Darf mein Vermieter die Nebenkosten erhöhen?

7 Antworten

Eine Nachzahlungsforderung ist keine "Nebenkostenerhöhung".

Der Vermieter muss jede Position der Betriebskostenabrechnung mit Rechnungsunterlagen belegen können. Voraussetzung ist, dass die einzelnen Positionen der Betriebskosten, deren Umlageschlüssel und der Abrechnungszeitraum im Mietvertrag vereinbart wurden. Es reicht auch der Verweis auf die Betriebskosten laut Betriebskostenverordnung im MV.

Wir kennen deinen Mietvertrag und das Dokument der Abrechnung nicht. Fakt ist, das Kosten des Steuerberaters nicht zu den Betriebskosten zählen.

In der BK-Abrechnung müssen die Gesamtkosten der Positionen für das Haus, der Umlageschlüssel, die m² Wohnfläche des Hauses und deiner Wohnung, die Verbrauchsangaben laut Messergebnis und deine Kosten in den Einzelpositionen für dich erkennbar aufgeführt sein. Fehlen in der Abrechnung eine oder mehrere Angaben, dann der Abrechnung insgesamt zu widersprechen mit dem Hinweis auf formelle Fehler. Nachzahlungen sind daher nicht zu leisten auch nicht unter Vorbehalt.

Insofern eine Nachzahlung aus der Abrechnung resultiert, darf der Vermieter ab übernächstem Monat nach Zustellung der Abrechnung die Vorauszahlungen monatlich um 1/12 des Nachzahlungsbetrages erhöhen, sprich anpassen. Voraussetzung ist, dass die Abrechnung inhaltlich und formell in Ordnung ist, sprich den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Natürlich dürfen nur tatsächlich entstandene Kosten umgelegt werden und nur solche, die entsprechend der Definition der Betriebskostenverordnung auch tatsächlich Betriebskosten sind.

Jegliche Verwaltungskosten gehören nicht dazu, auch nicht Kosten des Steuerberaters.

Wenn dir etwas spanisch vorkommt, lege Einspruch ein, begründe diesen entsprechend deiner Bedenken und fordere Einsichtnahme in sämtliche Originalbelege. Wird dir das nicht ermöglicht, ist die Nachzahlung nicht fällig.

Um einschätzen zu können, ob die Abrechnung i. O. ist, stell bitte hier eine Fotokopie ein.

Wenn z. B. die Abrechnung nicht nachvollziehbar ist oder formell fehlerhaft, ist sie unwirksam und damit rechtlich gesehen nicht erfolgt.

Kommentar von lukas777111,vor 10 Std

Zusätzliche Haus kosten von 600 Euro vorher gab es die nicht

Garten Nutzung wir haben keinen. Steuerberater zahlen 150 Euro warum ?

Das läßt mich vermuten das Dir der Vermieter seine Hausgeldabrechnung als Betriebskostenabrechnung "unterjubeln" will.

Ist die Abrechnung überhaupt namentlich an Dich gerichtet?

Hier kannst Du nachlesen welche Betriebskosten, sofern vertraglich vereinbart und tatsächlich entstehen, der Vermieter umlegen darf.

http://dejure.org/gesetze/BetrKV/2.html

Kosten für den Steuerberater, für die Abrechnung und die Verwaltung gehören definitiv nicht dazu.

Allerdings Kosten der Gartenpflege, auch wenn man diesen nicht nutzen darf.

Kosten der Entwässerung sind immer höher. Im Schnitt 2 - 3 x höher als die Kosten für Frischwasser.

Und dann erheben viele Gemeinden/Städte noch Gebühren für die Oberflächenentwässerung. Auch diese gehören zu den umlegbaren Betriebskosten.

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