Darf mir meine Ex das gemeinsame Kind vorenthalten wenn ich Urlaub habe?

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7 Antworten

Hallo,

hier:

In der gerichtlichen Praxis ist folgende Regelung häufig anzutreffen, die allerdings überaltet erscheint: Das Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt, holt es jedes 2. Wochenende von Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 18.00 zu sich nach hause. Außerdem gibt es ein zusätzliches Besuchsrecht an den 2. Feiertagen zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten sowie an seinem Geburtstag. Daneben besteht das Recht zu einer Ferienreise von 3 Wochen.

Wohnen die Eltern allerdings weit auseinander, kann eine andere Regelung erforderlich sein.

Briefliche Kontakte, Telefongespräche und Kontakte per Internet sollen den persönlichen Umgang ergänzen. So soll eine Beziehung zwischen Kind und abwesendem Elternteil aufrecht erhalten und entwickelt werden.

und das auch:

http://www.familienrecht-heute.de/scheidung/umgangsrecht.html

Wenn deine "EX" nicht einlenkt, dann mußt du die Sache per Gerichtsbeschluß regeln lassen... Versuchs erstmals in gütlicher Einigung, wenn es fehl schlägt, kannst du einen Anwalt (Familienrecht) einschalten.

Emmy

heob1 01.07.2014, 22:14

Bei einer solchen Formulierung könnte torkelton einen Rechtsanspruch vermuten. Wir müssen hier nicht Öl ins Feuer eines sensibel austarierten Umgangsverhältnisses gießen.

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emily2001 01.07.2014, 22:20
@heob1

Dieses UMGANGSRECHT WIRD GEREGELT wie folgt, durch:

Das Umgangsrecht ist in den §§ 1684 und 1685 BGB geregelt. !!!

Das ist der Text dazu :

in der gerichtlichen Praxis ist folgende Regelung häufig anzutreffen, die allerdings überaltet erscheint: Das Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt, holt es jedes 2. Wochenende von Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 18.00 zu sich nach hause. Außerdem gibt es ein zusätzliches Besuchsrecht an den 2. Feiertagen zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten sowie an seinem Geburtstag. Daneben besteht das Recht zu einer Ferienreise von 3 Wochen.

Wohnen die Eltern allerdings weit auseinander, kann eine andere Regelung erforderlich sein.

Briefliche Kontakte, Telefongespräche und Kontakte per Internet sollen den persönlichen Umgang ergänzen. So soll eine Beziehung zwischen Kind und abwesendem Elternteil aufrecht erhalten und entwickelt werden.

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emily2001 01.07.2014, 22:25
@emily2001

Rechtsgrundlage

§ 1684 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) (Umgang des Kindes mit den Eltern)

§ 1684 Umgang des Kindes mit den Eltern (1) Das Kind hat das Recht auf Umgang mit jedem Elternteil; jeder Elternteil ist zum Umgang mit dem Kind verpflichtet und berechtigt. (2) Die Eltern haben alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum jeweils anderen Elternteil beeinträchtigt oder die Erziehung erschwert. Entsprechendes gilt, wenn sich das Kind in der Obhut einer anderen Person befindet. (3) Das Familiengericht kann über den Umfang des Umgangsrechts entscheiden und seine Ausübung, auch gegenüber Dritten, näher regeln. Es kann die Beteiligten durch Anordnungen zur Erfüllung der in Absatz 2 geregelten Pflicht anhalten. Wird die Pflicht nach Absatz 2 dauerhaft oder wiederholt erheblich verletzt, kann das Familiengericht auch eine Pflegschaft für die Durchführung des Umgangs anordnen (Umgangspflegschaft). Die Umgangspflegschaft umfasst das Recht, die Herausgabe des Kindes zur Durchführung des Umgangs zu verlangen und für die Dauer des Umgangs dessen Aufenthalt zu bestimmen. Die Anordnung ist zu befristen. Für den Ersatz von Aufwendungen und die Vergütung des Umgangspflegers gilt § 277 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit entsprechend. (4) Das Familiengericht kann das Umgangsrecht oder den Vollzug früherer Entscheidungen über das Umgangsrecht einschränken oder ausschließen, soweit dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist. Eine Entscheidung, die das Umgangsrecht oder seinen Vollzug für längere Zeit oder auf Dauer einschränkt oder ausschließt, kann nur ergehen, wenn andernfalls das Wohl des Kindes gefährdet wäre. Das Familiengericht kann insbesondere anordnen, dass der Umgang nur stattfinden darf, wenn ein mitwirkungsbereiter Dritter anwesend ist. Dritter kann auch ein Träger der Jugendhilfe oder ein Verein sein; dieser bestimmt dann jeweils, welche Einzelperson die Aufgabe wahrnimmt.

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Ja - wenn Ihr in der Besuchsregelung nichts vereinbart habt.

Auch wenn es wichtige Gründe gab - Du kannst nicht erwarten, bei bestehender Besuchsregelung das Kind dann zu nehmen, wenn es Dir paßt (also mal später, weil Du zu tun hast und dann mal wieder länger, wenn Du Zeit hast)

Das funzt nur, wenn die Eltern weiterhin eine freundschaftliche Beziehung haben (um die sich beide um des Kindes willen bemühen sollten)

Er ist jetzt 3 geworden vor kurzem und er ist immer froh bei mir zu sein. Wenn ich ihn mal unter der Woche besuche nach der Arbeit, fragt er immer ob ich ihn abholen komme! Wir haben gemeinsames Sorgerecht und schriftliche Regelungen gibt es keine, Mündliche abmachungen ja! Ich würde auch lieber auf's Arbeiten verzichten Samstags und die zeit mit meinem Sohn verbringen.Aber man kann es sich net immer raussuchen!

Wenn Eure Vereinbarung so lautet, dass Du ihn alle 14 Tage hast, dann sieht es wohl schlecht für Dich aus. Allerdings gibt es doch bestimmt auch eine Urlaubsregelung, oder?

Hat sie das alleinige Sorgerecht? Dann vermute ich mal ja.

Verstehen kann ich es allerdings nicht. Dein Sohn freut sich doch bestimmt dich öfter zu sehen.

Vielleicht geht es ja darum, dass sie möchte, dass er einen geregelten Tagesablauf hat?

Wie ist denn euer Verhältnis?

Wie alt ist das Kind (3?)? Welche Gründe könnten für die Ablehnung gegeben sein? Wem obliegt die Personensorge?

Ohne diese Informationen können wir keine tragfähige Beratung leisten. Grundsätzlich bleibt der Weg zum Jugendamt oder auch zum Familiengericht. Doch dürfte dann das Tischtuch zerschnitten sein. Im Übrigen können Umgangsvereinbarungen geändert werden, sofern sie nicht mehr aktuell erscheinen. Doch Vorsicht, denn Ärger ist dann gewiss.

Wie ist das Umgangsrecht geregelt?

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