Darf mein Arbeitgeber mir die Lohnauszahlung verweigern weil ich der neuen Dokumentationspflicht nicht vollständig nachgekommen bin?

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4 Antworten

Du solltest mal mit Deinem Arbeitgeber reden. Dieser Zettel muss so angebracht sein oder irgendwo liegen, damit Du nach jeder Schicht Deine Zeit reinschreiben kannst. Dein Arbeitgeber muss hierzu eine Stelle aussuchen, wo Du jederzeit hinkannst und Dich eintragen kannst. Du selbst musst immer dran denken, dass Du es machst. Hier sind beide Seiten gefordert.

Bei uns war es auch so, dass sich jeder täglich eintragen musste. Diese Zettel lagen aber für jeden griffbereit in einem Fach, so dass sich jeder täglich eintragen konnte.

Einbehalte darf Dein Chef den Lohn sicher, zumindest zum Teil, da Du ja nicht nachweisen kannst, wann und wielange Du gearbeitet hast.

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Kommentar von LeonausMannheim
16.11.2015, 15:50

Danke erstmal, also wg dem Einbehalten bin ich mir eben nicht sicher. Denn meine Stunden sind auch per EDV minutengenau dokumentiert, ich habe dafür nur nicht unterschrieben. Und das kann ich ja eigentlich auch nicht wenn die Dokumente nicht da sind. 

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Wenn Du auf Stundenbasis bezahlt wirst, musst Du auch die Stunden nachweisen können. Offenbar verlangt der AG dafür die Dokumentation mit Unterschrift.

Selbstverständlich kann er nicht zahlen, wenn Du Deine Stunden nicht eingereicht hast. Natürlich wird dann der Lohn erst mal zurückgehalten, bis der Mitarbeiter seiner Pflicht nachkommt. Wo ist das Problem die Dokumentation zu machen? Du möchtest ja schließlich bezahlt werden. Es wird sich hierbei wohl kaum um eine sehr zeitaufwändige Doktorarbeit handeln, die gefordert wird.

In anderen Betrieben muss man z. B. auch seine Reisekostenabrechung erstellen, um hier Geld zurück zu bekommen. Auch das ist Arbeit und muss bis zu einem vorgegebenen Termin gemacht sein.

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Kommentar von LeonausMannheim
16.11.2015, 15:48

Das Problem liegt daran das die Dokumentation auf Dokumenten des AG erfolgt, diese sind aber oft noch nicht "verfügbar" wenn ich vor Ort bin zum arbeiten. Dh. ich kann meine Stunden nicht abzeichnen wenn ich da bin - die Arbeitszeit wird auch zusätzlich Minutengenau per EDV erfasst, also mein Chef weiß wieviel ich genau gearbeitet habe.

Und das ich an meinen "freien" Tagen nicht zu meinem Nebenjob fahren möchte zum unterzeichnen der Stunden ist nachvollziehbar, oder? Bekomme ich ja auch nicht bezahlt

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Mhm schwierige Situation. Ich bin auch kein Arbeitsrechtler. Allerdings hat ja dein Chef auch eine Sorgfaltspflicht, der er nachkommen muss. Soll heißen, er muss zusehen, dass er die Dinger unterschreibt.

Kann mir schon vorstellen, dass du eher im Recht bist als er.

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Warum muss der Zettel beim Arbeitgeber liegen?

Frag deinen Chef, ob du an jedem Monatsbeginn einen leeren Leistungsnachweis bekommen kannst, den du am Ende des Monats ausgefüllt im Geschäft abgibst.

So liegt es an dir, ob du Geld bekommst oder nicht. Ohne Leistungsnachweis gibt es eben keine Zahlung!

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Kommentar von LeonausMannheim
16.11.2015, 15:53

Bei uns werden diese Zettel vom AG geführt, und dienen nur der Erfüllung der Dokumentationspflicht via Gesetz. 
Meine Arbeitszeiten sind auch im System auf die Minute hinterlegt, also er weiß wieviel ich gerarbeitet habe. Nur die Unterschrift auf dem Zettel für das "Gesetz" fehlt .. und das ja auch nicht wegen mir. Wenn ein Zettel an dem Tag an dem ich arbeite da wäre würde ich ja unterschreiben. Aber teilweise sind auch die nächste Woche in der ich komme die Zettel von der vorherigen Woche noch nicht fertig. Und das kann ja eigentlich als AN nicht mein Problem sein ... dachte ich

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