darf mein chef mir sagen wann ich wieviel urlaub mache?

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6 Antworten

Habt ihr einenBetriebsrat? Wenn ja, schaltet den ein. Er hat beim Urlaub ein Mitspracherecht.

Dein Arbeitgeber befindet sich im Irrtum, wenn er denkt solche Forderungen stellen zu können. Er sollte sich mal den § 7 im Bundesurlaubsgesetz ansehen. Da steht u.A.: " Bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs sind die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, es sei denn, daß ihrer Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen, entgegenstehen."

Im Kompaktkommentar Arbeitnehmerrechte des Arbeitsrechts von Peter Wedde steht unter "Grundsätze": Die Urlaubserteilung unterlieg nicht dem arbeitgeberseitigen Direktionsrecht. Bezüglich des Urlaubs übt der AG nicht als Gläubiger der Arbeitsleistung sein Weisungsrecht aus, sondern erfüllt seine Pflicht als Schuldner. Ein Recht des AG zur beliebigen Urlaubserteilung im Urlaubsjahr besteht nicht. Die Bestimmung des Urlaubszeitpunkts steht auch nicht im billigen Ermessen des AG. Vielmehr ist der AG verpflichtet, nach § 7 Abs.1,1.Halbsatz die Urlaubswünsche des AN zu berücksichtigen und den Urlaub für den vom AN angegebenen Termin festzusetzen. Dies gilt jedenfalls dann, wenn die Voraussetzungen nach § 7 Abs. 1,2.Halbsatz BUrlG nicht gegeben sind (BAG 18.12.1986 - 8 AZR 502/84)

In diesem § 7 Abs.1,2.Halbsatz sind die Gründe für eine Urlaubsverweigerung geregelt. Die dringenden betrieblichen Belange oder Urlaubswünsche anderer AN die unter sozialen Gesichtspunkten Vorrang verdienen. Grundsätzlich ist der AG verpflichtet, dem AN entsprechend dessen Wünschen Urlaub zu gewähren.

Dringende betriebliche Belange können sein: Betriebsferien, unerwartet hohe Arbeitsmenge durch einen zusätzlichen Auftrag, Unterbesetzung wegen eines unerwartet hohen Krankenstands oder branchenspezifisch besonders arbeitsintensive Zeiten (z.B. Jahresabschluss bei Banken)

Soziale Gesichtspunkte sind u.a.: Abhängigkeit von den Schulferien, Urlaubsmöglichkeit des Partners, Erholungsbedürfnis (z.B. nach einer Reha) oder frühere Urlaubsgewährung zu besonders begehrten Zeiten.

Die Darlegungs- und Beweislast für das Vorliegen dieser Voraussetzungen trägt im Falle einer Urlaubsverweigerung bei einem Prozess der Arbeitgeber.

Fazit: Dein Arbeitgeber sollte sich das Urlaubsgesetz mal gründlich anschauen. Dann kann er ja darüber nachdenken was er von seinen Mitarbeitern verlangen darf und was nicht.

Ich hoffe ich konnte Dir ein bißchen helfen

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http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/burlg/gesamt.pdf

Gem. BUrlG § 7 ist der Jahresurlaub zusammenhängend zu gewähren. Dabei hat der Arbeitgeber die Wünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen.

Selbstverständlich kann der Arbeitgeber gewisse Vorgaben machen, wenn dies aus betrieblichen Gründen notwendig ist. Auch kann der die Urlabuswünsche für das nächste Jahr frühzeitig abfragen, damit entsprechend geplant werden kann.

Es hat sich eingebürgert, dass Arbeitnehmern mit schulpflichtigen Kindern vorrangig während der Schulferien der Urlaub gewährt wird. Eine gesetzliche Verpflichtung hierzu besteht allerdings nicht!

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er kann schon verlange, dass man seinen Urlaub plant und tehoretrisch kann er auch 3 Wochen Betriebsferien machen aber nicht, dass man schon 3 Wochen im 1. Quartal nimmt. es muss in der Hauptferienzeit sein

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Kommentar von Dresden123
16.10.2011, 15:34

und wo steht das das ich ihm das zeigen kann das es so ist?

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diktieren ohne die wünsche der arbeitnehmer zu berücksichtigen geht nicht. gibt es denn wenigstens eine plausbile erklärung, warum er das so machen will? was passiert, wenn du das ablehnst oder im geplanten urlaub krank wirst?

es ist wahrscheinlich wieder mal das alte lied "ich bin der chef und alles tanzt nach meiner pfeife" mitarbeiter, die das nicht akzeptiern, werden gefeuert, es gibt ja genug willfährige schafe, die sich knechten lassen.

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Im Prinzip darf er das, wenn es aus dringenden betrieblichen Gründen erfolgt.

Das Gegenteil wirst Du kaum beweisen können.

Insofern wirst Du Dich arrangieren müssen.


Ausnahme:

Du hast schulpflichtige Kinder und bist ab die Ferien gebunden.

In diesem Falle hast Du Vorrang, aber eben auch nur gegenüber gleichrangigen Mitarbeitern (die Deinen Arbeitsplatz ersetzen könnten).

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26 Tage Urlaub, davon Träumen viele!

Das Leben ist kein Wunschkonzert!

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Kommentar von neponya
16.10.2011, 15:32

26 Tage Urlaub sind knapp über derGrenze, jeder muss gesetzlich ein Mindesturlaub von 24 Tagen haben

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Kommentar von Dresden123
16.10.2011, 15:36

hab grad gemerkt, das stimmt nicht, habe nächstes jahr sogar 28 tage, hab dort auch mit 24 angefangen alles 2 jahre bekommen man 2 tage mehr, jedoch nicht mehr wie 30! ändert jetzt aber auch nix an der problematik!

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