Darf meine Chefin meinen Resturlaub mit Weihnachtsgeld verrechnen?

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5 Antworten

Eine Rückzahlung von Weihnachtsgeld bei vorzeitiger Kündigung ist nicht unüblich. Geregelt wird das meist durch Arbeitsvertrag / Tarifvertrag oder sonstige Vertragsbestimmungen.

Unterschieden wird grob in zwei Punkte:

Bei Weihnachtsgeld über 100 Euro, aber insgesamt weniger als einem
Monatsgehalt darf der Stichtag für Rückzahlungsverpflichtungen bis maximal zum 31. März des Folgejahres liegen.

Bei Weihnachtsgeld von einem oder mehr Monatsgehältern darf der Stichtag auf den 30. Juni des Folgejahres gelegt werden.

Wann du gekündigt hast ist dabei egal, wichtig ist ob du zu diesem zeitpunkt noch im Unternehmen bist.

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Kommentar von Rambomaus
28.02.2017, 14:59

Ok, also in meinem Vertrag steht nichts darüber! Ich habe mehr wie 100€ bekommen jedoch nicht mehr wie mein Monatsgehalt! Ich bin bis Ende Mai im Betrieb also überschreite ich den märz!
Somit ist es unwahrscheinlich dass sie meinen Urlaub dadurch kürzen kann?

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Kommentar von Rambomaus
28.02.2017, 15:37

Ja genau ich bin nach dem Stichtag noch im Unternehmen!

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Kommentar von Rambomaus
28.02.2017, 15:47

Ich habe einen Manteltarifvertrag der Dehoga! Hotel und Gaststätten verband baden württemberg!
Ich habe nur einen veralteten gefunden von 2001 weil die nur einsichtig für Mitglieder sprich Arbeitgeber der Dehoga sind!
Das ist echt nervig!

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Kommentar von Rambomaus
01.03.2017, 16:36

Du bist der Hammer!! Danke :D

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Das Weihnachtsgeld hängt mit dem zusammen als was es deklariert worden ist. Daher Vertrag durchlesen und den Link. Im schlimmsten Fall wird es verrechnet, da Du unter Umständen das Weihnachtsgeld hättest Du dann zurück zahlen müssen.

http://www.finanztip.de/arbeitsvertrag/weihnachtsgeld/

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Auf jeden Fall meinte sie dann, dass wenn ich vor märz kündige, ich keinen vollen Anspruch auf das Weihnachtsgeld hätte

Wann du kündigst, ist irrelevant. Es kommt darauf an, wann die Kündigung wirksam wird.

Wichtig ist erst einmal, ob es sich bei dem Weihnachtsgeld um ein 13. Monatsgehalt oder um eine Gratifikation handelt. Ein 13. Monatsgehalt ist in keinem Fall zurückzuzahlen, da es sich hierbei um Entgelt handelt, das für die im laufenden Jahr geleistete Arbeit gezahlt wird. Eine Gratifikation wird dagegen meist für die vergangene und die zukünftige Betriebstreue geleistet. Eine Rückzahlungsverpflichtung müsste dafür entweder in deinem Arbeitsvertrag oder ggf. in dem anzuwendenden Tarifvertrag geregelt sein.

Bei der Gratifikation kommt es noch darauf an, in welcher Höhe sie gezahlt wird. Bei einem oder mehr Monatsgehältern kann bis zum 30. Juni eine anteilige Rückzahlungsverpflichtung zulässig sein. Bei über 100 €, aber weniger als einem Monatsgehalt bis zum 31. März.

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Kommentar von Rambomaus
28.02.2017, 15:17

Ein 13 Monatsgehalt ist es nicht!
Ich habe mehr wie 100€ aber nicht mehr wie mein monatliches Gehalt bekommen!
Ich habe heute gekündigt jedoch werde ich noch bis Ende Mai im Betrieb sein!
Also kann ich meinen Resturlaub behalten und muss nichts zurück zahlen?

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Kommentar von Rambomaus
28.02.2017, 15:18

Sie ist wirksam ab 1.03 und endet mit der 3 Monatige Kündigungsfrist im Mai.

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Kommentar von Rambomaus
28.02.2017, 15:40

Ja dann der 31.05 :) vielen lieben Dank

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"Im Arbeitsvertrag kann eine Vereinbarung getroffen werden, nach der ein Arbeitnehmer zur Rückzahlung des Weihnachtsgeldes verpflichtet ist, wenn er innerhalb eines bestimmten Zeitraums nach der Zahlung des Weihnachtsgeldes aus dem Betrieb ausscheidet"

Also, einfach mal den Arbeitsvertrag lesen und nachschauen, was da unter "Weihnachtsgeld" steht.

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Das ist leider, bei über 100€ Weihnachtsgeld rechtens, wenn der Vertrag im ersten Halbjahr des folgejahres endet. Wieviel "alte" (2016) Urlaubstage hast Du ins Jahr 2017 genommen?

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Kommentar von Wolfgang57234
02.03.2017, 10:00

Das ist leider, bei über 100€ Weihnachtsgeld rechtens, wenn der Vertrag im ersten Halbjahr des folgejahres endet. 

Das ist falsch! Der Vertrag endet nach dem 31.03. und hat weniger als ein Monatsgehalt erhalten. Dann darf nichts abgezogen werden.

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Kommentar von DarthMario72
02.03.2017, 10:33

Das ist leider, bei über 100€ Weihnachtsgeld rechtens, wenn der Vertrag im ersten Halbjahr des folgejahres endet.

Entschuldige, aber so pauschal ist diese Aussage falsch! Wird mehr als 100 €, aber weniger als ein volles Monatsgehalt gezahlt, ist bis zum 31. März eine anteilige Rückforderungsklausel zulässig. Laut den Kommentaren des Fragestellers liegt die Zahlung in diesem Rahmen.

Erst bei einem Monatsgehalt oder mehr ist bis zum 30. Juni eine anteilige Rückzahlungsverpflichtung zulässig.

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