Darf mich die Krankenkasse über meinen Gesundheitsstand ausfragen?

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7 Antworten

Ja leider ist das so. Wahrscheinlich werden sie dich zum Medizinischen Dienst der Krankenkassen schicken und die entscheiden wie es weiter geht. Sehr oft wird man dann gesund geschrieben oder man muss eine Therapie machen die, die für richtig halten.

Wenn du die Details nicht aussprechen möchtest musst du das nicht! Lass am besten deinen Arzt für dich sprechen, der weiß alles sehr genau und weiß wie er genug Auskunft geben kann ohne dir persönlich zu nahe zu treten, er steht ja schließlich unter Schweigepflicht.

Die Krankenkasse will das nur wissen um die Kosten zu berechnen die ihnen demnächst durch dich anfallen und wollen vermutlich deinen Beitrag erhöhen. Ich würde also versuchen das Gespräch zu umgehen.

wasserschlange 08.07.2010, 20:00

Dein letzte Absatz ist Quatsch, eine Beitragserhöhung gibt es bei einer gesetzlichen Kasse nicht5.

Und die KK will evtl auch abklären, welche Ma0nahmen möglich sind, um die Gesundheit zu verbesser oder wieder herzustellen.

Zudem ist nicht der Arzt zum Gespräch eingeladen sondern das Mitglied der KRankenkasse.

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Celice 08.07.2010, 20:03
@wasserschlange

Natürlich, wenn die Krankenkasse merkt, dass durchgehend höhere Kosten, z.B. durch dauerhafte Medikamente, anfallen werden sie den Versicherten anders einstufen und vermutlich die Kosten erhöhen.

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wasserschlange 08.07.2010, 20:05
@Celice

Verdammt nochmal, bei einer gesetzlichen Kasse ist das nicht möglich -wenn Du es nicht weißt, dann erkundige dich bitte erst bevor du solche Auskünfte gibst

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bestb2b 08.07.2010, 20:10
@Celice

Nein das gibt es in der GKV nicht, jeder bezahlt seinen festen %-Satz vom Brutto

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Als erste telefonische Auskünfte bist Du nicht verpflichtet zu geben.

Die Sb bei der Krankenkasse macht nur ihre Arbeit und die Leute sind tagtäglich mit diesen Dingen konfrontiert.

Die SB haben eine absolute Schweigepflicht über die Diagnosen und Kenntnisse die Ihnen im Rahmen ihrer Arbeit bekannt werden.

Du mußt Dich schon dazu äußern, denn die SB will evtl prüfen, welche Möglichkeit bestehen, Dir zu helfen. Dafür sind die SB nämlich auch da.

Ja, das darf sie leider! Die sichern sich damit ab und wollen sicher gehen das du kein Risikoversichter bist!

wasserschlange 08.07.2010, 20:01

Hallo, Risikoversicherung gibt es bei einer gesetzlichen Krankenkasse nicht, und es ist in der Frage nicht die Rede von einer Privatversicherung

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Siam1 09.07.2010, 07:43
@wasserschlange

Die Krankenkasse braucht die Entbindungserklärung, um ihre Leistungspflicht zu prüfen. Kann die Leistungspflicht nicht geprüft werden mangels erforderlicher Mitarbeit des Versicherten, wird auch nichts geleistet.<<< DAS IST ABSOLUTER QUATSCH.

RICHTIG IST:

Einmal mehr hat der Datenschutzbeauftragte klargestellt: Zur Auskunft verpflichtet sind Versicherte und deren Ärzte nur gegenüber dem MDK.

Im Rahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung dürfen nur Ärzte des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) personenbezogene Daten eines Versicherten erhalten – und das auch nur zur Erfüllung ihrer Aufgaben, wie etwa die Feststellung oder Überprüfung der Arbeitsunfähigkeit oder die Beurteilung von Voraussetzungen für medizinische Vorsorge- oder Reha-Maßnahmen.

ALLES NACHZULESEN, hier ausführlich: http://www.krebskompass.de/forum/showthread.php?t=19307

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Sie bezahlen ja auch die Behandlungskosten und wollen sehen, ob du auf dem richtigen Weg bist bzgl Therapie

''wie es dazu kam''? Hattest du einen Unfall?

susal35 08.07.2010, 19:54

psyche (verlor letztes Jahr Vater und Bruder)

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bitmap 08.07.2010, 21:02
@susal35

Mein Beilied.

