Darf meine Mutter den kompletten Unterhalt von mir verlangen?

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8 Antworten

Du hättest einen Unterhaltsanspruch an deine Eltern, wenn Du noch zur Schule gehen würdest oder dich in der ersten Ausbildung befinden würdest ... oder in einer "Karenzzeit" zwischen Schulabschluss und Beginn der Ausbildung von ca. vier Monaten....

Trifft davon nichts zu, so giltst Du als "erwerbsfähig" und bist somit für deinen eigenen Lebensunterhalt selbst verantwortlich.

Der Vater bräuchte ggf. überhaupt keinen Unterhalt mehr zu leisten....

Solange Du deinerseits keinen Unterhaltsanspruch bei den Eltern nachweisen kannst, müsste auch keiner Unterhalt an dich leisten - auch deine Mutter muss dir unentgeltlich kein Dach über dem Kopf mehr gewähren... wenn sie es dennoch tut, dann hat sie das Recht, dies zu ihren Bedingungen zu tun... Wie viel sie dafür von dir verlangt... ob Du das als gerecht empfindest oder nicht... spielt dabei keine Rolle.....

mhhh,... Während du in der Ausbildung bist, sind deine Eltern dazu verplichtet dir Unterhalt zu zahlen. Kurz, sie müssen dich entweder bei sich wohnen lassen, oder dir eine Wohnung bezahlen. Jetzt weis ich nicht, ob der Unterhalt von deinem Vater deiner Mutter noch Gesetrzlich zusteht, da du über 18 bist. Wenn der Unterhalt der Gesetzliche Teil ist, dann bekommt den eigentlich deine Mutter dafür, dass sie dich bei sich wohnen lässt und dich durchfüttert. (Essen musst du nicht selber zahlen). Wenn aber dein Vater freiwillig dir das Geld gibt, dann kann deine Mutter davon eigentlich nichts verlangen, oder? Sie ist sowieso verpflichtet dir bis zum ende deiner Ausbildung Unterkunft zu gewähren. Auserdem bekommt sie ja noch Kindergeld, solange du in der Ausbildung bist.

Da Du zur Zeit gar nichts machst, bekommt Deine Mutter auch kein staatliches Kindergeld mehr und eigentlich muss Dein Vater erst wieder Unterhalt zahlen, wenn Du in der Ausbildung bist. Rein rechtlich bist Du jetzt Harz4-Empfänger. Da sei doch froh, dass Papa weiter zahlt und Muttern steht der Unterhalt zu, weil Du ja offensichtlich nicht damit leben kannst. Du hast zwei Möglichkeiten: Ausbildungsplatz suchen und zwischenzeitlich ein Praktikum oder FSJ machen. Dann bekommst auch wieder Kindergeld und bei Ausbildung kannst auch Barfög beantragen. Schimpfen auf Muttern kannst Du ja schon gut. Leider kennen wir nur Deine Sicht der Dinge, sie sieht manches vielleicht etwas anders? Sei froh, dass Du mit 19 noch bei ihr leben kannst! Und wenn es Dir so unangenehm ist, dass sie Deinen PC , Handy ect. finanziert, dann musst Du wirklich aufs Amt gehen und sagen, dass Du lieber von Harz4 leben willst, als in einer Familie! Bitte geh mal in Dich und vielleicht merkst Du selbst, Du bist s c h o n Neunzehn!!, also werde erwachsen! Ist nicht bös gemeint, aber manchmal muss man sich selbst mal anschubsen, damit sich was bewegt.

Hallo,

ich würde von deiner Mutter mal eine Aufstellung verlangen, wieviel sie im Monat für dich ausgibt. Deine Mutter bezahlt nicht nur das Essen(warum auch immer du das nicht isst), sondern auch die Wohnung, inklusive deiner Wohnfläche, Strom, Wasser, Internet und Telefon, womöglich noch zusätzliche Versicherungen für dich, Kleidung und sonstige Anschaffung und Reperaturen. Noch dazu erwirtschaftest du aktuell nichts für den gemeinsamen Haushalt.

Je nachdem was dein Bruder macht, ist es verständlicher, dass er mal mehr und mal weniger abdrücken muss. Wenn dein Bruder noch zur Schule geht, kann er noch nicht arbeiten, sondern muss in der Schule sein und danach lernen. Dann sollte auch noch etwas Taschengeld für ihn drin sein. Wenn er hingegen auch nichts macht, kann ich die Entscheidung deiner Mutter, ihm mehr Geld zuzugestehen, nicht verstehen.

