Darf mein Vermieter Hundehaltung vebieten? (nach aktuellen Gesetzen)

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12 Antworten

Nach aktuellem Recht darf nichts und niemand noch in irgendeiner Form allgemein Tierhaltung in Mietwohnungen (auch Hunde und Katzen eingeschlossen) verbieten, auch wenn eine Klausel im Vertrag steht, sofern ich das so aus den Medien gehört habe.

Da hast Du falsch gehört bzw. verstanden.

Die Haltung von Haustieren die keine sog. Kleintiere sind ist nach wie vor genehmigungspflichtig.

Neu ist nur das der Vermieter dies nicht mehr pauschal und grundlos untersagen darf.

Nach aktuellem Recht darf nichts und niemand noch in irgendeiner Form allgemein Tierhaltung in Mietwohnungen (auch Hunde und Katzen eingeschlossen) verbieten, auch wenn eine Klausel im Vertrag steht, sofern ich das so aus den Medien gehört habe. Vielleicht kann mich ja jemand aufklären?

Das Urteil bedeutet nicht, das jeder Mieter sich jetzt einen Hund anschaffen darf.

Es bedeutet nur, dass die Klausel unwirksam ist und der Vermieter die Interessen aller Beteiligten prüfen muss.

Den Ärger würde ich mir sparen und mich nach einer anderen Wohnung umschauen.

Pauschal gilt das Urteil nicht

Die Unwirksamkeit des generellen Verbots führe jedoch nicht dazu, „dass der Mieter Hunde oder Katzen ohne jegliche Rücksicht auf andere halten kann“, stellte der 8. Zivilsenat des BGH klar. Vielmehr müsse eine „umfassende Abwägung der im Einzelfall konkret betroffenen Belange und Interessen der Mietvertragsparteien, der anderen Hausbewohner und der Nachbarn erfolgen“.

Es wird also auf jeden Fall auf Ärger hinauslaufen. Willst Du Dir das wirklich aufhalsen?

quinti 28.06.2013, 14:28

Damit ist die Kündigung schon vorprogramiert

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Wenn die Hundehaltung im Mietvertrag verboten ist, riskierst du die Kündigung, wenn du dich einfach darüber hinweg setzst.

Es zwingt dich ja niemand einen solchen Mietvertrag abzuschließen.

taigafee 29.06.2013, 06:57

aber ist dieses generelle verbot im mietvertrag nicht ungültig? was wäre, wenn man vor gericht ginge und der richter als hundefreund keinen grund sieht, einen kleinen malteser zu verbieten?

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DerHans 29.06.2013, 10:22
@taigafee

Vor Gericht und auf hoher See.....

Es ist dein RISIKO

. Wenn du den doppelten Umzug so bezahlen kannst, kannst du es ja darauf ankommen lassen.

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Nach der neuen Gesetzeslage können Hunde und Katzen nicht mehr pauschal per Klausel im Mietvertrag verboten werden, da diese dann ungültig ist. Es müssen die Interessen von allen Betroffenen abgewogen werden und es muss einen guten Grund für das Verbot geben. Siehe auch:

"Die Unwirksamkeit der Klausel führt nicht dazu, dass der Mieter Hunde oder Katzen ohne jegliche Rücksicht auf andere halten kann. Sie hat vielmehr zur Folge, dass die nach § 535 Abs. 1 BGB** gebotene umfassende Abwägung der im Einzelfall konkret betroffenen Belange und Interessen der Mietvertragsparteien, der anderen Hausbewohner und der Nachbarn erfolgen muss. Im vorliegenden Fall hat das Berufungsgericht eine Zustimmungspflicht der Klägerin zur Hundehaltung rechtsfehlerfrei bejaht."

http://www.ferner-alsdorf.de/2013/03/mietrecht-kein-verbot-hunde-katzenhaltung-allgemeine-geschaeftsbedingung/

Allerdings kann sowas natürlich sehr nervenaufreibend sein, du wirst nicht einfach darauf pochen können, sondern wirst vermutlich ebenfalls einen Anwalt konsultieren müssen etc. pp. Da ist es vielleicht doch einfacher weiter zu suchen.

wenn er einen und nicht duldet, dann ist das so und auch rechtlich in ordnung. ihr müsst euch daran halten, sonst droht die fristlose. was er nicht verbieten darf ist die haltung von kleintieren wie hamstern oder meerschweinchen, käfigtiere eben. hunde und katzen darf er verbieten.