Du musst - gerade bei sowas - nichts sagen. Und lasse dich nicht drängeln.

Ich hatte nur gefragt, weil bei Unfällen die Krankenkasse Infos braucht zur Sache, da sie sich das Geld von einem Verursacher (so es einen gibt) wieder holen.

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Nein. Dafür ist der Medizinische Dienst zuständig.

Siam1 09.07.2010, 05:52

UNZULÄSSIGE ANFORDERUN DER KRANKENKASSEN VEWEISUNG AUF DIE ZUSTÄNDIGKEIT DES MDK

Krankenkassen fordern von Vertragsärzten häufig Informationen zu:

•derzeitigen Behandlung des Patienten

•Rehabilitationsmaßnahmen

•Ursache der Arbeitsunfähigkeit, Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit etc.

Fordern die Krankenkassen diese Informationen für ihre Zwecke an, kann der Arzt diese Angaben verweigern. Etwas anderes gilt nur, wenn der Patient dem Arzt gegenüber der Informationsweitergabe zugestimmt hat. Stimmt der Patient nicht zu, muss der Vertragsarzt die Krankenkassen darauf hinweisen, dass eine Auskunftspflicht zu diesen Fragen nur gegenüber dem MDK aufgrund seiner gesetzlichen Prüfzuständigkeit besteht.

>>Vorsicht bei Befunden, Arztberichten und Krankenkassenentlassungsberichten: Krankenkassen fordern von Vertragsärzten häufig (auch) solche Unterlagen an. Ein Auskunftsrecht steht jedoch nur dem MDK zu seiner Aufgabenerfüllung zu. Der Vertragsarzt darf solche Unterlagen an die Krankenkassen auch dann nicht herausgeben, wenn der Patient der Weitergabe zugestimmt hat. Dies hat der Bundesbeauftragte für den Datenschutz ausdrücklich festgestellt (19.Tätigkeitsbericht vom 07.05. 2003).

http://www.kvwl.de/arzt/recht/kvwl_rechtshinweise/anfragen.pdf (S.14,S.16)

Eine Ausnahme besteht, wenn ein Unfall Ursache für die Arbeitsunfähigkeit ist. Diese Ursache muss der Arzt angeben (§ 294a SGBV, § 6 Ziff. 6 Arbeitsunfähigkeitsrichtlinien

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Siam1 09.07.2010, 06:13
@Siam1

ANDERS ALS BEI DEN KASSEN VERÄHLT ES SICH MIT AUSKÜNFTEN AN DEN MDK: Nach § 276 Abs. 2 SGB V sind die niedergelassenen Vertragsärzte verpflichtet, auf Anforderung des MDK bestimmte Informationen über ihre Patienten zur Verfügung zu stellen.

2.ANFRAGEN VOM MDK

Nach § 276 Abs. 2 SGB V sind (auch) Vertragsärzte verpflichtet,auf Anforderung des MDK bestimmte Informationen überihre Patienten zur Verfügung zu stellen. Der MDK ist auskunftsberechtigt nur im Rahmen seiner Aufgabenerfüllung. Dies setzt voraus, dass die zuständige Krankenkasse den MDK im konkreten Fall zuständigkeitshalber beauftragt hat (z. B. mit der Prüfung des Leistungsanspruches). Die Krankenkassen sind mithin nicht berechtigt, zunächst vom Vertragsarzt Unterlagen zu erbitten, um zu prüfen, ob der MDK einzuschalten ist. Es obliegt vielmehr den Krankenkassen selbst, den MDK aufgrund eigener Erkenntnisse einzuschalten. Dieser kann dann nach Bejahung seiner Zuständigkeit erforderlichenfalls ergänzende Unterlagen von den Vertragsärzten anfordern.

http://www.kvwl.de/arzt/recht/kvwl_rechtshinweise/anfragen.pdf (14,16)

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Siam1 09.07.2010, 06:14
@Siam1

EIGENBEFUNDE /KRANKENHAUSENTLASSUNGSBERICHTE

§ 276 Abs. 2 Satz 1 SGB V regelt, welche Unterlagen der Vertragsarzt im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung an den MDK herausgeben muss.

