Darf meine Krankenkasse die Gründe und die Kopie meiner Arbeitsplatzküngigung bei mir anfordern und mir Fragen zur Kündigung stellen?

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3 Antworten

Die Kündigung erfolgte fristgerecht durch den Arbeitgeber.

Nun ja - in Deutschland kann der AG ja nicht einfach fristgerecht ohne Angabe von Gründen kündigen. Üblicherweise muss also ein Grund angegeben werden und üblicherweise wird auch vom Mitarbeiter Kündigungsschutzklage eingereicht, wenn die Kündigung nicht gerechtfertigt ist / also der Arbeitnehmer sich nichts hat zuschulden kommen lassen.

Arbeitslosengeld 1 erhält man nur sofort, wenn man unverschuldet in die Arbeitslosigkeit gerät. Im Krankheitsfall erhält man Krankengeld von der Krankenkasse.

Sollte sich aber nun herausstellen, dass Du nicht unverschuldet arbeitslos wurdest (Kündigungsgrund), dann würdest Du eine 3-monatige Sperre für Leistungen erhalten. Somit würde auch die KK sich darauf versteifen, nicht zahlen zu müssen.

Die Krankenkasse will also zu Recht wissen, ob sie Krankengeld zahlen muss oder nicht. Dafür musst Du belegen, dass Du unverschuldet gekündigt wurdest (z. B. betriebsbedingt).

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Kommentar von Violetta1
03.05.2016, 15:35

Kübndigungsgrund und Arbeitsamt ist ja einleuchtend, aber den Zusammenhang mit KK hab ich noch nie gehört?

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Kommentar von ash3001
03.05.2016, 15:36

Ein Kleinbetrieb (3 MA) muss keinen Kündigungsgrund angeben. Hier kann ohne Angabe von Gründen fristgerecht gekündigt werden. Meinnes Wissens nach gibt es beim Krankengeldanspruch keine Sperrzeit, oder doch?

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läuft die AU nur ab dem letzten Tag, oder wurde die AU auch am letzten Tag ausgestellt?

bei Krankmeldungen die am letzten Tag erfolgen, werden Krankenkassen generell hellhörig. gerade wenn Versicherte eine Sperrzeit vom Amt bekommen, und diese Lücke (unberechtigter) Weise mit Krankengeld überbrücken wollen. Sperrzeiten bekommt man unter anderem auch dann, wenn man die Kündigung selbst verschuldet hat. und das ist aus der Kündigung durch den Arbeitgeber ersichtlich.

selbst wenn du die Unterlagen nicht einreichst, wird deine Arbeitsunfähigkeit erstrecht zur Prüfung zum Medizinischen Dienst abgegeben. dieser prüft, ob du tatsächlich arbeitsunfähig bist - undzwar vollumfänglich arbeitsunfähig. die Prüfung erfolgt idR schnell und sehr kurzfristig.

wenn du nichts zu verbergen hast, und alles seine Berechtigung hat, dann dürfte es ja kein Problem sein, die Unterlagen einzureichen.

Kassen sind dazu angewiesen die Zugangsberechtigung zum Krankengeld zu prüfen. denn Leistungserschleichung ist kein Kavaliersdelikt.

im einfachsten Falle kann diese Anforderung aber auch dran liegen, dass der Arbeitgeber die Beschäftigung noch nicht abgemeldet hat. und damit Krankengeld gezahlt werden kann, muss erstmal der Nachweis des Beschäftigungsendes vorliegen.

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Ja, das darf die Krankenkasse. Sie muss ja nachvollziehen können, warum du jetzt weniger Beitrag zahlst.

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