Darf mir der AG mein Urlaub verweigern, wenn kein anderer Azubi sonst anwesend ist?

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7 Antworten



Der Arbeitgeber ist an den Wunsch des
Mitarbeiters gebunden, er darf den Urlaub nur verweigern, wenn
zwingende betriebliche Gründe dagegen sprechen.
Solche Gründe können sein: die Notwendigkeit, einen Auftrag fristgerecht zu erfüllen, personelle Engpässe in Saison- oder
Kampagnebetrieben, plötzlich auftretende Produktionsnachfragen,
Jahresabschlussarbeiten, Betriebsferien oder krankheitsbedingte
personelle Ausfälle.

http://www.zeit.de/karriere/beruf/2012-04/faq-arbeitsrecht-urlaub

Weiteres zu Bevorzugung usw. findest Du im kompletten Artikel.

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Kommentar von Splittedsoul
28.09.2016, 12:32

Dankeschön! An die Zentrale gehen und Besprechungszimmer aufräumen werte ich persönlich jetzt nicht als zwingenden Betrieblichen Grund - oder?

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Aber darf uns der Urlaub wirklich verweigert werden, nur weil kein anderer Azubi anwesend ist?

Der Urlaub wird Dir nicht verweigert, Du kannst ihn ja zu einer anderen Zeit konsumieren. Niemand hat einen Rechtsanspruch darauf, seinen Urlaub zu bestimmten Zeiten konsumieren zu dürfen. Und Betriebserfordernisse haben Vorrang.

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Kommentar von berlina76
28.09.2016, 12:03

Nicht, wenn der Urlaub im Januar schon genehmigt wurde.

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Den Urlaub verweigern kann er nicht. Sagen: es können nicht alle zur gleichen Zeit weg, das kann er schon.


Versucht es, untereinander zu klären. Schafft Ihr das nicht, wendet Euch an den AG.

Dessen Entscheidung gilt dann.

Und was genau heisdst denn bitte "Die beiden neuen Azubis haben schon einen Urlaub im Zeitraum vom 26.-30.12 gebucht."?

Man hat erst den Urlaub zu beantragen..w enn er genehmigt ist,dkann man buchen.


Hat da jemand ein akutes Lernbedürfis? Buchen und dann sagen "ich muss jetzt aber Urlaub haben"- den Zahn sollte man den neunen dann aber bald mal ziehen. Das ist arbeitsrechtlich nicht in Ordnung und unter Kollegen ne Sauerei.


Und..w enn Urlaub genehmigt wurde, kann er nicht mit der begründung gestriochen werden (einer muss hier bleiben"

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Kommentar von Splittedsoul
28.09.2016, 12:15

Der Urlaub wurde schon vor dem Antritt der Ausbildung gebucht. Wir haben die beiden erst spät eingestellt, sie sind davon ausgegangen noch ein weiteres Jahr zur Schule zu gehen. :)

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Urlaub ist eine Vereinbarung zwischen Dienstgeber und Dienstnehmer. Wenn der Dienstgeber den Urlaub aus betrieblichen Gründen verweigert, so ist das rechtens.
Ich kenne das, dass wir im Team uns einigen müssen, wer z.B. Weihnachten oder Ostern oder Sommerferien arbeitet und wer auf Urlaub gehen kann. Es funktioniert bei uns sehr gut, denn wer Weihnachten arbeitet, hat Vorrang zu Ostern und kann nächstes Weihnachten auf Urlaub gehen. Das heißt, es funktioniert mit geben und nehmen, alle sind bedacht, dass jeder zu seinem Vorteil kommt und keiner einen Nachteil hat.
Kenne aber auch Teams, wenn sie sich nicht einigen können, dass gewürfelt oder gezogen wird, wer arbeiten muss. Aber jener, den es erwischt hat, darf im nächsten Jahr auf alle Fälle den Urlaub haben.
Könnt ihr euch nicht einmal alle zusammensetzen und darüber reden, vielleicht gibt es eine Einigung für euch alle, so dass jemand zurücktritt, dafür aber beim nächsten Mal bei der Urlaubseinteilung den Vorzug bekommt.