Halt halt, Mein Bruder ist in der Ausbildung bzw jetzt sogar ausgelernt und muss nur 150 abdrücken. Und Essen ist hier ja nichts deswegen kaufe ich es ja selber. Nichtmal trinken ist aktuell da dann kommt immer sowas wie "Man kann ja auch Leitungswasser trinken" Noch dazu muss ich andauernd den Dreck von meiner Mutter und meinem Bruder wegräumen, weil die hier zu Hause keinen Handschlag machen. Und zurzeit habe ich wie gesagt keinen Nebenjob mehr und für Kleidung würde meine Mutter trotz Unterhalt niemals aufkommen. Und Versicherungen zahlt sie keine für mich. Ich suche im Moment einen neuen Nebenjob, aber selbst als ich den Nebenjob hatte, und ich noch in der Schule war hat sie manchmal sogar gesagt sie verlange jetzt auch noch Geld von meinem Nebenjob obwohl sie den Unterhalt und das Kindergeld ja schon hatte

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@GuangDong

Okay, tut mir Leid, dann hatte ich deinen ersten Text nicht richtig verstanden. Hat denn dein Bruder etwas von seinem Ausbildungsgehalt abgeben? Wie ist es jetzt nachdem er ausgelernt hat? Geht er arbeiten? Gibt er von seinem (jetzt höherem) Gehalt etwas ab? Bist du jetzt als ausbildungssuchen gemeldet, um weiterhin Kindergeld zu bekommen?

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@Ichvonsoundso

Ja er hat 150 euro abgegeben und ja kindergeld bekommt sie auch noch und ich habe vermutlich auch bald wieder einen nebenjob und einen ausbildungsplatz und dann bekommt sie auch den unterhalt komplett wieder aber nur, wenn dann wenigstens das nötigste auch zu hause ist wie trinken

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@GuangDong

Das Argument mit dem Leitungswasser kann ich verstehen, Essen sollte aber in jedem Fall zu Hause sein. Wo essen denn deine Mutter und dein Bruder sonst?

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Nein, das ist nicht gerecht, dass sie von deinem Bruder weniger haben will, als von dir. Allerdings ist immer die Frage, wer wie viel bekommt und was ihr vom Rest selbst bezahlen müsst.

Zu eurem Leben sollte jeder nach seinen Möglichkeiten beitragen. Das ist meine Meinung.

Hat Deine Mutter was gegen Dich? Sie ist dazu verpflichtet Dich als Kind weiterhin finanziell zu unterstützen und zwar innerhalb Deiner "normalen" Ausbildungszeiten (auch wenn Du die gerade nicht hast).., bis Du 27 Jahre alt bist. Gegenüber dem Bruder ist das auch besonders ungerecht. Also entweder: beide den gleichen Betrag oder beide nichts. Da Du auch noch alles Mögliche im Haushalt machst, finde ich das besonders unangebracht und ungerecht. Ist Dein Verhältnis zum Vater gut? Sorry, aber ich finde sowas echt ungerecht...

(...) bis Du 27 Jahre alt bist.

Ich frage mich schon lange, woher diese Altersgrenze kommt? Hast du dafür irgendeine gesetzliche Grundlage?

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Sie ist dazu verpflichtet Dich als Kind weiterhin finanziell zu unterstützen

Nein, ist sie nicht. Fragesteller befindet sich nicht in Erstausbildung und hat daher keinen Anspruch auf familienrechtlichen Unterhalt. Ein Unterhaltsanspruch besteht nur während der Ausbildung, sonst nicht.
Altersgrenzen gibt es hierfür nicht, schon gar nicht die von 27 Jahren!

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@Eifelmensch
Ein Unterhaltsanspruch besteht nur während der Ausbildung, sonst nicht.

Und woher nimmst du das? Gemessen an BGH, Urt. v. 29.06.2011, Az. XII ZR 127/09, wo die Klägerin zunächst eine Ausbildung begann und danach studierte, und dieser ebenfalls ein Unterhaltsanspruch zustand, macht deine Aussage wenig Sinn.

