Darf meine Mutter mich zwingen, mit zu religiösen Veranstaltungen zu gehen?

Das Ergebnis basiert auf 31 Abstimmungen

Darf sie nicht 61%
Darf sie 19%
Keine Meinung 6%
Kommt drauf an 6%
Nur bei Religion darf sie es nicht 6%
Ist meine Entscheidung 0%
Ein Familienmitglied muß dann auch bleiben 0%

20 Antworten

Nur bei Religion darf sie es nicht

Hm, spannende Frage: Letztlich sitzt sie kurzfristig am längeren Hebel.

Sie kann Dich nicht zu einem bestimmten Bekenntnis zwingen. Sie kann Dich also beispielsweise nicht zwingen, evanglisch, katholisch oder muslimisch zu werden.

Aber bis Du 18 bist, hat sie m.E. das Aufenthaltsbestimmungsrecht und kann von Dir im Rahmen z.B. des Jugendschutzrechts verlangen, dass Du bestimmte Veranstaltungen oder Orte besuchst.

Deine Mutter würde ich fragen, ob sie sich sicher ist, sich, Dir oder ihrer Religion einen Gefallen zu tun, wenn Sie Deine Abneigung durch ihren Zwang verstärkt. (Auch der längste Hebel kommt irgendwann an seine Grenzen und provoziert unnötigen Widerspruch und Abneigung.)

Und Dich würde ich fragen, was es Dir schaden kann, wenn Du es Dir mal anschaust.

Wobei ich generell auch wieder warnen würde: Wenn man merkt, dass diese Religion einen manipuliert und geistig und geistlich unfrei macht, sollte man all seine Kritikfähigkeit dagegen halten. Ebenso, wenn eine Religion den Hass predigt oder Menschen eines anderen Glaubens diffamiert.

Zitat:

Deutschland

In Deutschland ist die Religionsmündigkeit im Gesetz über die religiöse Kindererziehung vom 15. Juli 1921 geregelt. Ab Vollendung des 10. Lebensjahres ist das Kind zu hören, wenn es in einem anderen Bekenntnis als bisher erzogen werden soll. Ab Vollendung des zwölften Lebensjahres darf ein Kind nicht mehr gegen seinen Willen in einem anderen Bekenntnis als bisher erzogen werden. Ab Vollendung des 14. Lebensjahres besteht in Deutschland eine uneingeschränkte Religionsmündigkeit.

Die Religionsmündigkeit beinhaltet sowohl das Recht, aus der bisherigen Gemeinschaft oder Konfession auszutreten, als auch das Recht, zu konvertieren. Mit Eintritt der Religionsmündigkeit kann der Jugendliche eigenverantwortlich entscheiden, ob er am Religionsunterricht teilnehmen möchte oder nicht. In Bayern und im Saarland wird jedoch bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres die Zustimmung der Eltern zur Nichtteilnahme am Religionsunterricht verlangt

Darf sie nicht

Sie darf nicht......

.... aber bevor Du Dich jetzt schon freust - sie kann es tun!

Sie kann es bestimmen und entweder du machst was man Dir sagt oder es gibt kein Taschengeld und Hausrrest bist Du freiwillig mitgehst in Zukunft.

Und egal mit welchem Gesetz jetzt jemand kommt, niemand macht da was dagegen.

Au ja, das Jugendamt.... sagen jetzt sicher einige hier.... alles Quark. Meinst man ehrlich, das Jugendamt kommt bei Hausarrest und Taschengeldentzug? Bei Liebesentzug, bei Gleichgültigkeit, bei Ausschluss von Familienfesten?

Dann kommt das Jugendamt, wenne in Familienfest ansteht und Du nicht mit darfst, die kommen dann mit Blaulicht und sagen: "... nein, der darf aber mit....."?

Von was trumt man nachts, wenn man tags schon so träumt?

Niemand kommt Dir zu Hilfe, da musst Du total alleine durch.

Das liegt daran, man hat theoretisch zwar Recht, es mag ja alles irgendwo stehen - aber praktisch halt nur, wenn man es auch durchsetzen kann.

Ich habe das leidvoll selbst erfahren müssen und ja, es kann hart werden.

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