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Kommentar von Splittedsoul
28.09.2016, 12:20

Verstehe ich - bei einem festangestellten MA. Aber Auszubildende sollten ja auch nur "lernen" und nicht ganze Aufgabenbereiche komplett übernehmen. Wenn wir weg sind, müssen die Abteilungen ja auch ohne uns laufen.

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Der Arbeitgeber darf bestimmen, ob ein Urlaub genommen werden kann oder nicht. In der Regel wird der Urlaub in der Reihenfolge des Urlaubsantrags gewährt. Wenn aber alle 5 Azubis gleichzeitig in Urlaub wollen, so steht es dem Arbeitgeber selbstverständlich frei zu sagen, dass wenigstens einer im Betrieb sein muss. Es ist für den Arbeitgeber erstmal einfacher, wenn ihr das unter euch ausmacht. Letztendlich wird der Arbeitgeber aber jemanden bestimmen, wenn es zwischen euch zu keiner Einigung kommt, der dann im Betrieb bleiben muss. Und bekanntlich beißen den Letzten die Hunde.

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Kommentar von berlina76
28.09.2016, 12:01

Genehmigter Urlaub kann nicht nachträglich zurückgenommen werden.

Der Chef hat zwar ein Mitspracherecht bei ungenehmigtem Urlaub aber einmal Genehmigt ist Genehmigt für die Planungssicherheit für den AN.

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Genehmigter Urlaub kann nicht mehr zurückgenommen werden.

Wenn euer Urlaub also im Januar vom Chef bestätigt wurde, kann er jetzt keinen Rückzieher machen. Erst recht, kann er euch nicht dazu aufstacheln gegenseitig auf den Urlaub zu verzichten.

Das ist ein extrem schlechter Zug den euer Chef da gerade macht.

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Kommentar von Dave0000
28.09.2016, 12:08

Normalerweise ist das nicht möglich – es sei denn, es geht fürs Unternehmen buchstäblich ums Überleben und nur einer, nämlich der Mitarbeiter mit dem abgezeichneten Urlaubsantrag, ist in der Lage, das Schlimmste zu verhindern. Engpässe, die etwa dadurch entstehen, dass der Chef es versäumt hat, sich rechtzeitig um eine Urlaubvertretung zu bemühen, sind hingegen unerheblich.

Quelle: Focus online

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Kommentar von Herb3472
28.09.2016, 12:08

Deine Einstellung amüsiert mich. Der Chef stachelt niemanden dazu auf, auf den Urlaub zu verzichten. Er ist lediglich dagegen, dass alle gleichzeitig Urlaub machen (aus meiner Sicht verständlicherweise), und bietet an, dass sie sich selbst um eine Lösung des Problems bemühen, bevor er ein Machtwort spricht.

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Also Deine Urlaub verweigern darf man dir natürlich nicht
Jedoch kann der AG aus firmeninternen Gründen bestimmte Zeiträume vorgeben
Wenn also in einem Zeitraum schon zwei Urlaub haben kann er schon sagen das kein weiterer zum selben Zeitpunkt Urlaub bekommt

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Kommentar von Splittedsoul
28.09.2016, 12:18

Auch bei Azubis? Wenn wir mit der Ausbildung fertig sind, haben die Abteilungen ja auch keine Unterstützung mehr und sollten das ohne uns hinbekommen .

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Kommentar von Dave0000
28.09.2016, 12:19

Ob deine Einschätzung da relevant ist bezweifle ich

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Kommentar von Dave0000
28.09.2016, 12:38

Ich denke das du dich zwar beschweren kannst (nur wenn du schriftlich Antrag gestellt hast und bewilligt wurde, anders hast du nämlich kaum Grund zur Beschwerde)
Und dann ist die Frage ob der Chef dann einsichtig ist

Ich frage aber mal ganz blöd: haben alle 3 Azubis urlaubsantrag für den selben Zeitraum beantragt und bewilligt bekommen???
Was hat sich dann seit der Bewilligung verändert?

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