Darf mein Chef mir, während ich wegen einem AU krankgeschrieben bin, kündigen?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Richtigerweise hättest du am ersten Arbeitstag nach Ablauf deiner AU, meint am 14.12., deine Arbeit pünktlich wiederaufnehmen oder dich anderfalls unverzüglich zu Dienstbeginn deinen AG/Personalbüro telefonisch informieren müssen, der Arbeit wider Erwarten doch noch nicht wg. forgesetzter Krankeit aufnehmen zu werden.

Mit einer lückenlosen AU hat dein Versäunis einer Abwesenheitsmeldung nichts zu tun.

Das darf man als Arbeitsverweigerung betrachten und als Kündigungsgrund hernehmen.

Allerdings dürfte der 3 Wochen nach Kenntnis des Kündigungsgrundes nicht mehr durchdringen es sei denn, der Betrieb/Personalbüro  war wg. Weihnachtsferien geschlossen.

Ärgert es allerdings deinen Chef, dass du dich wg. eines gebrochenen kleinen Fingers gleich 6 Wochen rar machst, wird er vmtl. betriebliche Gründe einer ordentlichen Kündigung heranziehen - solch einen loyalen und aufopferungsbereiten Mitarbeiter kann man durchaus ersetzen.

G imager761


Ich war vorhin noch bei meinem Abteilungsleiter, um ihm den el. Chip für die Tore abzugeben, hat versucht mir igrendwas von "typischen Neujahrsschwierigkeiten" zu erzählen. Habe es nickend hingenommen, denn dorthin will ich nicht mehr zurück. Die Frage war eh so rein aus Interesse gestellt worden. Vielen Dank für die konkrete Antwort :)

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Eine Kündigung muß schriftlich erfolgen. Hast du sie schriftlich bekommen?

Wenn nicht, morgen wieder hin und Arbeitskraft anbieten, ggf. wieder wegschicken lassen.

Innerhalb von 3 Wochen beim Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage erheben.

Es kann dir während einer Krankheit gekündigt werden, wegen einer Krankheit ist schwierig. Ob die Krankmeldung nun zu spät war und ob deshalb überhaupt eine Kündigung ausgesprochen werden kann, soll das Arbeitsgericht prüfen. Da hast du ja nichts zu verlieren.

Deine Verletzung war ein Arbeitsunfall, wurde es der BG gemeldet, ist es beim Arzt als Arbeitsunfall aufgenommen worden? Hast du eine Durchschrift der Meldung? Darauf hast du auch ein Recht.

Es ist der BG gemeldet worden und ist auch im KH als AU protokoliert gewesen. Eine Mitschrift habe ich nicht erhalten. Die schriftliche Kündigung habe ich gestern (sogar schon vorgestern, denn wir haben ja schon Donnerstag) von der Personalabteilung erhalten. Dennoch halten die sich an eine Frist von vier Wochen, obwohl der Abteilungsleiter mich nicht mehr eingeteilt hat. Bin bereits auf der Suche nach etwas Neuem. Ich werde die Sache deswegen auch nicht mehr weiter ausbreiten. Ich habe die Frage hier einfach des Interesse halber gestellt :) Danke für die Antwort.

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Während Du krank geschrieben bist jederzeit. Wegen der Krankheit wird schon schwerer. Wenn ich das richtig verstanden habe, galt die zweit AU ab dem 14.12. und Du hast sie am 14.12. (vermutlich mittags/nachmittags) abgegeben.

Dann ist das einzige Versäumnis, dass Du nicht zu Arbeitsbeginn gemeldet hast, dass Du nochmal zum Arzt gehst. 

Ich denke, das ist kein ausreichender Kündigungsgrund. Hole dir Hilfe bei Gewerkschaft oder Anwalt.

Ich habe diese Frage auch in meinem privaten Umfeld in den Raum gestellt und es wurde die Idee eingeworfen, dass ich drei Werktage Zeit hätte eine Krankmeldung abzugeben. Ob das in diesem Fall zugetroffen hätte, weiß ich nicht. Ich habe definitiv nicht vor, nochmal dort anzufangen, bin schon auf der Suche nach etwas Neuem, weswegen ich weder die Gewerkschaften, noch meinen Anwalt einschalten werde. Vielen Dank für deine Antwort :)

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@MissOlenka

Das mit den drei Werktagen ist die gesetzlich Frist, die nur gilt, wenn der Arbeitgeber im Arbeitsvertrag, per Betriebsvereinbarung oder per Einzelfall-Anforderung nichts anderes bestimmt hat.

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@MissOlenka

Wenn Du schon etwas länger dort arbeitest, würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall eine Kündigungsschutzklage prüfen. Die Erstberatung beim Anwalt kostet nicht viel. Davon kann eine Menge abhängen, falls es nicht (sofort) klappt mit dem neuen Job finden. Zudem bestätigt Du auch noch den Arbeitgeber in seinem Verhalten. 

Kündigungsschutzklagen müssen aber sehr kurzfristig erfolgen. Nehme Arbeitsvertrag, Kündigungsschreiben, (wenn vorhanden) Betriebsvereinbarungen und Arbeitsanweisungen mit zum Erstberatungstermin. Allgemein Dokumente ggf. über einen Kollegen besorgen.

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