Darf mein Chef meinen Arzt bitten, dass er mich längerfristig krank schreibt?hreibt

5 Antworten

Die Entscheidung über Krankschreibung und deren Länge liegt ausschließlich im Ermessen des Arztes. Er allein entscheidet, und zwar ausschließlich anhand der Krankheit und deren Heilungsverlauf. Wenn der Chef den Arzt bitten will, pauschal länger als 2 Wochen krankzuschreiben, wäre das eine Einmischung in die Kompetenz des Arztes, die kein verantwortungsbewusster Mediziner akzeptieren würde.

Viel wichtiger scheint mir die Frage zu sein, was der Chef damit erreichen will? An der Dauer der Krankschreibung ändert es nichts, ob jemand (z. B.) auf einen Schlag 6 Wochen krankgeschrieben ist oder 3 x 2 Wochen jeweils als Verlängerung. Ich will niemandem etwas unterstellen, aber möglicherweise könnte (!) hinter diesem Wunsch des Chefs der Plan stecken, eine Kündigung wegen langfristiger Krankheit auszusprechen. Entgegen der weit verbreiteten Fehlannahme kann nämlich auch kranken Mitarbeitern während der Zeit ihrer Krankschreibung gekündigt werden, wenn (z. B. durch eine sehr langfristige Krankschreibung) absehbar ist, dass die Krankheit so lange andauerrn wird, dass es für den Betrieb nicht tragbar wäre bzw. die Krankheitsfolgen nach der Genesung fortdauern könnten, den Mitarbeiter weiterhin zu beschäftigen. In diesem hypothetischen (!) Fall müsste der Chef u. U. Monate warten, bis das nach der x-ten 2-Wochen-Krankschreibung offensichtlich wäre. Bei einer weiteren und diesemal sehr viel längeren Krankschreibung würde er die "Wartezeit", bis er die Kündigung aussprechen kann, erheblich abkürzen.

Grundsätzlich darf sich aber kein Chef in die Behandlung eines Arztes einmischen, zu der auch die Krankschreibung gehört.

Hi, wenn dein Arzt es für nötig gefunden hätte dich länger Krankzu schreiben,dann hätte es dein Arzt auch getan. Aber dein Chef hat nicht zu bestimmen ob du länger Krankgeschrieben wirst. LG

Also dein Chef hat da eigentlich nicht mit dem Arzt zu sprechen....du solltest allerdings mit beiden reden.

Deinem Chef wird es sehr wahrscheinlich darum gehen, deinen Ausfall vernünftig planen zu können. Und in 2 Wochen Intervallen ist das schwierig. Sind es 2 Wochen? 4? 6? 8? Lohnt es sich Ersatz einzuarbeiten oder reicht es Aufgaben nur umzuverteilen? Ich kann schon verstehen, wenn er gerne mehr Gewissheit hätte.

Komm ihm doch einfach entgegen und rede mit deinem Arzt. Wenn der z.B. absehen kann, dass du noch für mindestens 6 Wochen nicht gut einsatzfähig bist, dann lass dich entsprechend krankschreiben. Ist es nicht absehbar, dann rede darüber mit deinem Chef, damit der wirklich weiß woran er ist und dass er flexibler planen muss, weil es medizinisch leider wirklich nicht zu sagen ist.

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