Darf mein Chef eine Bestätigung vom Arzt verlangen?

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5 Antworten

Ich würde auch eine Bestätigung des Arzttermines einfordern bei Verdacht auf eine falsche Aussage. Grundsätzlich hat dein Chef aber einen ziemlich gravierenden Fehler gemacht mit seiner Planung. Er kann dich nicht einfach spontan umteilen, ausser das steht so im Vertrag fest. Sonst wäre das aber unverhältnismässig. Ich hätte als Mitarbeiter gesagt aus "privaten Gründen" kann ich nicht die Spätschicht übernehmen. Zack Bumm fertig. Eine Lüge zu erzählen ist da schon heikler.

Im vertrag steht auch nach welcher krankheitsbedingten Abwesenheit du ein ärztliches Zeugnis vorweisen musst. Ich denke aber du bist nicht verplichtet diese Terminbestätigung zu zeigen. Du verärgerst aber damit deinen Chef, was wiederum Konsequenzen mit sich ziehen kann. Du musst entscheiden wie du vorgehst und wie fest du an diese Arbeitsstelle gebunden bist...

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Nein, das darf er nicht. Du bist auch keinerlei Rechenschaft schuldig. Wenn Du sagst, dass Du die zusätzlichen Stunden nicht antreten kannst, muss der Chef das akzeptieren.

Der einzige Nachteil wäre, dass der Chef wahrscheinlich auf stur schaltet, wenn Du mal um einen Gefallen bitten musst.

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Aber natürlich darf er das, es ist das gleiche wie wenn man frühs zb mal zum Notfall zu einem Zahnarzt gehen muss. Da musst du auch normal eine Bescheinigung abgeben.

Sowas ist auch ein Grund für eine Abmahnung nur mal so zur Info.

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Roquetas 14.04.2016, 22:24

Aber doch wohl nur, wenn es um die eigene Arbeitszeit geht und nicht  bei eventuellen Zusatzstunden, die geleistet werden sollen.

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Plsdiekthxbye 14.04.2016, 22:27
@Roquetas

Es geht um einen Schichtwechsel den der Chef anordnen kann, auch wenn es mal von heute auf Morgen so ist.

Nicht um 8 Stunden Überstunden zu leisten.

Sowas auch mal zu übernehmen wenn es einen nicht grad in den Kram passt nennt sich Betriebsinteresse und das mit dem Lügen fange ich jetzt mal gleich gar nicht an ...

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Roquetas 14.04.2016, 22:45
@Plsdiekthxbye

Ich glaube, Du ,ist falsch. Lies mal: Das Arbeitgericht Berlin hält es dabei im Regelfall für angemessen, wenn die notwendige Umstellung des Dienstplans vier Tage vorher angekündigt wird (Az.: 28Ca 10243/12). Liegt keine Notlage vor, oder wurde die Ankündigungsfrist nicht eingehalten, müssen Arbeitnehmer es grundsätzlich nicht hinnehmen, wenn der Chef den Einsatzplan kurzfristig ändert. 

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Plsdiekthxbye 14.04.2016, 22:49
@Roquetas

Jetzt mal ganz ehrlich? Gehst du Arbeiten?

Es kann immer mal etwas passieren und man muss mal länger machen oder die Schicht wechseln. Heul so mit diesem ganzen Arbeitsrecht rum und du wirst wohl dann nicht lange bei dieser Firma angestellt sein. 

Ich kenne das auch, jeden erwischt es mal das man mal ne Woche länger Arbeiten muss oder doch auch mal kurzfristig die Schicht tauschen muss weil Leute in der anderen Schicht fehlen oder es keinen in der anderen Schicht gibt der das kann was du kannst.

Desweiteren hat er seinen Chef kacken dreist belogen das er einen Arzt Termin hätte was für mich durchaus eine Abmahnung wert wäre.

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Familiengerd 15.04.2016, 00:02
@Plsdiekthxbye

@ Plsdiekthxbye:

Es geht um einen Schichtwechsel den der Chef anordnen kann, auch wenn es mal von heute auf Morgen so ist.

Und das ist schlicht und einfach falsch!!

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Familiengerd 15.04.2016, 00:06
@Plsdiekthxbye

Desweiteren hat er seinen Chef kacken dreist belogen

Ach was!!