Fazit: In der Regel dient es den Interessen des Patienten, wenn der MDK alle erforderlichen Unterlagen über ihn erhält, um über dessen Ansprüche abschließend entscheiden zu können.Der Vertragsarzt sollte daher nach pflichtgemäßem Ermessen seine Unterlagen über den Patienten (Eigenbefunde und Fremdbefunde) dem MDK zur Verfügung stellen. Die Herausgabe von Fremdbefunden ist rechtlich zulässig. Der Arzt verstößt damit nicht gegen datenschutzrechtliche Vorschriften. Textteile von Fremdbefunden, die für den MDK nicht notwendig sind, hat der Vertragsarzt vor der Weitergabe zu schwärzen. Der Arzt erleichtert durch diese Herausgabe die Entscheidung des MDK. Der MDK wäre ohnehin berechtigt, von dem Urheber der Fremdbefunde (z. B. vom Krankenhaus, das den Krankenhausentlassungsbericht erstellt hat) dieselben Unterlagen anzufordern.

http://www.kvwl.de/arzt/recht/kvwl_rechtshinweise/anfragen.pdf (14,16)

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Siam1 09.07.2010, 06:21
@Siam1

INFORMATIONSWEG

Nach dem Gesetz ist der MDK auskunftsberechtigt. Häufig fordern indessen die Krankenkassen im Auftrage des MDK von den Vertragsärzten Informationen für den MDK an.

•Fordert der MDK Informationen selbst an, so sind diese nach § 276 Abs. 2 SGB V „unmittelbar an diesen zu übermitteln“.

Sinnvoll ist dies schon deswegen, weil nur der MDK selbst den Zweck der Informationsanforderung näher begründen kann und die Informationen auch nur selbst verwenden darf.

•In der Praxis hat sich z. T. eine andere Verfahrensweise herausgebildet. Der Arzt wird z. T. aufgefordert, die Unterlagen an die Krankenkasse zu senden, und zwar in einem verschlossenen Umschlag mit der Anschrift des MDK sowie dem zusätzlichen Vermerk „Ärztliche Unterlagen – nur vom MDK zu öffnen“. Diese Verfahrensweise ist – so auch der Bundesbeauftragte für den Datenschutz in seinem 18. Tätigkeitsbericht – hinnehmbar. Jedenfalls verstößt der Arzt, der so verfährt, nicht gegen Rechtsvorschriften. Er kann davon ausgehen, dass die so gekennzeichneten Unterlagen nicht unzulässigerweise von den Krankenkasse (für eigene Zwecke) geöffnet und verwendet werden.

http://www.kvwl.de/arzt/recht/kvwl_rechtshinweise/anfragen.pdf (S.18)

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Siam1 09.07.2010, 06:56
@Siam1

Der Medizinische Dienst hat folgende Aufgaben (§ 275 SGB V):

-Gutachterliche Stellungnahmen zu Voraussetzungen, Art und Umfang von Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sowie zur Einleitung von Maßnahmen der Rehabilitation und bei Arbeitsunfähigkeit zur Sicherung des Behandlungserfolges bei Maßnahmen zur Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit und zur Beseitigung von Zweifeln an der Arbeitsunfähigkeit;

-Prüfung der Notwendigkeit von Vorsorgeleistungen, Vorsorgekuren und medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen, insbesondere bei beantragter Verlängerung;

-Prüfung einer Kostenübernahme bei Behandlung im Ausland;

-Prüfung der Notwendigkeit häuslicher Krankenpflege für einen über 4 Wochen dauernden Zeitraum;

-Prüfung der Unaufschiebbarkeit der Versorgung mit Zahnersatz aus medizinischen Gründen;

-Prüfung der medizinischen Voraussetzungen für kieferorthopädische Behandlung;

-Prüfung der Erforderlichkeit eines Hilfsmittels vor dessen Bewilligung;

-Prüfung der Voraussetzungen einer Dialysebehandlung. (versicherungsnetz.de)

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