Darf meine Exfrau erzählen das ich HIV Positiv bin?

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11 Antworten

Unglaublich dass hier alle so einen mist erzählen! Dass Du HIV-Positiv bist hat nichts damit zu tun, ob Du Umgang mit Deinen Kindern haben kannst oder nicht. Deine Kinder sind auch nicht unmittelbar gefährdet. Von daher kann die einzige Intention deiner Exfrau sein, wenn sie sowas weitererzählt, Dir, bzw. deinem Ansehen zu schaden. Somit ist das klar übele Nachrede. Geh sofort zu einem Anwalt und lass es ihr über ihn verbieten. Sollte sie es trotzdem wieder tun, kann man per Gericht eine einstweilige Verfügung beantragen, die sie unter Androhung von Geld- und Freiheitsstrafe dazu bewegen sollte, diese Information vertraulich zu behandeln. Wende Dich an die örtliche AIDS-Hilfe. Die können Dir spezialisierte Juristen nennen, die Dir weiterhelfen.

Fakt ist aber dass niemand aufgrund von Krankheit oder Behinderung benachteiligt werden darf. Also das Jugendamt darf den Umgang mit den Kindern nicht untersagen, es seiden es besteht der begründete Verdacht, dass du eine Gefahr für die Kinder bist. Z. B. weil du mal irgendwann geäußert hast den Kindern etwas anzutun, wenn du sie nicht sehen darfst.

Du solltest dich auf jeden Fall rechtlich beraten lassen. Zu dem Punkt ob deine Frau es weiter sagen durfte kann ich nur sagen leider ja, da es ja keine Lüge ist, moralisch ist es eine andere Sache damit muss deine Frau fertig werden.

Ich befürchte, dass es dagegen keine rechtliche Handhabe gibt. Aber selbst, wenn es sie gäbe. Jetzt nützt es dir nicht mehr viel, weil es schon in Umlauf ist.

Sie hätte es sicherlich nicht sagen dürfen, wenn sie aus beruflichen Gründen zur Verschwiegenheit verpflichtet gewesen wäre. Aber das ist in einer Ehe ja nicht der Fall - zumindest ist es nicht rechtlich greifbar.

Ich kann mir nur vorstellen, zu prüfen, in wieweit das deinen Ruf, deine Reputation schädigt. Und ob man da strafrechtlich was gegen machen kann. Sicherlich wäre es auch denkbar, zivilrechtlich dagegen vorzugehen, d.h. eine einstweilige Verfügung zu erwirken, dass sie dieses - unter Androhung eines Bussgeldes - nicht mehr weitererzählen darf.

Dann könnte man später dieses noch strafrechtlich verfolgen.

Zu überlegen wäre auch, eine Schadensersatzklage resp. Schmerzensgeld einzuklagen. Dies ist aber eine ganz schwierige Sache, weil es sehr schwierig ist, den möglichen entstanden Schaden a) zu beziffern und b) auch zu beweisen.

Die einzige Möglichkeit, um dich für die Zukunft zu schützen, sehe ich nur in einer einstweiligen Verfügung, in der ihr untersagt wird, persönliche Dinge, die ihr in der Ehe und als Ex-Ehefrau von dir bekannt wurden, zu veröffentlichen und weiterzusagen.

Dafür brauchst du aber einen fachkundigen Rechtsanwalt.

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