Zudem: Ein Unterhaltsanspruch besteht immer dann, wenn Verwandtschaft vorliegt, und sowohl Leistungsbedürftigkeit und Leistungsbereitschaft. Abgewichen werden kann hiervon nur, wenn das Kind seine Obliegenheitspflicht sich selbst zu unterhalten verletzt. Ob das hier der Fall ist, weiß ich nicht. M.W. kann man das mit den hier gegebenen Infos nicht eindeutig sagen.

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@Grinzz

Du hast meine Aussage wohl nicht richtig verstanden!
Ich habe geschrieben, dass der Unterhaltsanspruch nach § 1610 II BGB nur während der Ausbildung besteht, nicht das er entfallen ist.
Sobald Fragesteller eine Ausbildung aufnimmt, lebt der Anspruch auf Ausbildungsunterhalt selbstverständlich wieder auf und zwar in der Regel solange, bis die Erstausbildung abgeschlossen ist.

Ein volljähriges Kind hat jedenfalls nur dann einen Anspruch auf Unterhalt wenn es sich in Ausbildung befindet.
Arbeitslosigkeit bzw. Ausbildungsplatzsuche etc. begründet gerade eben keinen Anspruch auf familienrechtlichen Unterhalt.
Das volljährige Kind ist verpflichtet selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen!

Daher trifft hier meine Aussage: Momentan besteht kein Anspruch auf Unterhalt voll zu!
Eine Ausnahme wäre eine schwerwiegende Erkrankung oder Behinderung. Davon steht in der Frage aber nichts.

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@Eifelmensch
Das volljährige Kind ist verpflichtet selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen!

Grundsätzlich ja! Aber grade für die Zeit zwischen Abitur und Ausbildungsbeginn gibt es eben keine einheitliche Rechtsmeinung.

Und nur weil in der Frage nichts von Erkrankungen oder Behinderungen steht, kannst du (zumindest auf einer Plattform wie dieser) nicht ausschließen, dass es sie nicht gibt ;-)

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@Grinzz

Aber grade für die Zeit zwischen Abitur und Ausbildungsbeginn gibt es eben keine einheitliche Rechtsmeinung.

Doch, die gibt es.
Voraussetzung für einen Unterhaltsanspruch während einer Überbrückungszeit zwischen 2 Ausbildungsabschnitten ist, das der Beginn des nächsten Ausbildungsabschnittes feststeht. In diesem Fall besteht auch ein Unterhaltsanspruch für einen Zeitraum von 3 bis max. 4 Monate. Es gibt auch eine einmalige Entscheidung eines OLG, das auf 6 Monaten entschieden hat. Ist, wie geschrieben, jedoch ein Ausrutscher nach oben. Daher ist grundsätzlich von 3-höchstens 4 Monaten auszugehen.
Fragesteller schreib aber: "Jetzt suche ich eine neue Ausbildung"
Somit keine Überbrückungszeit und damit kein Anspruch auf Unterhalt!

Und nur weil in der Frage nichts von Erkrankungen oder Behinderungen steht, kannst du (zumindest auf einer Plattform wie dieser) nicht ausschließen, dass es sie nicht gibt ;-)

Eine sinnvolle Antwort kann immer nur mit den bekannten Fakten gegeben werden. Würde man das anders handhaben, gäbe es immer das Argument: "aber dies oder jenes könnte eventuell vielleicht möglicherweise Vorliegen".
Das brächte aber keinen hier weiter.
Wenn mit keinem Wort eine Krankheit oder Behinderung erwähnt wird, kann man davon ausgehen, dass sie nicht vorliegt. Selbst wenn eine solche vorläge, hätte das keinen Einfluss auf die Beantwortung der Frage. Denn diese sollte doch im Rahmen der Fragestellung stattfinden und nicht auf nicht zielführenden Spekulationen beruhen.
Gruß

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@Eifelmensch
Doch, die gibt es.

Wie oben: Ich habe es anders im Kopf. Aber ich bin gerne bereit mich korrigieren zu lassen. Ich werde mich mal schlau machen...

Denn diese sollte doch im Rahmen der Fragestellung stattfinden und nicht auf nicht zielführenden Spekulationen beruhen.

Ich gebe dir natürlich Recht, dass eine vollständige Beantwortung (grade in einem Rahmen wie hier) wohl niemals stattfinden kann. Ich halte es nur immer für unprofessionell, wenn man eine Antwort gibt auf die andere ggfs. "vertrauen" und diese dann im Ergebnis falsch ist, weil gewisse Punkte außer Acht gelassen wurden. Mit meinem Einwand diesbezüglich wollte ich nur ausdrücken, dass es mit allergrößter Wahrscheinlichkeit so ist, wie du schriebst. Aber dass es eben auch noch Abweichungen geben könnte ;-)

Auf mehr wollte ich gar nicht hinaus.

