Darf meine Schwester (Harz IV) Empfängerin in meiner Firma arbeiten?

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12 Antworten

Für Praktikanten mit ALG I gilt das SGB III: § 45 Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung - http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__45.html

Für Praktikanten mit ALG II gilt das Selbe, da sich das SGB II in § 16 Absatz 1 auf das SGB III bezieht. Das heißt laut § 45 ebenda: "(2) Die Dauer der Einzel- oder Gruppenmaßnahmen muss deren Zweck und Inhalt entsprechen. Soweit Maßnahmen oder Teile von Maßnahmen nach Absatz 1 bei oder von einem Arbeitgeber durchgeführt werden, dürfen diese jeweils die Dauer von sechs Wochen nicht überschreiten."

Der Praktikant kriegt derweil sein ALG I oder II weiter - und der Unternehmer evtl. Zuschüsse für die Maßnahme, evtl. auch nicht. Falls die Maßnahme, also das Praktikum, überhaupt bewilligt wird.

Falls nicht, muss der Unternehmer ein Gehalt zahlen, das vom ortsüblichen nicht um mehr als ein Drittel nach unten abweichen darf - sonst läge das Delikt des Lohnwuchers in der Luft.

Das Jobcenter ist (quasi) verpflichtet, dieses Mindest-Gehalt zu fordern - zahlt es der Chef nicht dem Angestellten, geht dies Gehalt bis zu Höhe des ALG II automatisch als Anspruch auf das Jobcenter über, schreibt § 33 SGB II.

Gruß aus Berlin, Gerd

Sie darf ganz offiziell Arbeiten wo sie will. Gerade das ist ja das Ziel, die Leute wieder in Arbeit zu bekommen. Und nicht jeder verdient gleich so viel, dass er so viel oder gar mehr als vom Amt bekommt.

Wichtig: Sie muss angemeldet sein (/Steuern, Sozialversicherung etc) und alles was sie an Einkommen bekommt muss sie dem Amt mitteilen (einen Teil davon darf Sie behalten, der Rest wird % auf die Leistungen angerechnet).

Da ich aber eine UG (GmbH) bin also Personengesellschaft

Bist du nicht, eine UG ist eine Kapitalgesellschaft. Und die UG bist auch nicht du, das ist ein selbständiges Rechtssubjekt.

Der Vertrag muss einem Fremdvergleich standhalten, Vergütung wird natürlich angerechnet.

Eine UG ist keine GmbH, sondern eine UG

Eine UG ist keine Personengesellschaft, sondern eine Kapitalgesellschaft.

Die UG bist nicht Du, sondern die UG ist die UG, Du bist höchstens Gesellschafter und/oder Geschäftsführer.

Wenn Sie irgendeine Art Vergütung bezieht, dann muss sie das bei der ARGE angeben.

Arbeiten darf sie ...warum auch nicht ? Nur anmelden muss sie es ....gehalt wird dann angerechnet .

Praktias sind in der Regel ohne ``gehalt´´,wenn sie aber was bekommt dann sicherlich nicht vom Amt^^ausser anfallende Fahrtkosten. Pratikas müssen auch beim Amt angemeldet werden aus Versicherungstechnichen gründen

Ich hofe mal es geht euch nicht darum irgendwelche Leistungen zu erschleichen... obwohl sich "Hartz IV - Praktikant" sehr danach anhört!

Wenn du sie nicht als Vollzeitkraft einstellen kannst, was m. E. die beste Lösung wäre um sie aus dem Hartz IV Teufelskreis heraus zu holen, dann könntest sie als Aushilfe (Minijob) bei dir einstellen.

Sie darf bis 100 € monatlich anrechnungsfrei zu ihrem Leistungsbezug dazuverdienen. Alles was im Minijobbereich über 100 € geht (= 101-400 €) bleibt zu 20 % anrechnungsfrei.

Heißt konkret: Bei einem 400-Euro-Job darf man - zusätzlich zum Hatz-IV - 160 Euro behalten!

