Darf mein Vermieter die Nebenkosten erhöhen weil ich einen zweiten Fernsehanschluss nutzen möchte?

...komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Ausgehend von der Definition "BETRIEBSKOSTEN" lt. Betriebskostenverordnung sage ich eindeutig: NEIN!! Es können nur Kosten umgelegt werden, die tatsächlich enstehen und die regelmäßig auftreten. Beides sehe ich nicht. Wenn erst eine neue Dose gesetzt würde, wäre dass als Modernisierung zu sehen (was dann die Nettomiete erhöhen würde) trifft auch nicht zu. Was höchstens zutreffen könnte, wäre, dass in der Dose oder dem Verteiler der entspr. Leiter des Signals geklemmt werden muss, mehr aber nicht. Fordere gegebenenfalls vom Vermieter einen Nachweis über die ang. Kosten, die er von dir erstattet haben will. Den wird er nicht haben. Hol dir evtl. den Beistand des Mietervereins, kostet allerdings. ca. 65 EURO Jahresbeitrag. Versuchs halt zunächst ohne.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Auszug aus dem § 2 der Betriebskostenverordnung

.15. die Kosten a) des Betriebs der Gemeinschafts-Antennenanlage, hierzu gehören die Kosten des Betriebsstroms und die Kosten der regelmäßigen Prüfung ihrer Betriebsbereitschaft einschließlich der Einstellung durch eine Fachkraft oder das Nutzungsentgelt für eine nicht zu dem Gebäude gehörende Antennenanlage sowie die Gebühren, die nach dem Urheberrechtsgesetz für die Kabelweitersendung entstehen; oder b) des Betriebs der mit einem Breitbandkabelnetz verbundenen privaten Verteilanlage, hierzu gehören die Kosten entsprechend Buchstabe a, ferner die laufenden monatlichen Grundgebühren für Breitbandkabelanschlüsse;

Quelle http://nebenkosten-aktuell.de/index.php?option=com_content&task=view&id=16&Itemid=47

Schau nach was im Mietervertrag vereinbart ist. Normalerweise muß der Vermieter überhaupt keinen Fernsehanschluß bereitstellen, wenn es nicht vertraglich vereinbart ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von toelle22
01.10.2011, 21:58

okay da blätter gleich den Vetrag nochmal durch

aber

in dem Haus gibt es 4 Wohnungen davon 2 kleinere, also geh ich jetzt mal von wenigstens 6 Anschlüssen aus. Die Betriebskosten der Anlage erhöhen sich doch wohl nicht um 5 € im Monat nur weil ein Signal durch gestellt wird!?!?

0

Nein, ein Fernsehanschluss gehört nicht zu Nebennkostenposten. Das kannst Du Deinem Vermieter beruhigt sagen. Ich persönlich würde hier aber gar nichts mehr fordern, sondern mir eine im Handel befindliche kleine Satellitenantenne kaufen, die man auf dem Fernseher oder im Raum hinstellen kann, je nach Ausrichtung. Die Kosten dafür ca. 40-50 EU. Man kann damit nicht sämtliche Programme empfangen, aber das muss auch im Schlafzimmer nicht wirklich sein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

es entstehen sehr wohl höhere Kosten. Bei den modernen Verkabelungsanlagen und jeder einzelne Anschluss von der Antennendose in der Wohnung bis zum Verteiler im Keller oder auf dem Boden mit einem extra Kabel angeschlossen. Dieses extra Kabel muss an der Verteilerstation noch extra geschaltet sein, erfordert extra Strom usw. bei alten Anlagen, bei der eine Ringverkabelung vorhanden war, war das nicht der Fall.deshalb ist grundsätzlich jeder Anschluss wie ein einzelner Anschluss zu behandeln. Ob die fünf Euro je gerechtfertigt sind, ist eine andere Sache. Das hängt davon ab, was die Kabelfirma, die diese Arbeiten ausführt und die Anlage wartet, dafür nimmt. Fragen Sie die Firma, lassen Sie sich vom Vermieter eine Rechnung zeigen oder Ähnliches. Wenn es in der Wohnung machbar ist und sie benötigen den zweiten Anschluss unbedingt, können Sie auch vom ersten Anschluss ein Kabel verlegen ins Schlafzimmer. Sie benötigen dann am ersten Anschluss einen Antennenverteiler.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von toelle22
02.10.2011, 13:55

