Darf mein WG-Mitbewohner nach Abschluss des Mietvertrags den Mietbetrag anfechten?

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3 Antworten

Hallo ichbinsoundso,

grundsätzlich kann ein Mitbewohner, mit dem du keinen Mietvertrag geschlossen hast, auch keinen "Mietrückstand" von dir fordern.

Für dich ist daher relevant, mit wem du den Mietvertrag geschlossen hast, das wollte "anitari" wissen, aber deine Antworten sind leider nicht so wirklich aussagekräftig, um die Mietsituation exakt beurteilen zu können.
Aslo entweder hast du mit dem in der WG-wohnenden Hauptmieter einen Untermietvertrag geschlossen, oder aber jeder von Euch ist gleichberechtigter Mieter und in diesem Fall hast du den Mietvertrag mit dem Eigentümer (vertreten durch HV und Anwalt) geschlossen. Dasselbe gilt für den anderen evtl. Untermieter.
In beiden Fällen aber ist der Mitbewohner, der der Meinung ist, dass er von dir Geld einfordern kann, im Unrecht, denn da du keinen Mietvertrag mit ihm geschlossen hast, kann er auch keine Miete von dir fordern.

ABER: ich vermute nach deiner Schilderung [Rückzahlung vor nicht allzu langer Zeit..] eher, dass es hier nicht um die Miete an sich, sondern um die Verteilung der Nebenkosten geht, das sieht dann schon wieder ganz anders aus, und um das beurteilen zu können, fehlen hier die Details. Wenn die Nebenkosten, die Ihr euch untereinander aufteilt, falsch berechnet wurden, so können diese auch nachträglich korrigiert werden, auch ggf. zu einer Nachforderung führen.

Aber insgesamt lässt sich doch genau nachprüfen, ob überhaupt jemand zuviel oder zu wenig bezahlt hat und ob neue Mietverträge sinnvoll sind. Aus sämtlichen Mietverträgen geht ja die Gesamtmiete/m² hervor.
Ein Beispiel: Wohnung hat 93m² und kostet 651 Euro ohne Nebenkosten, also 7 Euro /m². Dann berechnet man den Anteil eines jeden anhand der Zimmergröße, den Rest der m² (Allgemeinnutzung) teilt man durch Euch drei und addiert den Betrag zu den Einzelbeträgen der Zimmer hinzu.
Die Nebenkosten teilt man dann ebenfalls anteilig auf, die meisten nach m², den Rest nach Personen. WIE Ihr das genau aufteilt, ist Euch überlassen.

Ich schlage dir daher vor, rechne mal alles nach, um herauszufinden, wer überhaupt wieviel zahlen muss und setze dich dann mit den anderen WG-Bewohnern zusammen und besprecht das alles mal in Ruhe...dann kommt Ihr sicher zu einem guten Ergebnis und habt alles für die Zukunft geklärt.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

LG rotreginak02

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Kommentar von ichbinsoundso
15.11.2015, 17:13

Hallo rotreginak02,

vielen Dank für deine Antwort. Du hast recht, mir war da noch einiges unklar :`-) Ich werde es so angehen wie Du es mir empfohlen hast, und das ganze mal nachrechnen! Beste Grüße

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Verträge sind erst einmal so gültig, wie man sie abgeschlossen hat. Nachkarten gilt nicht.

Sind die objektiven Berechnungsgrundlagen nachweislich falsch, kann FÜR DIE ZUKUNFT nachverhandelt werden.

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Zuerst wäre mal der Begriff WG zu klären. Den kennt das Mietrecht nämlich nicht.

Was genau heißt das in Deinem/Euren Fall?

Bist Du sog. Untermieter des Mitbewohners welcher Hauptmieter der Wohnung ist?

Oder bist Du gemeinsam mit dem anderen Mitbewohner Hauptmieter der Wohnung?

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Kommentar von ichbinsoundso
14.11.2015, 19:13

Hallo anitari,

zuerst Danke für deine Antwort. Ich vermute dass wir folgende Konstellation vorliegen haben,- Einen Hauptmieter und 2 Untermieter. Derjenige der nun Geld fordert ist ebenso wie ich Untermieter. Doch welchen Einfluss hat dass auf den Entscheid dieser Angelegenheit?

Beste Grüße

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