Darf mein Kind entscheiden wo es wohnen will?

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9 Antworten

Sagen wir es so: Deine Tochter kann bei der Entscheidung, wo sie lebt und wen sie besucht mitwirken. Denn im Streitfall entscheidet das Familiengericht, dessen Maßstab das zu ermittelnde Kindeswohl ist.

Ich empfehle dringend, mit einem Anwalt das weitere abzsprechen; umfassende Auskunft ist hier nicht möglich.

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Deine Tochter ist zwölf Jahre alt und ihr Wunsch, wo sie wohnen möchte, wird sicher berücksichtigt, wenn es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung darüber kommt. Wenn du sie angemessen versorgen und erziehen kannst, gibt es ja gar keinen Grund, ihren Wohnsitz zu ändern. Deine Tochter braucht keine Angst zu haben. Sie kann auch ihrer Mutter mitteilen, dass sie sich unter Druck gesetzt fühlt und deshalb nicht mehr (gerne) zu ihr kommen möchte. Im Zweifelsfall muss sie die Mutter nicht besuchen.

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Ich hätte da noch eine Frage, meine Tochter ist ca seit mitte 2008 bei mir gemeldet. Das Kindergeld erhält bis zum heutigen Tag ihre Mutter mit der Abmachung, dass das Kindergeld auf ein seperates Sparbuch gezahlt wird, dass später z.B. für die Bezahlung des Führerscheins da sein soll. Nun bin ich dabei das Kindergeld selbst zu beantragen, da sich herausgestellt hat, dass meine Ex-Freundin das Kindergeld die ganze Zeit für sich selbst ausgegeben hat und es überhaupt kein Sparbuch für meine Tochter gibt.

Kann ich richtliche Schritte gegen meine Ex-Freundin einleiten und was für Folgen können auf Sie zu kommen?

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Kinder dürfen von Geburt an selbst bzw. mitentscheiden, wo sie wohnen möchten. Egal wer aktuell die Personensorge oder das Aufenthaltsbestimmungsrecht hat. Das Problem liegt nur darin, ob das Kind die Verstandesreife hat, eine solche Entscheidung zu treffen. Hier liegt der Richtwert bei zwölf Jahre, wird aber im Einzelfall immer geprüft. Oftmals ist es halt so, dass Kinder von Erwachsene (mit falsche Versprechungen) geködert werden. Im Zweifel gibt es entsprechende Gespräche mit dem Jugendamt, Richter (Familiengericht) oder auch ein "Gutachten".

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Kommentar von Lysinia
14.07.2011, 12:16

In diesem Fall ist es eher so, dass die Mutter versucht zu ködern & versucht meine Tochter gegen mich auszuspielen.

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Sicher kann sie das entscheiden . Sollten alle Stricke reissen musst du einen Anwalt einschalten und dann entscheidet das Gericht .

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Okay, erstmal Danke für die schnellen Antworten :)

Ich habe mit ihr am 01.08 auch einen Termin beim Jugendamt. Wisst ihr zufällig wie das von der Gesetzgebung her ist? Also mit wie vielen Jahren sie dieses Mitbestimmungsrecht hat? Im Internet sind dazu sehr geteilte Meinungen.

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Die Mitentscheidung des Kindes setzt mit dem 14. Lebensjahr ein.

Hier die Gesetzestexte dazu:

Vollendung des 14. Lebensjahres

kein Kind mehr im Sinne sexualstrafrechtlicher Schutzvorschriften (besonderer Schutz vor sexuellem Missbrauch §§ 176 Abs. 1, § 176a, § 184b StGB)

volle Religionsmündigkeit (§ 5 RelKErzG)

eigene Entscheidung über Namensänderung (§§ 1617a - 1618, 1757 BGB, Art. 10, Art. 47 EGBGB)

Anhörungspflicht des Gerichtes bei Sorgerechtsentscheidungen (§ 159 FamFG)

Widerspruch gegen Sorgerechtsübertragung (§ 1671 Abs. 2 BGB)

Einwilligung in eigene Adoption und Widerspruch dagegen (§§ 1746, § 1762 BGB)

Verfahrensfähigkeit bei Zwangsunterbringungen § 167 Abs. 3 FamFG)

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Kommentar von Lysinia
14.07.2011, 12:37

Ist das wirklich das Mitbestimmungsrecht oder das alleinige Bestimmungsrecht bei diesen §?

Würde sie vor Gericht trotzdem angehört werden um zu ermitteln wo sie sich wohler fühlt?

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ein mitbestimmungsrecht hat sie immer. Das Familiengericht wird versuchen das beste für das Kind zu entscheiden. ich drück dir die daumen.

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Eigentlich bist du ja auch ein Elternteil, stimmt's ? Deshalb hat es das Recht auch bei Dir zu sein :)

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