Darf meine Psychologin meinen Eltern von der Essstörung erzählen?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ohne deine Zustimmung darf sie es nicht.

Allerdings solltest du dir mal überlegen, warum sie es gerne tun würde. Vermutlich ist sie überzeugt, dass du es alleine/ nur mit ihrer Hilfe nicht schaffen wirst.

Wenn sie glaubt, dass du eine Gefahr für dich selbst bist, kann sie versuchen, dich auch gegen deinen Willen einweisen zu lassen. Das kann soweit gehen, dass du einen Betreuer zugeteilt bekommst, der dann alle weiteren Entscheidungen für dich trifft. Einen völlig Fremden, für den du Fall Nummer 27 bist, "die Magersüchtige, die Angst vor Mami und Papi hat".

Zumindest offiziell müssen deine Eltern davon natürlich auch nichts erfahren...

Rede mit ihr, und besprich mögliche Alternativen. Selbsthilfegruppe, freiwilliger Klinikaufenthalt, Ernährungsberatung, "Gewichtsplan" usw. Und denke auch darüber nach, deine Eltern doch mit ins Boot zu holen.

Deine Probleme vor ihnen zu verstecken kostet nur zusätzlich Kraft...

Eigentlich sollten das deine Eltern bzw. deine Umgebung doch mitbekommen. Wenn du, sagen wir, 1,60m groß bist, dann hast du bei dem BMI gerade 41,5 kg oder bei 1,70m hättest du ca. 47 kg. Da brauche ich kein Experte sein um zu sehen, dass da etwas nicht stimmt.

Zu deiner Frage. Nein auch eine Psychologin hat eine Schweigepflicht zumal du auch bereits 18 bist.

Nein, das darf sie nicht.

da du aber offenbar noch emotional von deinen Eltern abhängig bist, bzw. diese auf dich Einfluss nehmen, ist es sinnvoll, dass sie in das Krankheitsgeschehen von dir Einblick bekommen.

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