Darf mein Chef wissen was ich im Privatleben mache?

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6 Antworten

Dein Privatleben geht den AG nichts an solange Du Deinen arbeitsvertraglichen Pflichten nachkommst.

Was die kurzfristigen Schichtplanänderungen anbelangt:

Ein einmal bekannt gemachter Schichtplan ist verbindlich. Er kann vom AG einseitig nur bei wichtigen betrieblichen Belangen geändert werden. Da muss aber schon "Land unter" sein. Er muss nachweisen können dass ohne Deine Anwesenheit hohe Kosten durch z.B. Lieferverzug entstehen können, ein wichtiger Auftrag verlorengeht oder Arbeitsplätze gefährdet sind.

Außerdem müssen nach § 12 Teilzeit- und Befristungsgesetz Schichtpläne mindestens vier Tage im Voraus bekannt sein, wobei der Tag der Ankündigung und der Einsatztag nicht in den vier Tagen enthalten sind.

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Vielleicht solltest Du anfangen Bewerbungen zu schreiben, denn so kann ein Chef nicht mit seinen Angestellten umgehen. Anscheinend bekommt er die Terminplanung nicht auf die Reihe. Vielleicht gehst Du am Abend einfach nicht mehr ans Smartphone oder ziehst den Stecker bei Festnetzanschluss.Du bist kein Sklave Deines Chefs. Damit kommt er auch bei Gericht nicht durch, wenn er Dich kündigen will.

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Sowas wie Überstunden noch am selben Tag anordnen sollte es nur in Ausnahmefällen geben. Von dem bereits länger bestehenden Arzttermin hätte ich dem Chef auf jeden Fall die Bestätigung vom Arzt gebracht. Was Termine wie die Taufe betrifft: wenn du sowas im Vorfeld weißt, melde es bei dem, der den Schichtplan macht, damit der Bescheid weiß. Dann hast du zwar immer noch nicht das Recht, einfach zu sagen, dass du nicht kommst. Aber wenn es vorher bekannt ist, wird hoffentlich eher ein Kollege eingeplant, v a wenn du Bereitschaft signalisiert, dann wann anders da zu sein. Alles Gute!

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Kommentar von Familiengerd
10.06.2016, 12:44

Dann hast du zwar immer noch nicht das Recht, einfach zu sagen, dass du nicht kommst.

Das ist falsch!

Bei kurzfristiger Anordnung von Überstunden oder Einteilungen in den Dienstplan ist der Arbeitnehmer nicht zur Arbeitsleistung verpflichtet (von tatsächlichen dringenden und Notfällen abgesehen).

Solche Anordnungen muss der Arbeitgeber 4 Tage im Voraus treffen!

Es gibt dazu zwar keine unmittelbare gesetzliche Vorschrift, aber die Rechtsprechung wendet eine entsprechende Bestimmung des Teilzeit- und Befristungsgesetzes TzBfG § 12 "Arbeit auf Abruf" Abs. 2 analog an!

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Nein, das ist definitiv nicht normal.

Auch bei Schichtarbeit bzw. kurzfristigen Arbeitsplanänderungen hast du ein Anrecht auf eine gewisse "Vorwarnzeit". Dazu gibt es sogar einschlägige Urteile (die ich jetzt leider nicht zur Hand habe).

Was du in deiner Freizeit machst geht deinen Chef nichts an! Auch Nachweise dafür zu verlangen steht ihm nicht zu.

Es gibt Ausnahmen, bei Urlaub (bzw. gewünschter Änderung von Urlaub) aber das sind absolute Ausnahmen.

Das Problem wird sein, das bei deinem Chef durchzusetzen, leider.

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Mhm.. eig. Geht das Privat Leben anderer Menschen deinen Chef überhaupt nix an!

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nein privates geht chefchen nichta an

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