Darf mein Arzt sich so verhalten?

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8 Antworten

Generell kann er das schon. Auch Ärzte haben das recht, ihre Kunden auszusuchen. Und ehrlich gesagt würde ich an deiner Stelle auch freiwillig einen anderen Arzt suchen, wenn er sich so anstellt. Was er aber machen muß: Er kann dich nicht zurückweisen, wenn ein Notfall vorliegt oder du Schmerzen hast.

Nein, der Arzt verhält sich nicht rechtens. Ich habe einen ähnlichen Fall gehabt und habe mich bei meiner Krankenkasse erkundigt. Prinzipiell dürfen Ärzte sich, außer in Notfällen, sich Ihre Patienten selbst aussuchen. VERTRAGSÄRZTE (Kassenärzte) dürfen aber nur unter sehr begrenzte Umständen die Behandlung ablehnen. Der Arzt würde wahrscheinlich unter Befragung natürlich andere Gründe für die Ablehnung angeben: z.B. Überlastung durch die Anzahl von Patienten die seine Praxis behandeln muss, damit sein widerrechtliches Verhalten nicht aufgedeckt wird. Du kannst einen Verstoß schon bei der Kassenärztliche Vereinigung melden; die werden aber nur gegen den Arzt vorgehen wenn sich die Verstoßmeldungen häufen.

An deiner Stelle hätte ich sowieso kein Vertrauen mehr zu diesem Arzt und würde mir einen anderen suchen.

Quelle: http://www.versicherungsnetz.de/02-01/00000301.htm + Rücksprache mit meiner Krankenkasse

Hallo Kehrwisch,

dein Arzt darf sich seine Patienten selbst aussuchen. Es sei denn, es handelte sich um einen medizinischen Notfall. Nur in diesem Fall müsste er dich behandeln - ob er wollte oder nicht.

Ich sehe allerdings keinen Nachteil in diesem Hausarztmodell:

"Der Hausarzt übernimmt die Behandlung, überweist bei Bedarf an Fachärzte bzw. Krankenhäuser und hat idealerweise einen umfassenden Überblick über die Krankengeschichte des Patienten sowie die vorgenommenen Behandlungen.

Die „Lotsenfunktion“ (Gatekeeping) soll Mehrfachuntersuchungen und -behandlungen, vermeidbare Wechselwirkungen von Arzneimitteln, Interpretationsfehler isoliert arbeitender Spezialisten sowie unnötige Besuche bei anderen Ärzten und unnötige Krankenhauseinweisungen vermeiden."*

LG Anita


*Quelle und weitere Informationen: http://www.arztwiki.de/wiki/Hausarztmodell

Ja darf er. Auch ein Arzt ist nicht verpflichtet jeden Patienten zubehandeln, solange es kein Notfall ist. Aber ich versteh dein Problem nicht. Ein Facharzt darf dich ohne Überweisung vom Hausarzt nicht behandeln und wird das auch nicht tun. Die Krankenkassen würden eine solche Behandlung nicht zahlen. Du mußt also in jedem Fall erst zum Hausarzt für eine Überweisung zum Facharzt. Die wird er dir aber nur geben wenn er dich untersucht hat. Unterschreib das Fomular und gut ist.

es spricht nichts dagegen, dass du dir einen neuen hausarzt suchst, es gibt ja noch die freie arztwahl...

Such dir einen neuen Doc.

Er darf .... du musst nichts unterschreiben ... und ... du hast das Recht dir einen anderen Arzt zu suchen.

Worum geht es den in diesem Hausarztmodell?

Energiefan01 14.04.2013, 11:19

Das solltest du mal googeln, oder eine neue Frage einstellen.

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Kehrwisch 14.04.2013, 11:52

Bei dem Hausarztmodell verpflichtest du dich schriftlich, daß du mindestens 1 Jahr lang bei diesem Hausarzt bleibst. Wenn Du Probleme/Schmerzen ect. hast, dann gehst du erst mal zum Hausarzt. Wenn er es dann für nötig hält wirst Du zu einem Facharzt überwiesen. Man kann erst nach dem einen Jahr kündigen (mit einer 3-monatigen Frist). Wenn man diese Frist verpasst ist man für ein wieteres Jahr an den Hausarzt gebunden. Ausserdem muss man bei der Kündigung angeben, wer der zukünftige Hausarzt ist. Mein Problem ist hier einfach nur, daß ich seit ca. 6-7 Jahren keinen Arzt mehr gebraucht habe und ich nicht gewillt bin, mich schriftlich an einen Arzt zu binden - auch wenn ich seit ca. 15 Jahren beim gleichen Hausarzt bin und noch nie auf eigene Faust zu einem Facharzt gerannt bin. Ich mag einfach die "schriftliche Bindung" nicht. z.B. von der Bank: Ausbildungsversicherung, Sparrate undundund . Dies alles mache ich zwar freiwillig, aber nicht um mich mit einer Unterschrift festnageln zu lassen.

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