Woher willst Du das denn wissen?!?! Alleine aus der Art der Formulierung ("Ich habe gesagt, dass ich einen Arzttermin habe." statt "Ich habe einen Arzttermin.")??

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Plsdiekthxbye 22.04.2016, 16:17
@Familiengerd

Tja, ich weiß nicht in welchen Firmen ihr Arbeitet und was ihr für §-Heuler seid, aber für mich ist das noch immer Betriebsinteresse und sowas gehört auch mal mit dazu. Würde ich Chef sein und hätte so jemand der wegen sowas schon heult würde ich seinen Posten gleich als erstes einkürzen wenn ich sowas mal machen müsste. Was bringt mir nen guter Arbeiter der der Firma nicht hilft wenn mal was nicht passt, genau er bringt NICHTS!

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Familiengerd 22.04.2016, 19:01
@Plsdiekthxbye

@ Plsdiekthxbye:

Das ist schlicht Quatsch!

Ein Arbeitsvertrag verpflichtet des Arbeitnehmer nicht dazu, immer bereit zu sein und "stramm zu stehen", wenn es dem Arbeitgeber gerade so passt.

Zunächst sollte ein Arbeitnehmer auch wissen, welche Rechte er neben seinen Pflichten hat. Es ist keine Rede davon, dass Rechte dann auch in jedem Fall auch "auf Biegen und Brechen" durchgesetzt werden sollen.

Auch Arbeitnehmer haben ihre Freizeit und privaten/persönlichen Bereiche - auch zeitlich -, in die ihnen der Arbeitgeber nicht nach Belieben hinein pfuschen darf!!!

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Plsdiekthxbye 29.04.2016, 13:13
@Familiengerd

Also wo ich noch in der Lehre gewesen bin ist es immer so ein Thema gewesen auf welche Schicht man geht wenn man im Betrieb ist. Da ich ja auch mal Termine hatte und auf Schicht X nicht gehen konnte musste ich immer jedesmal eine Begründung erbringen. Wenn ich meinte ich habe ein Termin dann hat auch der Arbeitgeber einen Nachweis dafür verlangt. Damals schon in der Schule nachgefragt ob das einfach so geht. Ja er darf natürlich was verlangen. 

Oder Arbeitet Ihr alle bei Wünsch dir was?

Ist fast genau das gleiche wenn man früh mal zum Zahnarzt oder Arzt muss, da hast du auch eine Bescheinigung mitzubringen auch wenn du sagst ich Arbeite die verlorene Zeit raus.

Klar kann der Arbeitgeber dich nicht zwingen von heut auf Morgen deine Schicht zu wechseln aber wenn man dort schon heult und sich mit Ausreden verweigert die nicht stimmen wird dein Chef auf Garantie niemals auf dich setzen wenn mal Personalkürzungen kommen.

Es werden Leute die Flexibel sind gesucht, für mich ist das auch eine Art Flexibilität oder etwa nicht ? 

Ich denke eher die Leute die hier so sagen das darf er nicht und schon fast laut Mutti rufen gehen nicht Arbeiten.

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Familiengerd 29.04.2016, 14:11
@Plsdiekthxbye

Hör doch mit diesem albernen Quatsch von "heulen" und "wünsch Dir was" auf!

Es geht zunächst einmal grundsätzlich darum, dass man nicht nur seine Pflichten kennt, sondern auch seine Rechte.

Ob man dann seine Rechte in jedem Fall "auf Biegen und Brechen" durchsetzen will, ist doch eine ganz andere Frage??

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Ich denke schon! 

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Ja das darf er.
Damit er weiß ob du gelogen hast. Und das dir Schicht geschoben werden kann ist normal.

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Familiengerd 15.04.2016, 00:00

Und das dir Schicht geschoben werden kann ist normal.

Erstens kann der Arbeitgeber nicht über die Freizeit der Arbeitnehmer verfügen (von tatsächlichen Notfällen abgesehen)!

Zweitens muss das rechtzeitig vorher angekündigt werden, und dab bedeutet in entsprechender Anwendung des Teilzeit- und Befristungsgesetzes TzBfG § 12 "Arbeit auf Abruf" Abs. 2: 4 Tage im voraus (auch hier: von tatsächlichen Notfällen abgesehen).

Drittens sind Änderungen nur mit Zustimmung der betroffenen Arbeitnehmer möglich (und wieder: ...).

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