Darf mein Vermieter meine Katze auf einmal verbieten?

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5 Antworten

Wenn diese Klausel im Mietvertrag steht, hättest du das VOR dem Einzug mit dem Vermieter abklären müssen. Du kannst dich nicht darauf berufen, dass er von deiner Katze gewusst hat.

Wie willst du das beweisen? Er könnte einfach behaupten, dass er damals der Ansicht war, die Katze wäre nur vorübergehend zur Aufbewahrung anwesend gewesen.

Dass du jetzt bereits 1 1/2 Jahre die Katze vertragswidrig in der Wohnung hast, ändert gar nichts.

Es gibt kein Gewohnheitsrecht.

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Wenn sich ein anderer Mieter gestört fühlt, dann kann das Halten der Katze tatsächlich verboten werden.

Bei Katzen kommt's aber drauf an. Und zwar darauf, was schlussendlich ein Richter sagt. Denn bei Katzen sind sich die Gerichte nicht einig, ob es sich dabei um Kleintiere handelt oder nicht. Kleintiere (wie Fische, Schildkröten, Meerschweinchen,...) dürfen nämlich immer gehalten werden. Solange sich eben niemand davon gestört fühlt (Schmutz, Geruch, Lärm,...)

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Ob du die Klausel durchstreichst oder nicht, ist völlig egal - sie ist sowieso unwirksam. Natürlich muss der Vermieter um Zustimmung zur Katzenhaltung gefragt werden. Du warst leider so naiv, dir die Zustimmung nicht schriftlich geben zu lassen. Denn im Nachhinein eine mündliche Zustimmung nachzuweisen, dürfte sich als schwierig gestalten - es sei denn, du hast Zeugen (deine Mitbewohnerinnen?). Auch eine Genehmigung kann der Vermieter zurückziehen - wenn er es denn begründen kann. Hat sich vielleicht jemand beschwert?

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Kommentar von Haudiweg
15.04.2016, 01:07

Also erst mal danke für die vielen Antworten. 

Ja, hab ich auch schon gemerkt, war zu naiv ihm die Katzenhaltung ohne schriftlichen Festhalt abzukaufen. Jetzt hab ich den Salat. Bisher hat sich kein Einziger beschwert. Habe mich auch versichert, dass die Kleine auch wirklich niemanden stört. Am Tag, als ich den Vertrag unterschrieben habe, war eine von meinen Mitbewohnerinnen dabei ud könnte das auch alles bezeugen. Zudem ist unser Vermieter so oft durch unsere Wohnung gelatscht, war ein Erstbezug, also musste über ca. Nem halbem Jahr hin und wieder noch etwas in der Wohnung berichtigt werden. Da kann er theoretisch gar nicht behaupten, die kleine sei nur übergangsweise da oder er wisse gleich von gar nichts. Ich frag mich eben auch, ob der mich kündigen kann, wenn ich mich seinem Katzenverbot widersetze?!

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Ich überlege gerade was ich in deinem Fall tun würde.....

Also ich würde einen Zettel aufsetzen, nach dem Motto: Hiermit bestätigen wir, das die Katze seit Einzug vor 1,5 Jahre hier wohnt und nicht für störend empfunden wird. Diesen Zettel lässt du dann von allen Mietern im Haus unterschreiben.

Klar ist es laut Mietvertrag nicht erlaubt, aber du hast eine mündliche Vereinbarung welche auch zählt und sie wurde schon für lange Zeit akzeptiert. Soweit ich weiß gibts ja noch sowas wie ein Gewohnheitsrecht......da müsstest dich mal drüber schlau machen.


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Kommentar von kaufi
13.04.2016, 15:07

Nachtrag: hab eben mal auf die Schnelle geschaut und Mietrecht gibts wohl kein Gewohnheitsrecht........und eine mündliche Vereinbarung zählt zwar auch, aber die muss man nachweisen.....also wenn er es unter Zeugen damals erlaubt hat, dann wäre das natürlich top.

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"Tiere, durch welche Hausbewohner belästigt werden können, sowie Hunde, Katzen, Reptilien und Nutztiere dürfen in der Mietsache grundsätzlich nicht gehalten werden."

Grundsätzlich geht schon mal gar nicht. Tierhaltung darf vom Vermieter nicht grundsätzlich verboten werden. Daher ist dieser Absatz nichtig, würde ich mal behaupten.

Es wäre etwas anderes, wenn da stehen würde, dass dies der Zustimmung des Vermieters bedarf. Aber erst erlauben und dann verbieten geht auch dann natürlich nicht ohne triftigen Grund.

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