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HOffentlich geht es euch nichT darum Leistungen zu erschleichen! Die GmbH ist eine Kapitalgesellschaft - und somit eine eigene juristische Person! Du darfst Sie nicht für Dich arbeiten lassen, ohne es anzumelden! Praktikum läuft sowieso nicht bei Hartz-IV! Du könntest sie als 400-Euro-Kraft einstellen, sie könnte dann "Hartzerin" bleiben - und von den 400 Euro dürfte sie 160 Euro behalten! Viel Spaß! PS: Ich halte es aber schon für bedenklich, dass´Du als Unternehmer den Unterschied zw. Personen - und Kapitalgesellschaft nicht kennst!

Ja sicher gibt es unter Hartz4, auch möglichkeiten, ein Praktikum zu machen.

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Da ich aber eine UG (GmbH) bin also Personengesellschaft kann ich mir nicht vorstellen wenn ich sie als Praktikanten einstelle das sie kein Geld der ARGE bekommt, oder ?

Praktikum wird das Jobcenter nur in Ausnahmefällen und unter der den Bedingungen, die auch für Fremde gelten, akzeptieren; das heißt, deine Schwester wird weder einen Vort- noch einen Nachteil wegen ihrer Verwandschaft haben. Du kannst also deine Schwester wie jeden fremden Praktikanten ausbeuten.

Ihr werdet allerdings begründen müssen, warum das Praktikum notwendig ist oder inwieweit es ihre Vermittelbarkeit steigert.

Sie ist verpflichtet, alles Zumutbare zu tun, um ihre Hilfebedürftigkeit zu verringern oder zu beenden. Arbeitet sie für regulären Lohn bei dir (oder bei wem auch immer), verringert ihr anrechenbares Einkommen (= Lohn minus Frei-/Absetzbeträge) ihre Hilfebedürftigkeit. Wäre also ganz im Interesse und Sinne des Jobcenters. Wenn ihr anrechenbares Einkommen (zusammen mit Wohngeld) ihren Bedarf nicht deckt, hat sie (statt Wohngeld) Anspruch auf entsprechende aufstockende ALG2-Leistungen bis zur Bedarfsdeckung. Als Arbeitgeber kannst du dich (VOR ihrer Anstellung !) beim Jobcenter wegen eines Eingliederungs-/Lohnkostenzuschusses erkundigen und ihn ggf. beantragen. - Wegen Praktikum: siehe VirtualSelfs Beitrag.. und http://hartz.info/index.php?topic=10282.0

Wenn sie bei dir nur als Praktikantin läuft, und du es bei dem Jobcenter auch so Anmeldest, bekommt von denen auch weiterhin ihr Geld.

hallo

ja ! darf sie , entweder auf 150 € basis , oder 400€ basis , allerdings gibt es drastische abzüge seitens des amtesw , am besten 150€ basis , 100 freibehalt und von den 50 auch noch prozente

gruss mike

Warum zahlst du deiner Schwester denn kein Gehalt?

"PRAKTIKANTEN"

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das liegt doch auf der hand. er will ihr sicher ein gehalt zahlen, aber sie möchte natürlich auch hartz IV gleichzeitig kassieren...

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@leseratte0903

nein das ist vollig falsch, sie hat sich nicht an die abmachungen gehalten und bekommt nun kein geld mehr, erst wenn sie jetzt wieder was macht bzw. arbeitet dann bekommt sie weiterhin ihr geld.

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@IHINN94

Wenn sie arbeitet,dann brauch sie kein Geld vom Amt mehr....

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@paula2005

Wenn sie arbeitet,dann brauch sie kein Geld vom Amt mehr....

Sagt wer ? 1/3 der ALG2-Bezieher sind Berufstätige, oft in Vollzeit arbeitend. Einen Job zu haben, bedeutet heutzutage noch lange nicht, dass man dafür auch bedarfsdeckenden Lohn bekommt und keine Hilfeleistungen (mehr) benötigt ;)

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