Leider sieht es so aus, das der Vermieter immer noch das letzte Wort hat. Wenn man sich einen Hund ohne vorherige (schriftliche) Genehmigung anschafft und der Vermieter kommt dahinter, kann er verlangen das der Hund wieder abgeschafft wird. Ich habe gehört, das man Kleintiere wie Nager und Vögel und sogar Katzen halten darf, wenn bezüglich Tierhaltung im Mietvertrag NICHTS steht. Aber für Hunde gilt das nicht.

Nach aktuellem Recht darf nichts und niemand noch in irgendeiner Form allgemein Tierhaltung in Mietwohnungen (auch Hunde und Katzen eingeschlossen) verbieten

Jeder legt sich dieses Urteil so aus, wie es ihm grad in den Kram passt! Es besagt aber eben nichts anderes, als dass die Tierhaltung vertraglich nicht generell verboten werden darf, sondern der Einzelfall Berücksichtigung finden muss. Es ändert nichts daran, dass Hunde und Katzen weiterhin der Zustimmung des VM bedürfen und er sie auch begründet ablehnen darf. Abgesehen davon handelt es sich hierbei um ein Urteil und nicht, wie gern angenommen, um ein neues Gesetz!

Ich wollte damit niemanden verärgern. Verstehe nicht warum solche Kopfgeschichten immer so ernst genommen werden... Naja um mal klar zu stellen. Wir haben keinen Hund und wollen uns auch nicht sofort nach dem Umzug einen zulegen sondern eher so in 5+ Jahren... (meine Tochter ist erst eineinhalb)

anitari 28.06.2013, 17:51

Ich wollte damit niemanden verärgern.

Hast Du auch nicht.

Nur ist es so das seit dem dieses Urteil raus kam sich die Fragen dazu hier häufen und die meisten Fragesteller, so wie Du auch, es mißverstehen.

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Nach aktuellem Recht darf nichts und niemand noch in irgendeiner Form allgemein Tierhaltung in Mietwohnungen (auch Hunde und Katzen eingeschlossen) verbieten, auch wenn eine Klausel im Vertrag steht, sofern ich das so aus den Medien gehört habe.

Nein, das ist absolut falsch. Der BGH hat alleine über eine Klausel im Mietvertrag entschieden, nach der Hundehaltung ohne Ausnahme verboten ist. Andere Klauseln, z.B. bei denen für Blindenhunde o.ä. eine Ausnahme vereinbart wird, sind nach wie vor wirksam. Und selbst mit unwirksamer Klausel im Mietvertrag kann die Hundehaltung mit individueller Begründung verboten werden...

Ein verantwortungsvoller Mensch würde sich nie einen Hund gegen den Willen des Vermieters anschaffen...

Der Eigentümer kann dies Festlegen -unter Tierhaltung zählt alles bis zum Hund -der muß extra erlaubt werden . und es ist immer noch das Eigentum des Vermieters.

Hast du auch mal an die Folgen gedacht- Bellen usw es stört ihm und du musst dies akzeptieren.

Wir haben dies ,mit mühe und Not für unsere Katze bekommen -denn der Eigentümer - der auch im Haus wohnt - hat Katzenalleegier -nachweislich und schon seit Jahrzehnten

Soulcancer 28.06.2013, 15:43

Die Folgen? Das ein Hund bellt ist ja auch total unnormal... Eine Katze kann viel lautere Töne hervorbringen. Eine Katze kann Tapeten, Türen, Teppiche usw usw zerstören, genau wie ein Hund, Kaninchen, Ratten, etc...

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sollange wie im Mietvertrag keine Haustiere erlaubt sind NEIN klein tiere wie Hamster und Hasen sind Erlaubt

anonlikestrains 28.06.2013, 14:24

Eine Klausel mit einem generellen Verbot ist seit einem Urteil aus dem letzten Jahr allerdings ungültig.

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quinti 28.06.2013, 14:27
@anonlikestrains

Wenn der Vermieter dies nicht möchte - Möchte er dies nicht, Was ist daran nicht zu verstehen !

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StupidGirl 28.06.2013, 16:02
@anonlikestrains

Eine Klausel mit einem generellen Verbot ist seit einem Urteil aus dem letzten Jahr allerdings ungültig.

Was aber noch lange nicht bedeutet, dass man sich nun ohne Zustimmung des VM Hund oder Katze anschaffen darf.

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