Darf mir mein Arbeitgeber DAFÜR eine Abmahnung erteilen?

16 Antworten

Seit einigen Wochen hat an meinem Arbeitsplatz permanentes Mobbing begonnen - gegen mich, in den verschiedensten Weisen. Ausnutzung, Anschuldigungen, Respektlosigkeit, "aus einer Mücke einen Elefanten machen"

Weiß dein AG von diesem Mobbing? Es ist seine Aufgabe, das zu unterbinden.

Es geht um meinen Arbeitgeber, der mir eine Abmahnung aus folgendem "Grund" erteilt hat: Vortäuschung einer Krankschreibung.

Dein AG weiß ja nicht, warum du krankgeschrieben bist, denn die Diagnose steht auf der AU-Ausfertigung für den AG aus Datenschutzgründen nicht drauf.

Aus seiner Sicht ist das so: du bist krank geschrieben und treibst dich feiernd irgendwo herum. Das ist keine Dreistigkeit, sondern aus AG-Sicht erst einmal die logische Konsequenz.

Ich für MEINEN Teil sehe ihre Abmahnung als vollkommen unberechtigt

Dann schreibst du eine Gegendarstellung, in der du die Sache aus deiner Sicht schilderst und forderst den AG auf, die Abmahnung aus deiner Personalakte zu entfernen. Da ist wohl ein offenes Gespräch mit deinem AG fällig, in dem es sinnvoll ist, den Grund der AU mitzuteilen. Ansonsten wird sich der AG wohl kaum darauf einlassen, die Abmahnung zurück zu nehmen.

Ja, meine Teamchefin weiß davon - das schlimme ist, sie macht mit. Und wenn 4 gegen 1 stehen, glaubt mir die oberste Chefin natürlich kein Wort. Daher betrachte ich es als sinnlos, meine Teamchefin davon überzeugen zu wollen, damit aufzuhören oder das zu unterbinden. Das tut sie nämlich nicht - und ist in meinen Augen auch eine absolut unfähige Teamleiterin.

Du hast natürlich recht, dass mein AG nicht weiß, weshalb ich krankgeschrieben bin. Die Diagnose geht ihn ja auch nichts an (auch gesetzlich). Aus meiner Sicht ist er daher verpflichtet, mich wenigstens zu fragen, warum ich mit Bekannten Billard spiele, anstatt zu Hause zu sein - stattdessen knallt er mir sofort eine Abmahnung auf den Tisch. Hilfe, Beistand und Ablenkung durch enge Vertraute zu bekommen, ist aus meiner Sicht heilungsfördernd. Immerhin gehe ich ja nicht in die Disko und lass die Fetzen fliegen, sondern lasse mich von meinen Freunden durch eine gemütliche Runde Billard ablenken. Dagegen ist aus meiner Sicht nichts einzuwenden.

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@BlueWolf497

Und wenn 4 gegen 1 stehen, glaubt mir die oberste Chefin natürlich kein Wort. 

Mag sein, trotzdem wäre sie erstmal deine erste Ansprechpartnerin gewesen.

Gibt es denn irgendwelche "Beweise", mit denen du deine Anschuldigungen untermauern könntest?

Hilfe, Beistand und Ablenkung durch enge Vertraute zu bekommen, ist aus meiner Sicht heilungsfördernd. Immerhin gehe ich ja nicht in die Disko und lass die Fetzen fliegen, sondern lasse mich von meinen Freunden durch eine gemütliche Runde Billard ablenken. Dagegen ist aus meiner Sicht nichts einzuwenden.

Ich habe nichts anderes behauptet. :)

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Hi!

Das hast du richtig erkannt, dein Arzt entscheidet was gut für dich ist und nicht deine Chefin. Wenn die Diagnose auf eine psychische Erkrankung lautet und der Arzt dir attestiert, dass soziale Aktivitäten deiner Genesung nicht schaden (das Gegenteil ist der Fall), kannst du die Abmahnung für ungültig erklären.

Geh am Besten zu der obersten Chefin und erklär ihr die Situation und dass du die Abmahnung in der Form nicht hinnehmen wirst. Bitte Sie freundlich darum, die Abmahnung zurückzunehmen und mit dir gemeinsam eine Lösung zu finden, dass du ungestört arbeiten kannst.

Wenn sie nicht innerhalb von wenigen Tagen die Abmahnung zurücknimmt, geh zur Arbeiterkammer. Die übernehmen in solchen Fällen den ganzen juristischen Proporz und halten dir den Rücken frei.

lG

In der AU für den Arbeitgeber steht ja gar keine Diagnose drin.

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Hallo Blue Wolf,

mal unabhängig von deiner Sicht der Sache ist es in den Augen des AG so, das du eine AU vorgelegt hast und niemand weis wieso, weshalb und warum. Das du dann eine Abmahnung bekommst, wenn du beim Biliard "erwischt" wirst ist nicht ungewöhnlich sondern konsequent. Woher soll dein AG wissen, warum du AU bist?

Um gegen diese Abmahnung vorzugehen musst du eine Gegendarstellung schreiben und mit dieser die Abmahnung aus deiner Akte entfernen lassen bzw. die Gegendarstellung beifügen lassen. Das geht nicht, ohne offenheit.

Prinzipiell solltest du vllt mal mit deinem Arzt, einen Psychotherapeuten und/oder Anwalt darüber sprechen. Es macht vllt Sinn, dich in deiner "Krank- bzw. Frei- Zeit" intensiv mit der Suche einer neuen Arbeitsstelle zu beschäftigen. Alternativ wäre auch ein klärendes Gespräch mit der Personalabteilung oder dem BR, falls vorhanden, nötig.

Generell darfst du hier den AG nicht als alleinigen Schuldigen ansehen.

Außer was den Punkt Lohnfortzahlung anbelangt, hier solltest du schleunigst mit deinem AG sprechen. Erst wenn er nicht einwilligt, dann auch einen Anwalt einschalten.

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