr ist? Und wo wähnt sich der Muslim nicht in Gefahr? Der Muslim fühlt sich doch ständig bedroht, beleidigt und Feinden aller Art umgeben. Also muss ich als Christ davon ausgehen, dass mein muslimischer Freund seine wahren Gedanken vor mir verbirgt. Und was macht der Muslim, wenn er sich bedroht fühlt? Er wehrt sich, er tötet die Ungläubigen. Zumindest müsste er das, wenn er die Mittel und die Macht dazu hat. 

Dass es nicht alle Muslime über sich bringen, ist eine andere Frage. Die sind dann halt zu ängstlich oder zu schwach, den Koran zu erfüllen. Das habe nicht ich mir ausgedacht, sondern es wurde hier so dargestellt. Das Problem ist, dass man eigentlich keinem trauen kann, dessen Religion kein generelles Tötungsverbot kennt. Die Einschränkung, dass Gewalt nur zur Verteidigung erlaubt sei, ist zu schwammig:Woher weiss ich, dass gerade ich Gnade finde? Vielleicht entpuppt sich mein muslimischer Freund als besonders radikal. Vielleicht war ich ihm eigentlich die ganze Zeit über nicht gläubig genug? Vielleicht hat er sich von mir bedroht gefühlt, aber mich verschont, weil sich keine passende Gelegenheit bot, mich unschädlich zu machen?

In Gefahr würde sich mein Freund erst dann nicht mehr fühlen, wenn wir beide zusammen im "Haus des Islams" leben würde und wir beide nach der Scharia leben würden.

Klar, jetzt kann man sagen, dass Vertrauen eben nie "sicher" ist. Auch mein christlicher Freund kann mich im Schlaf erschlagen. Wissen kann ich das nicht. Ich muss ihm vertrauen. Aber ich habe den Eindruck, dass Muslime eigentlich durch den Koran schon sagen, dass man ihnen eigentlich nicht trauen kann. "Wenn euch die Ungläubigen bedrängen, 'Rübe runter'". Bedrängt fühlt sich der Muslim erst dann nicht, wenn alle unter der Scharia leben (das versteht der Islam unter Religionsfreiheit: das gemeinsame Leben der verschiedenen Religionen unter islamischer Gesetzgebung). Ausserhalb des von der Umma kontrollierten Gebiets (Dar al-Islam) ist der Muslim prinzipiell bedroht. Darum heisst das Gebiet ausserhalb des Dar al Islam auch Dar al-Harb, Haus des Krieges. Der Muslim hier in Deutschland befindet sich also eigentlich im Krieg gegen uns. Soll das mein Freund sein? Natürlich.

Vielleicht interessiert es den einen oder anderen, von unseren muslimischen Brüdern und Schwestern zu hören, warum man als Christ noch ruhig schlafen kann.

Update:

Unter http://www.eslam.de/begriffe/d/dar-ul-islam-konzept.htm habe ich gelesen, dass es sich bei dar al-islam und dar al-harb um Konzepte handelt, die heute von Sunniten und Schiiten abgelehnt werden. Puh. Noch mal Glück gehabt.

Aber vielleicht ist eslam.de das eine Tarnseite....eine Beruhigungspille. Immerhin lese ich unter "taqiyya":

"Die Verstellung [taqiyya] ist eine im Islam erlaubte Methode zur Verheimlichung des eigenen religiösen Bekenntnisses wenn das eigene oder ein anderes Leben oder der Bestand des Islam bedroht ist. Da Letzteres nach übereinstimmender Meinung aller Gelehrten [faqih] nur in der Anfangszeit desIslam der Fall war, ist nur noch die Bedrohung von Leben die Ausnahmesituation, in der ein Muslim seinen Glauben öffentlich verleugnen und damit lügen darf, was ihm sonst strengstens verboten ist."

Das klingt schön. Ich will glauben, hoffen, dass ich mich darauf verlassen kann. Mehr bleibt mir nicht übrig. Wie die Antwort auch ausfällt: die Konzepte dar al-islam und dar al-harb (das sind nur die zwei markantesten, es gibt noch andere "Häuser") und taqiyya haben das Vertrauen zwischen den Muslimen und dem Rest der Welt grundsätzlich erschüttert.

0

Mit Verlaub, das ist eine sehr dumme Frage!!!

Der Wert eines Menschen bemisst sich nicht nach seiner Zugehörigkeit z. B. zu einer Religion, sondern nach seinem Charakter!

Dem Fragesteller sei dringend anempfohlen, mit solchen seltsamen Fragen Muslime nicht zu moralisch oder sonstwie überlegenen Menschen zu erklären und auf diese Weise zugleich Menschen, die einer anderen Religion oder sogar keiner Religion angehören, herablassend zu beurteilen und einer näheren Bekanntschaft oder Freundschaft für unwürdig zu halten. Wer sich die Welt ansieht, erkennt ohne Schwierigkeiten, dass Muslime keineswegs die besseren Menschen sind!

Aber wenn es dem Fragesteller Probleme bereiten sollte - und seine Frage deutet es an -, sich an das Zusammenleben in einer toleranten und freiheitlichen Gesellschaft anzupassen, dann sei er auf einen besonderen Vorteil unserer freiheitlichen Gesellschaft hingewiesen: er darf diese ungehindert verlassen und dorthin gehen, wo er unter Menschen, die seine religiös-extremistische Gesinnung teilen, leben kann - wenn diese "Gleichgesinnten" ihn denn überhaupt aufnehmen wollen.

MfG

Arnold

Ja natürlich darf ein Moslem das. Außer die nicht an Gott glauben. Also man darf sich nicht mit Heiden anfreunden. Aber falls du den Islam eine heidnische Person erklären willst und dieser bereit dazu ist Moslem zu werden,ist es es erlaubt eine Freundschaft zu schließen.

Und woher hast du das?

0

Dann hat man es aber ziemlich schwer hier so Freunde zu finden. Deutschland ist ja nicht so religiös.

0

Und wieso darf "man" sich nicht mit "Heiden" anfreunden?

0

Sie sind doch aber trotzdem auch Menschen und sicher auch liebenswert, so daß man sie sich auch zum Freund machen darf. Umgekehrt darf man es doch auch..

Natürlich. Warum nicht?

nein den sie werden solange nicht mit dir zufrieden sein, bis du so bist wie sie selber, dies ist natürlich nur der fall, wenn du islam auch praktizierst. wenn du sagst ich bin moslem und deine religion beschränkst sich darauf nur, dass du kein schweinefelisch isst, wird es keinen unterschied machen für sie was du bist.

Ich denke das sollte jeder für sich entscheiden. 

Was möchtest Du wissen?