Darf mir das Sozialamt eine Bedarfsgemeinschaft o.Ä aufzwingen?

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2 Antworten

Das Amt zwingt mich, das als Bedarfsgemeinschaft bzw. Haushaltsgemeinschaft zu bezeichnen (sonst falsche Angaben gestellt). 

Haushaltsgemeinschaft wäre korrekt, Bedarfsgemeinschaft nicht.

Eine HH-Gemeinschaft ist eine Gruppe von zwei oder mehr zusammen wohnenden Personen, die nicht im ehelichen,  partnerlichen oder Eltern-Kind-Verhältnis stehen.

Diese wirtschaften nicht gemeinsam, stehen finanziell nicht füreinander ein und teilen sich lediglich zu gleichen Teilen die Miete.
In eurem Fall fällt keine Miete an, ihr teilt euch (falls ihr die bezahlen müsst, zum Beispiel die Stromkosten.) Bzw. die Kirche holt sich die Kosten der Unterkunft vom Sozialamt, das wäre der normale Weg. (Denn Dir / Euch stehen ja, wenn Du Leistungen beziehst, auch die Kosten der Unterkunft zu, in deinem Fall nur hälftig, da du ja noch eine Mitbewohnerin hast, die für die andere Hälfte der Miete sorgen müsste bzw. diese vom Amt kriegen.

Eine Bedarfsgemeinschaft wäre zum Beispiel: Ehepaar (mit oder ohne Kinder), Partnerbeziehung mit Kind, Partnerbeziehung ohne Kind und mehr als ein Jahr zusammenwohnend, Eltern(teil) mit Kind. 

Der gravierende Unterschied ist die Bereitschaft, finanziell für einander einzustehen, davon geht man bei den bei BG genannten Gruppen aus.

Was die Kontrolle des Sozialamtes in einer Notunterkunft anbelangt - wer glaubst du, bezahlt die Kosten einer Not- oder Obdachlosenunterkunft? 
Das ist das Sozialamt bzw. bei arbeitsfähigen Bedürftigen, das Jobcenter.

Was die Kontrolle bei euch anbelangt - auch in ein zeitweiliges Notquartier kann man mit ein paar persönlichen Dingen einziehen. Da wir nicht wissen, was du vielleicht außer dem Regelsatz beantragt hast, kann es sein, dass genau das überprüft wird.

Ich habe aber auch schon erlebt, dass bei einem Besuch einer Mitarbeiterin des SozAmtes, welche meine Klientin in einer fast leeren Wohnung aufgesucht hat, dass also diese Frau erst mal erzählt hat, was man noch alles beantragen könne, weil meine Klientin " ja so gar nichts hätte".

Diese Außendienstmitarbeiter werden immer verteufelt, aber wer nichts zu verbergen hat, braucht da keine Angst zu haben.

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Kommentar von Lucarda
10.08.2016, 20:53

Ich muss dazu sagen, dass lese Unterkunft uns vom Pfarrer gegeben worden ist und er KEINERLEI Miete oder Geld vom Sozialamt möchte - also Sozialamt muss überhaupt NICHTS für diese Unterkunft bezahlen, trotzdem wollten die heute morgen Kontrolle machen! Wir haben öfter gesagt dass das nur eine VORÜBERGEHENDE Notunterkunft BIS Oktober ist, und meine Bekannte nicht weiß wohin und ich ebenso wenig. 

Ein bisschen läuft da auf jeden Fall was falsch! 

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@Sciffo, ich habe am 15.07 einen Antrag gestellt, aber der ist noch nicht bewilligt worden, weil Unterlagen fehlen. Jetzt will die nette Dame vom Amt Hausbesuche durchführen lassen (in einer Notunterkunft für Wohnungslose) um zu schauen ob mir was zustehe, was ich nicht verstehe

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