Darf Polizei "lügen", um ihr Ziel zu erreichen?

5 Antworten

Die Polizei darf in einer Vernehmung nicht täuschen, z.B. Behaupten, man habe Fingerabdrücke am Tatort gefunden, oder jemand anderes habe die Tat bereits gestanden. (also das, was man immer zu hauf im TV sieht) dein Zitat scheint aber etwas anderes zu meinen, nämlich dass eine Person etwas strafbares machen soll, um der Polizei zu helfen.

Die Polizei darf in einer Vernehmung nicht täuschen

Das trifft auf Deutschland zu, in den USA ist es erlaubt.

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@PatrickLassan

Wir sind uns doch wohl einig, dass sich die Frage auf den deutschen Sprachraum bezieht. Es gibt sogar Länder, in denen Folter statthaft sein soll!

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Die Polizei darf in einer Vernehmung nicht täuschen, z.B. Behaupten, man habe Fingerabdrücke am Tatort gefunden<

Die Behauptung das Fingerabdrücke am Tatort gefunden wurden muss keine Täuschung sein, an fast allen Tatorten werden Fingerabdrücke gefunden. Das die meisten Befragten nicht merken das eben nicht behauptet wurde das es sich um seine Fingerabdrücke handelt ist sein Problem.

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Das ist die Freiheit der Schriftsteller und mittelmäßiger Journalisten. D I E Polizei macht gar nichts ! Wenn dann höchstens ein fragender Polizeibeamter.

Als nicht-Jurist bin ich der Meinung, dass die Grenzen da fließend sind. Darf ein Polizist eine Behauptung aufstellen, um einem Verdächtigen Worte/Geständnisse zu entlocken, die er sonst nicht geäußert hätte? - Das wird sicher oft genug so gemacht und gehört vielleicht sogar zur Ausbildung bei Polizisten.

Ein Polizist hat mir mal erzählt, ich hätte rote Augen, um mir die Zustimmung zu einem Drogentest zu entlocken, der dann negativ ausfiel. - Inzwischen weiß ich, dass man keinem Drogentest zustimmen muss und dass rote Augen alleine kein Argument sind.

Dein Beispiel zeigt, dass du nicht genau hinhörst. Er nannte das Indiz für den Test, der dir angeboten, also optional, wurde. Wenn du abgelehnt hättest, wäre die Konsequenz eine Blutprobe gewesen.

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@Still

Sehr gute Antwort

Daumen hoch von mir

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@Still

Das Indiz war aber gelogen. Leider konnte ich mir in dem Moment nicht selbst in die Augen schauen. Aber als ich zu hause war. Ein Anwalt sagte, dass rote Augen nicht ausreichen. Selbst wenn die Behauptung mit den roten Augen gestimmt hätte.

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@RubberDuck1972

Und warum hast du dem Test zugestimmt? Und wenn du schon beim Anwalt warst, warum dann keine Dienstaufsichtsbeschwerde?

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@Still

Weil ich etwas überrumpelt war. Man wird nicht jeden Tag von der Polizei angehalten. Zeit hatte ich auch an dem Abend.

Es war keine offizielle Konsultation beim Anwalt, eher eine Unterhaltung. Ich kann den Test nicht rückgängig machen, außerdem war er negativ. Und ich habe andere Hobbys, als mich wegen einer Verkehrskontrolle gleich beim Polizeichef zu beschweren (lieber gebe ich auch gutefrage.net gut gemeinte Tipps). Es ist ja auch weiter nichts passiert.

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@RubberDuck1972

Warum dann deine Aufregung und der Wunsch, zukünftig nicht mehr kooperieren zu wollen? Ein Test ist wie ein Probierstück beim Metzger: Besser mal Kosten, bevor man viel Geld für etwas ausgibt, was man nicht will ; - )

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@Still

Unpassender Vergleich. Beim Metzger werde nämlich nicht ich vom Metzger getestet, sondern sein Probehäppchen von mir. - Bei deinem Vergleich wäre aber der Polizist der Metzger und ich das Probehäppchen. Schließlich bin ja ich getestet worden und nicht ein Stück Wurst.

Ich muss auch keinen Bluttest bezahlen, wenn dabei nichts verwertbares heraus kommt. Also was hätte ich davon, außer dass meine Zeit vergeudet wurde?

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