Darf Nachbar mein Grundstück nutzen?

6 Antworten

Du solltest den Nachbarn auf die Situation aufmerksam machen und verlangen, dass er dir entweder eine angemessene Pacht zahlt, oder die von ihm genutzte Fläche von dir kauft - zu einem fairen Preis, oder dass er zum Ausgleich von seiner Grundstücksfläche dir etwas abgibt.

Der Altersunterschied zwischen mir und meinem neuen Nachbarn beträgt ungefähr 35 Jahre. Habe die Befürchtung, dass er mit seinen ungefähr 60 Jahren sich auf den Schlips getreten fühlt.

Den Erwerb seiner Fläche finde ich sehr interessant 🤔

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@Tinithi24

Aber du bist im Recht und bietest ihm drei faire Lösungen an, von denen er sich eine aussuchen darf. Ich bin sogar 62 und noch lange kein Trottel.

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@Maarduck

Danke für deinen Rat. Ich möchte ihm nur keine ,,Immer diese jungen Schnösel“ darbieten.

Ich denke nach dem Einzug zwei Wochen später mit Ihm zu reden erscheint mir am sinnigsten.

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@Tinithi24

Ich würde lieber einen Brief schreiben. Nicht dass es beim Reden schon zu einer körperlichen Auseinandersetzung kommt. Wenn er Choleriker ist und den Brief liest, wird sicherlich seine Frau mäßigend auf ihn einwirken. Im Gespräch fühlt sich mancher auch schnell überrumpelt.

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@Maarduck

Sprichst du aus Erfahrung? :)

Briefe gefallen mir auch sehr gut. Dort kann ich Ihm deutlich Messer meine persönliche Einschätzung der Lage darstellen. Hatte nur die Befürchtung, dass es zu unpersönlich rüberkommt.

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@Tinithi24
>Sprichst du aus Erfahrung? :)

So ähnlich, meine Schwester und ihr erster Mann waren in einer ähnlichen Situation. Die haben dann vom Bauern entsprechend Grundstück dazu bekommen.

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Das ist ein Überbau, den du so nicht dulden musst. Es gibt mehrere Möglichkeiten.
1. Du duldest es und das wars, sollte man schriftlich festlegen.
2. Du duldest es nicht und verlangst eine Abriss bis zur Grundstücksgrenze.
3. Du machst einen Vertrag mit dem Nachbarn und er bezahlt dir eine Entschädigung, das geht in Form einer jährlichen Pacht-Rate.
Es gibt hier auch kein Gewohnheitsrecht für eine kostenlose Duldung. Du kannst als Eigentümer auf einer rechtlich klaren Lösung bestehen. Einen Abriss wirst du nicht in jedem Fall erreichen, da kommt es auch auf die Verhältnismäßigkeit an.

Interessanter Standpunkt. Das mit dem nicht vorhandenen Gewohnheitsrecht hatte ich bisher so noch garnicht auf dem Zettel gehabt.

Ein Abriss scheint mir auch etwas zu utopisch zu sein, da die Verhältnismäßigkeit nicht gegeben ist.

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Wie lange existiert das schon? Was hat der Vorbesitzer zugelassen? Schwierig, frage den Anwalt Deines Vertauens oder bei der Gemeinde nach. Eine dingliche Sicherung im Grundbuch wäre nicht mein Favorit.

Der Nachbar wohnt seit ungefähr 8 Jahren dort. Zuvor war sein Haus an denselben Besitzer wie meine Immobilie Verkauft.

Das Haus war zuvor vermietet. Die Mieter hat es nicht interessiert. Der Besitzer wohnte in der Schweiz.

Dann werde ich wohl den Weg zu einem Anwalt antreten.

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@Tinithi24

Es gibt ja so etwas, wie Gewohnheitsrecht, aber 8 Jahre sind m.E. dafür nicht lang genug und wenn Du den Nachbarn ansprichst von wegen Nutzungsentschädigung, tickt der evl.gleich im Dreieck? Besser, man holt sich vom Fachmann Rat.

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@Reanne

Des reinen Geldes wegen würde ich es nicht machen einen Streit anzufangen. Nur sind es halt knapp 10% meines Grundstücks die er die letzten Jahre nutzen dürfte.

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Bei einem Weiterkauf könnte es komische Fragen geben, Wenn keine Beeinträchtigung und das eigene Grundstück groß genug ist, evtl. das Stück dem Nachbarn verkaufen.

Komische Fragen seitens der Gemeinde?

Er nutzt ungefähr eine Fläche von 60m2. Ich müsste in meinem Vorgarten einen zweiten Stellplatz schaffen.

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@Tinithi24

Bei solchen unklaren Verhältnissen, würde ich ein solches Objekt nicht kaufen wollen. Auch werden wohl die Baulinien überschritten und sind evtl. zurück zu bauen.

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Ich würde Zaun drum bauen und geld für die Nutzung verlangen

Ja, wenn man sofort Ärger mit den Nachbarn haben möchte...

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