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@Grinzz

Ok, das führt uns hier auch nicht weiter. Im Grunde sind wir uns ja einig!

Den Fragesteller scheint es jedenfalls nicht mehr zu interessieren, sonst hätte er sich zumindest mal melden können.
Gruß

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Dein Vater müsste dir gar keinen Unterhalt zahlen, da du momentan keinen Anspruch darauf hast.

Deine Mutter muss dich nicht umsonst beköstigen, sondern kann von dir eine angemessen Beteiligung an allen Kosten verlangen. Wie hoch diese Beteiligung ist, unterliegt der freien Vereinbarung zwischen euch. Wenn du mit der getroffenen Regelung nicht einverstanden bist, musst du eben die Konsequenzen daraus ziehen und ggfls. ausziehen.

Dein Vater müsste dir gar keinen Unterhalt zahlen, da du momentan keinen Anspruch darauf hast.

Ach? Wie kommst du denn darauf? Hast du mehr Infos als alle anderen, dass du die §§ 1601 ff. BGB mal eben schnell durchprüfen konntest?

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@Grinzz

Die Aussage gilt selbstverständlich nur bei den hier bekannt gemachten Infos.
Sollte es irgend etwas geben, dass eventuell einen Unterrhaltsanspruch begründen könnte, so ist das bisher nicht genannt worden.

Prüfen muss man hier nur den § 1602 Abs. 1 BGB
Unterhaltsberechtigt ist nur, wer außerstande ist, sich selbst zu unterhalten.

Da sich das volljährige Kind derzeit nicht in einer Ausbildung befindet und nichts von Krankheiten oder Behinderungen bekannt ist, geht die Rechtsprechung einhellig davon aus, dass keine Bedürftigkeit vorliegt.
Wäre dem nämlich so, könnten sich volljährige Kinder endlos auf einem Unterhaltsanspruch gegenüber den Eltern ausruhen. Das widerspräche jedoch eindeutig dem zugrunde liegenden Gegenseitigkeitsprinzip.
Das würde dann im Gegenzug auch bedeuten, dass Eltern ihre Kinder auf Unterhalt in Anspruch nehmen könnten, sobald sie in Hartz IV abrutschen würden.

Der 1601 trifft nur eine grundsätzliche Aussage, die durch die folgenden §§ päzisiert und eingeschränkt wird.
Die Eltern schulden dem Kind eine angemessene Ausbildung (1610 Abs. 2), sie sind jedoch nicht verpflichtet das arbeitslose oder Ausbildungsplatzsuchende volljährige Kind zu unterhalten.

Solltest du hier dennoch einen Unterhaltsanspruch erkennen, dann präzisiere diesen doch mal mit der entsprechenden Rechtsgrundlage und der dazugehörigen Rechtsprechung.

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@Eifelmensch

Also ich stimme grundsätzlich mit dir überein. Allerdings ist für mich nicht klar, ob hier Bedürftigkeit besteht oder nicht. Natürlich sind Sozialleistungen anzurechen. Das setzt aber Voraus, dass Sozialleistungen bezogen werden (können).

Natürlich ist dann kein Unterhaltsanspruch gegeben, wenn ein Anspruch auf Sozialleistungen bestehen würde und dieser nicht wahrgenommen wird. Aber wir kennen die Umstände hier gar nicht genau. Wir wissen nur, dass Sozialleistungen offenbar nicht in Anspruch genommen wurden. Ob ein Anspruch darauf besteht oder nicht, ist nicht klar,

Ich bin auch völlig bei dir, wenn du sagst, dass ein volljähriges Kind (auch ohne Ausbildung) für sich selbst verantwortlich ist, ihm also eine Erwerbsobliegenheit obliegt. Jedoch gibt es oftmals Zwischenräume zwischen Schule und Ausbildung. Diese sind (anders als du es sagtest) nicht eindeutig durch die Rechtsprechung festgelegt. So sieht z.B. das OLG Hamm in der Zeit zwischen Abitur und Studienbeginn keine Erwerbsobliegenheit bei dem volljährigen Kind (11 UF 218/05).