naja es ist ja immerhin kein Kabel sondern Satelit vorhanden und ich bezweifel dass mein Vermieter eine Kopfstation zum aufsplitten und verteilen der Sender installiert hat, die Anschaffungs und Wartungkosten für die paar Wohnungen wären nun wirklich zu hoch. Und falls eventuell der Elektriker oder so kommen müsste um das Signal an der eventuell vorhanden Station zu schalten sind das für mich nur einmalige Kosten und nich laufende Betriebskosten.... nun, ich werd im bei der nächsten Begegnung fragen ob er mich veräppeln will mal nachharken wie er denn die Erhöhung begründen will!

0

Ich kenne die räumlichen Gegebenheiten bei dir nicht, deshalb mag meine Vorgangsweise bei dir nicht realisierbar sein. Da ich nicht gern mit Vermietern debattiere (wenn ich nicht - von Berufs wegen - dafür bezahlt werde!), löse ich derartige "Probleme" selbst. In diesem Fall bietet sich ein Zweigeräteverstärker an, Kabel liegt ja immer irgendwo rum. Der Verstärker belastet das Originalsignal nicht und stellt somit keinerlei Beeinträchtigung für andere dar.

Gesamtkosten ca. zehn bis 20 Euro, also zwei bis vier Monate "Nebenkostenzuschlag".

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von toelle22
02.10.2011, 13:59

hab ich schon versucht, kann das Kabel nirgendwo unterlegen, somit zieht es sich von der Wohnstube ( hier kann ich es noch hinter ner Leiste verstecken ) einmal quer durch meinen großen quadratischen Flur bis ins Schlafzimmer ( optisch nicht sehr ansprechend und Stolperfalle )

0

Bei der Satellitenanlage muß man zusätzliche "Verteiler" einbauen, wenn man auf einem weiteren Anschluß fernsehen möchte. Dadurch entstehen durchaus Anschaffungs- und Wartungskosten.

Ich persönlich fände es ja durchaus ein bißchen komisch, wenn ich dem Mieter monatliche Kosten in Rechnung stellen würde für etwas, was mich alle paar Jahr mal 50 Euro kostet, weil ich einen neuen LNB brauche... Die Kosten für die Anschaffung der Anlage - okay, die gab es natürlich ganz am Anfang mal. Aber Wartung fällt quasi gar nicht an, geschweige denn irgendein Verbrauch von was auch immer.

Ich glaube, in Deiner Situation würde ich auf das Fernsehen im Schlafzimmer verzichten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eigentl. ziemlich einfach. Der Vermieter hat mit einem Kabelanbieter einen Vertrag geschlossen. Dieser Vertrag beinhaltet Kosten für jeden einzelnen Anschluß. Es wird auch so, oder so ähnlich (im MV ) vertraglich vereinbart worden sein. Somit sollte eine Erhöhung der BK kein Problem sein. Einen Anspruch haben Sie nach den in der Frage enthaltenen Informationen meiner Meinung nicht. MfG

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

zeig ihm mal einen Vogel, aber einen Großen. Sind wir hier im ehemaligen Osten oder was, hast du evtl. auch 2 Telefonanschlüsse für die du separat zahlen sollst? Das ist Geldschneiderei von deinem Vermieter , nichts anderes. Wenn die Kabel liegen hat er damals entsprechende Verteiler eingebaut das ganze schon lange über die Steuer abgeschrieben und lässt sich die Kosten monatlich noch von den Mietern zahlen...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von albatros
02.10.2011, 08:40

Im ehemaligen Osten gab es sowas bestimmt nicht! Wie kommst du auf solche Meinung?

0

Zeig ihm den Vogel. Das sind schließlich Deine Stromkosten, die Du und nicht der Vermieter zahlst. Kann auch sein, dass ich jetzt ein bischen auf dem Schlauch stehe, aber ich kann auch nicht nachvollziehen, wie der Vermieter einen Fernsehanschluss sperren kann. Naja, vielleicht erfahre ich ja durch andere Antworten mehr. Darum erst mal einen Klick auf Daumen hoch oben links.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?