Darf meine Vermieterin versehentlich überwiesene Miete einbehalten?

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2 Antworten

Das liest sich ja schon interessant. Gelinde gesagt.

Für evtl. entstandene Schäden der Mietsache gibt es eine Kaution. Eine versehentlich zuviel überwiesene Miete kann da nicht gegengerechnet werden, sondern muss zurückerstattet werden. Es kann also maximal die zum Einzug bezahlte Kaution einbehalten werden. Achtung! Die Kaution darf nur die Nettomieten umfassen (maximal 3), es dürfen keine Nebenkosten eingerechnet werden (in die Kaution). Manche Mieter machen das bzw. versuchen das, es ist aber nicht rechtens.

Die Nebenkostenabrechnung muss binnen Jahresfrist vorliegen. Also für das Kalenderjahr 2014 bis spätestens 31.12.2015. Gibt es Unstimmigkeiten, muss der Vermieter zeitnah (damit meine ich wenige Wochen), eine Korrekturabrechnung erstellen.

Irgendwelche Verrechnungen sind nicht zulässig. Miete zu Miete, Nebenkostenabrechnung zu Nebenkosten und Kaution für Schäden. Wenn Ihr in eine untapazierte und unrenovierte Wohnung eingezogen seid, dann müsst Ihr nicht renovieren.

Außerdem wird eine Mietsache (z.B. die Türen) "gebraucht". Ich weiß, dass bei Böden (vermutlich auch bei Türen) eine Abschreibungsdauer von 10 Jahren angenommen wird. Sind die Türen älter (bzw. waren sie beim Einzug älter), kann Euch die Vermieterin dafür genau 0 Euro belasten.

Meine Tipps übrigens aus eigener Erfahrung, ich bin kein Anwalt!

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Kommentar von sandrazed
06.06.2016, 21:46

Wie ist das denn, wenn ich erst nach drei Jahren bemerke das die Abrechnungen falsch sind? Ist das dann verjährt?

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Das wäre jetzt die ideale Gelegenheit, dass du einen Anwalt beauftragst.

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