Ich sage nicht, dass deine Einschätzung im Ergebnis falsch ist. Ich sage nur, dass ich sie mit diesen Infos hier nicht getroffen hätte... ;-)

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@Grinzz

Kannst du mir bitte erklären was die öffentliche-rechtlichen Sozialleistungen mit den zivilrechtlichen Unterhaltsansprüchen zu tun haben!

Entweder es besteht Anspruch auf Unterhalt oder nicht. Das hat erstmal gar nichts mit öffentlichen Leistungen zu tun. Diese könnten allenfalls Einfluss auf die Höhe des Unterhaltes haben, nicht aber auf die Feststellung ob ein Anspruch dem Grunde nach besteht oder nicht.

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@Eifelmensch
Kannst du mir bitte erklären was die öffentliche-rechtlichen Sozialleistungen mit den zivilrechtlichen Unterhaltsansprüchen zu tun haben!

Gerne: Sie beeinflussen die Höhe und können einen evtl. bestehenden Anspruch auf 0,00 EUR reduzieren. Aber das hast du ja auch schon geschrieben.

Entweder es besteht Anspruch auf Unterhalt oder nicht. Das hat erstmal gar nichts mit öffentlichen Leistungen zu tun.

Richtig. Aber ausgehend von meiner Meinung (ich gehe bisher davon aus, dass in der Zeit zwischen Schulabschluss und Ausbildungsbeginn keine Erwerbsobliegenheit besteht, sofern das Kind innerhalb einer angemessenen Zeit eine Ausbildung beginnt) liegt keine Erwerbsobliegenheit vor. Ein Anspruch auf Unterhalt würde also dem Grunde nach bestehen und sich ggfs. durch die Sozialleistungen auf Null reduzieren.

Wenn du dir aber so sicher bist, dass Erwerbsobliegenheit vorliegt, dann werde ich mich wohl mal auf den neusten Stand bringen müssen. Ich will nicht sagen, dass du falsch liegst, ich habe es nur anders im Kopf - irren kann ich mich freilich immer. Evtl. hast du noch Entscheidungen für mich, die mir das Suchen erleichtern?

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@Grinzz

BGH NJW 98, 1555
Rsk FamRZ 07, 1267 mN

Neuer bspw.: OLG Karlsruhe mit Beschluss v. 8.3.2012 (2 WF 174/11).

Unterhalt in einer Überbrückungszeit gefordert

In dem verhandelten Fall wollte ein volljähriger junger Mann von seinem vor Gericht Unterhalt erstreiten. Der Kläger hatte nach dem Schulabschluss ein freiwilliges soziales Jahr gemacht und während dieser Zeit auch Geld verdient. Erst 2 Monate nach dem Ende des Dienstes wollte er eine Ausbildung anfangen. In dieser kurzen Wartezeit sollte ihn sein Vater finanziell unterstützen.

Volljährige müssen selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen

Das OLG winkte jedoch ab. Der Kläger hätte sich sofort um die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit kümmern müssen, befanden die Richter. Volljährige Kinder, die sich nicht in einer Ausbildung befänden, hätten die Pflicht, jede Arbeitsmöglichkeit auszunutzen. Dazu zählten auch Arbeiten unter ihrer gewohnten Lebensstellung, wenn sie nur so ihren Lebensunterhalt eigenverantwortlich sicherstellen könnten.

Hier auch ganz gut erläutert:
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=4&ved=0CFAQFjAD&url=http%3A%2F%2Fwww.dijuf.de%2Ftl_files%2Fdownloads%2F2011%2FDIJuF-Themengutachten_Ausbildungsunterhalt_Obliegenheiten_Kind_v._20.09.11_Stand_2.12.11.pdf&ei=qzkfU5qcJ47HtAbum4GgDg&usg=AFQjCNGlC_ej5gea8qVTEAN8vJpzLbZGuA&sig2=a3QkpX0Ki2G06hWERr06xQ&bvm=bv.62788935,d.Yms

Nirgendwo kann ich etwas darüber finden, dass außerhalb einer Überbrückungszeit ein Unterhaltsanspruch besteht.
Wie gasagt, eine Überbrückungszeit setzt voraus, dass der Ausbildungsbeginn feststeht.

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wenn sie Essen, Trinken, Wohnung, Kleidung, Kosmetika, Medikamente, Versicherungen, etc.etc. alles bazahllt, dann ja.

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