Darf Pflegegeld bei Grundsicherung angerechnet werden?

10 Antworten

Da würde ich mich an kompetentere Stelle beraten lassen als hier. Mit dem Pflegegeld gibt es 2 Möglichkeiten. Entweder deine Oma lässt sich das Pflegegeld auszahlen, und bezahlt dann damit eine Hilfskraft, in dem Fall dich. Das Pflegegeld ist in dem Fall nicht an eine pflegerische Tätigkeit gebunden, sondern kann auch z. B. für Haushaltstätigkeiten ausgegeben werden. Oder deine Oma gibt dich als Pflegekraft an, dann zahlt die Pflegekasse für dich in die Rentenversicherung ein.

Ja, das ist mir bewusst. Ich danke dir trotzdem für deinen Kommentar :-)

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“Der gleichzeitige Erhalt von Pflegegeld und Hartz-4-Leistungen ist nur dann anrechnungsfrei möglich, wenn es sich um die häusliche Pflege von Angehörigen handelt. Bei der Betreuung von anderen Personen wird das Pflegegeld als Einkommen angerechnet.

Anders verhält es sich jedoch, wenn nicht kranke Angehörige, sondern Pflegekinder betreut werden. Das Sozialgericht Köln entschied, dass das Pflegegeld in einem solchen Fall als „Erziehungshonorar“ giltund damit auf die Hartz-4-Leistungen angerechnet werden darf (Az.: S 22 AS 44/05 ER)."

Kurzum: wenn du die Oma pflegst wird es nicht angerechnet.

DANKE!

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@xMariella

Wobei das nach SGB 2 ist, bin mir daher dann doch nicht mehr so sicher :D

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Das Pflegergeld darf icht auf die Grundsicherung angerechnet werden, wenn es auf das Konto der Oma geht. Denn das Pflegegeld dient nicht zum Lebensunterhalt, sondern ist dafür da um seine selbst organisierte, private Pflege sicher zustellen.

Aber Achtung, die Ämter versuchen es immer wieder das Pflegegeld anzurechnen.

Wenn dir die Oma das Geld gibt, so ist das für dich Einkommen und es kann ( es wird bestimmt) auf deine Grundsicherung angerechnet werden.

Deshalb das Geld bar auf die Hnad und nicht auf dein Konto überweisen lassen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Eine Pflegestufe wird sehr schwer zu bekommen sein. Die gibt es nur wenn sie im Heim wäre. Ich kenne das weil es mit meiner Mutter genauso ist. Ebenso kein schwerstpflegefall,es muss sich aber drum gekümmert werden. Wir machen das abwechselnd in der Familie. Ich bin vollzeitbeschäftigt,also habe arbeit. Du solltest auf dem Amt nachfragen,evtl. Krkasse....

Meine Mama hat Pflegegrad 3 und wohnt zu Hause, nicht im Heim, also kann das so nicht stimmen. Trotzdem danke, werde mich nochmal beim Amt erkundigen. :-)

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@xMariella

Vielleicht gibt es da auch Unterschiede. Meine Mutter hatte einen Beinbruch und war zur Kurzzeitpflege im Heim (3 Monate),bekam eine Pflegestufe. Die Hauptpflegekraft ist jemand anderes aus der Familie. Um einen Pflegegrad zu bekommen,müsste die ganze Wohnung(Haus) behindertengerecht umgebaut werden obwohl eigentlich alles ebenerdig und erreichbar ist. Ein riesengroßer Aufwand für nichts. Du magst dir jetzt vielleicht die Augen reiben,aber sie ist 99 Jahre alt. In vier Monaten 100 ;-)

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@PatchrinT

Also bei meiner Mutter musste da nichts behindertengerecht umgebaut werden und sie hat trotzdem Pflegegrad 3. Falls das bei euch so gelaufen ist, dann ist das SEHR komisch. In der Regel ist sowas NICHT DER Fall.

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Falsch. Pflegestufe gibt es auch ohne Heim, gerade für die ambulante Pflege zuhause un d für die Bezahlung von ambulanten Pflegediensten.

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@Blindipop

hierbei kommt es auf die schwere an. Und auf die behindertengerechte Wohnung. Du solltest dich besser erkundigen. Dann gibt es noch die Familienpflege usw.....

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@PatchrinT

Stimmt nicht, Pflegestufe wird ärztlich festgelegt, gibt es schon bei leichten Beeinträchtigungen im Alter, nicht nur bei Behinderten, ab Pflegestufe 1, Wohnung egal. Familienpflege ist wieder etwas anderes. Pflegedienste kommen in die Wohnung, die bei Senioren nicht behindertengerecht sein muss. Die Kasse bringt Haltegriffe, Sitzerhöhung an im WC u nd Rollator automatisch, nach ärztlicher Indikation.

Alles selbst erfahren in der Familie..

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@Blindipop

Pflegedienste. Morgens 10 min., mittags 10min., abends 10min. Wenn überhaupt. Wem ist damit geholfen? Nichts ist kostenlos. Auch die Pflegedienste nicht. Du willst mir doch nicht ernsthaft erklären das es selbst bei leichten Beeinträchtigungen eine Pflegestufe gibt.

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@PatchrinT

War ganz anders, der Pflegedienst kam 2x mal die Woche auf unsere Bitte und zwar zu zweit. Eine halbe Stunde. Zuzahlung minimal. Pfegestufe 1 bei allgemeiner altersbedingter Unbeholfenheit ohne Behinderung, keine Gehbehinderung, keine der Hände.

War eine große Hilfe.

Aber hier wird man ja sofort zu Lügner erklärt, wenn man die Wahrheit schildert. Das macht große Freude, ich antworte hier nicht mehr zu Sachen mit Geld.

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Ein Verwandter von mir hat Pflegegrad 1 oder 2. Beeinträchtigungen bei der Einstufung (inzwischen ist etwas dazu gekommen und vermutlich würde er höher eingestuft): Probleme beim Gehen, aber alleine Gehen möglich, große Probleme beim Greifen (Handverkrüppelung), damit auch Probleme beim Anziehen und Waschen. Der Pflegedienst kommt inzwischen täglich zum Waschen/ helfen und Anziehen/ helfen. Dafür gibt es etwas über 600 € (kann auch etwas unter 700 € sein) für den Pflegedienst und wenn man selbst pflegen würde, bekäme man ca. 300 €!

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@Tasha

Vielleicht sollte man unterscheiden zwischen pflege,-hilfsbedürftig. Demnach ist meine fast 100 jährige Mutter eher hilfsbedürftig als pflegebedürftig. Und dafür gibt es nichts.

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@Tasha

Der Pflegedienst bekommt mal nicht einfach so das Geld der Kombileistung. Der Pflegebedürftige kauft sich Leistungen nach einem Leistungskatalog ein und danach rechnet dann der ambul. PD mit der Pflegekasse ab.

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