Darf mein Vermieter nachträglich die Nebenkostenberechnung verändern?

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10 Antworten

Da ihr gegen die Nebenkostenabrechnung Widerspruch aufgrund des Rechenfehlers eingelegt habt, darf der Vermieter auch seinerseits die zuvor vergessene Grundsteuer umlegen, wenn dies mietvertraglich vereinbart wurde. Im Mietvertrag genügt hier ein Hinweis auf § 2 BetrKV.

Der Vermieter darf diese Korrektur unter der Voraussetzung vornehmen, daß dem Mieter die korrigierte Nebenkostenabrechnung noch innerhalb der Abrechnungsfrist erreicht. Die Abrechnungsfrist beginnt mit dem Ende des Abrechnungszeitraumes und endet nach 12 Mon.

http://www.nebenkostenabrechnung.com/nebenkostenabrechnung-wann-eine-korrektur-moeglich-ist/

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Grundsätzlich dürfen nur solche BK umgelegt werden, die tatsächlich entstanden sind und deren Umlage im Mietvertrag vereinbart ist. Abrechnungen müssen formal korrekt sein (s. Google), um wirksam erfolgt zu sein. Inhaltliche Fehler (Rechenfehler etc.) dürfen beide Vertragsseiten korrigieren.

Die Abrechnung der Vorauszahlungen muss zwingend über einen Zeitraum von 12 Monaten erfolgen und bis zum Ablauf der folgenden 12 Monate (Abrechnungsfrist) dem Mieter zugestellt sein, wenn der V. Nachforderungen geltend machen will. Kommt sie verspätet, sind Nachzahlungen nicht mehr fällig.

Die Einspruchsfrist für den Mieter beträgt 12 Monate nach Zustellung der Abrechnung. Er darf Einsicht in sämtliche relevanten Originalbelege fordern.

Der Vermieter darf seine Abrechnung innert der Abrecnungsfrist korrigieren. Macht er das später, ist eine evtl. höhere Nachzahlungsforderung unwirksam. Der Mieter darf also nicht schlechter gestellt werden, als zuvor.

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Nun meine Frage, darf er das ohne weiteres tun?

Natürlich darf der VM auch einen Abrechnungsfehler zu seinen Gunsten fristwahrend korrigieren und eine auch derart neue BK-Abrechnung erstellen.

Vorausgesetzt, es sind Betriebskosten nach allgem. rechtlichen Grundlagen, etwa der BetrKV vereinbart, womit die Grundsteuer umlagefähig wäre.

G imager761

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Machen wir es einfach: Bezahlen an Nebenkosten müsst ihr die Kosten, die auch im Mietvertrag drinstehen. Zwar gibt es auch da ein paar Ausnahmen und Einschränkungen, aber der Grundsatz steht. Grundsteuer kann auf dem Mieter abgewälzt werden.

Daher schaut im Mietvertrag und die Vorauszahlungen angeht, die müssen angemessen sein. 

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Bist Du sicher, für ein Einfamilien-Haus eine BK-Abrechnung? Da gibt es doch nichts zu verteilen, so jedenfalls Blank und Börstinghaus und teilweise auch der BGH.

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Kommentar von bwhoch2
16.02.2016, 09:43

@schleudermaxe:

Eine BK-Abrechnung für ein Einfamilienhaus wird dann erforderlich, wenn es Kosten gibt, die der Mieter nicht direkt an den Rechnungssteller zahlt.

Normalerweise werden Grundsteuerbescheide an den Eigentümer ausgestellt und bei ihm kassiert.

Bei den Gebäudeversicherungen muss der Eigentümer selbst darauf achten, dass sie korrekt abgeschlossen und nicht gekündigt werden und deshalb sind sie natürlich auch von ihm selbst abzuschließen, zu bezahlen und dann an den Mieter weiter zu berechnen, falls das so im Mietvertrag vereinbart ist.

Bei Wasser- und Abfallgebühren erlebe ich es so, dass sich die Gemeinde weigert, diese direkt mit Mietern abzurechnen und zwar aus dem Grund, weil es viel zu oft passiert, dass sie dem Geld hinterher laufen müssen.

Ähnliches kann dann auch für Kaminkehrer, Heizungswartung, Energiebeschaffung gelten.

Somit gibt es zwar nichts aufzuteilen, aber sehr wohl abzurechnen.

Zu Deinem Einwand Blank Börstinghaus und BGH:

Ein Mieter eines Einfamilienhauses hat mal die Betriebskostenabrechnung beanstandet, weil keine Verteilungsschlüssel angegeben waren. Der Richter hat ihm den Einwand sinnbildlich "um die Ohren gehauen" mit dem Hinweis, was ein Verteilungsschlüssel auf einer Abrechnung soll, bei der es nichts zu verteilen gibt.

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die grundsteuer ist in jeder nebenabrechnung enthalten, er hat sie halt beim ersten mal vergessen. das es sich dadurch ausgleicht ist zufall.

warum soll er diesen fehler nicht berichtigen dürfen?

das man beim ersten mieter die abschlagszahlungen falsch einschätzt, kann passieren.

also habt nachsicht, ich habe mit meinen eltern abrechnungen für die mietwohnung geschrieben udn weiss, wie schwer das am anfang ist

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Sie haben ihn selber annimiert, die Abrechnung zu prüfen. Die Grundsteuer "B" ist ein umlagfähiger Faktor; Aufschluß gibt der Mietvertrag.


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er hat auf euren Wunsch die Nebenkostenabrechnung geändert- ihr wolltet es. Bei mir steht die Grundsteuer auch mit drauf.

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Hi,

ja, das darf er, sofern er auch richtig korrigiert und in diesem Fall gehören die Grundsteuer zu den umlagefähigen Nebenkosten.

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Grundsätzlich, Grundsteuer darf und kann er berechnen.... Die Nebenkosten steigen jährlich und ändern sich somit jährlich, aber jeder Mieter bekommt jedes Jahr eine Abrechnung darüber und kann alles kontrollieren! (Verzeih ihm wenn er noch keine Erfahrungen, weder mit der Vermietung noch mit Mietern) gemacht hat

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