Darf meine KK mich SO behandeln?

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Jein. Eigentlich ist die Barmer wieder zur Übernahme der vollen Leistungen verpflichtet, wenn es eine gültige Ratenzahlungsvereinbarung für die Altschulden gibt. Andernfalls sind die allerdings tatsächlich nach § 16 Abs. 3a SGB V von der Leistungspflicht befreit: http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbv/16.html

WENN wieder Leistungen zu zahlen sind, dann ist es allerdings egal, wann Du krank geworden bist. Dann müssen die alles bezahlen.

Die Beitragsschuld muss getilgt sein, dann bekommst du auch wieder eine Karte und alle Leistungen. Bis dahin nur die Notfallbehandlung. Ist der Bandscheibenvorfall behandlungsbedüfrtig und muss operiert werden, zahlt die KK. Bekommst du Krankengeld, kann der pfändbare Teil einbehalten werden. Hast du den für die Rückstände, seit du wieder arbeitest, keine Ratenzahlung vereinbart? Wenn bisher nicht geschehen, solltest du das mal in angriff nehmen, denn diese Schulden verfolgen dich- und wenn du nicht zahlst, läuft es irgendwann auf Lohnpfändung hinaus. Ein Kassenwechsel hilft dir da auch nicht so viel, den die Behörden werden deine neue KK immer ermitteln können und dann die Verrechnungsforderungen dort anmelden. Ebenso Arbeitgeber... kümmere dich, aber sonst gute Besserung.

Erst einmal mus du dir natürlich sagen lassem, dass du das selbst verschuldet hast. Du kannst ja von Glück sagen, dass du durch das Pflichtversicherungsgesetz überhaupt abgesichert bist. Das bedeutet natürlich auch, dass man verpflichtet ist, die Beiträge zu entrichten. Aber wenn der Versicherungsschutz nicht abgelehnt wurde, muss die KK zahlen. Ob sie dann das Krankengeld auf den Pfändungsfreibetrag kürzt, wäre die nächste Frage. Sie sitzt schließlich am längeren Hebel.

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