Darf mein Arbeitgeber mir den Antrag auf Urlaub verweigern?

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7 Antworten

Normalerweise soll Urlaub schon nach Wunsch des Arbeitnehmers gegeben werden, wenn das betrieblich möglich ist. 

Wenn aber wirklich bereits 3 Mitarbeiter Urlaub haben, bei wohl 10 Mitarbeitern, wenn ich das richtig sehe, dann ist das schon verdammt viel.

Was meinst du damit, es reichen 3 - 4 Mitarbeiter pro Tag? Im Einzelhandel müssen ja die ganzen Öffnungszeiten abgedeckt sein, da kommt in der Woche ja schon einiges zusammen, was abzudecken ist. Und krank kann ja auch noch jemand sein. Wenn das so wäre, dass 4 Mitarbeiter das ganze allein schmeißen könnten, warum sollte man dann 10 Mitarbeiter beschäftigen? 

Und 2 Wochen vorher erst Urlaub zu beantragen, da sind andere halt einfach früher dran gewesen und gehen dann vor. 

Von daher denke ich kaum, dass da was zu machen ist, wenn 3 Mitarbeiter bereits Urlaub haben. Wenn es dir wirklich wichtig ist und der Urlaub notwendig, dann kannst du die anderen Urlauber fragen, ob sie zurücktreten würden oder du musst halt wirklich kündigen. 

Wenn es den betrieblichen Ablauf stört darf man dir den Urlaub verweigern. Da das der Fall ist wenn schon mehrere Kollegen Urlaub haben ist das gerechtfertigt.

Alleine die Störung des betrieblichen Ablaufs rechtfertigt keine Urlaubsverweigerung.

Die Störung müsste für den Arbeitgeber schon "unzumutbar" sein!

Und wenn die Fragestellerin schreibt, es seien 6 Mitarbeiter "vor Ort" und 3-4 würden immer eingesetzt, ist ein Verweigerungsgrund wohl kaum gegeben.

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Er verweigert dir ja weder den Antrag auf Urlaub noch den Urlaub selbst. Er sagt dir lediglich, dass es in dem gewünschten Zeitraum nicht möglich, da dort bereits eine Vielzahl von Mitarbeitern Urlaub genehmigt bekommen haben. Und das darf er.

Der Arbeitgeber ist zwar angehalten den Urlaubswünsche der Arbeitnehmer nachzukommen, wenn die jedoch ausbetrieblichen Gründen nicht möglich ist, dann muss er diesem Wunsch nicht nachkommen.

Was wäre denn wenn alle MA zur selben Zeit Urlaub machen möchten? Zum Beispiel zwischen Weihnachten und Neujahr? Dann hätte er ein Problem. Deshalb gibt es in vielen Unternehmen auch Zeiten mit generellen Urlaubssperren oder andersrum auch Betriebsferien, wo der Arbeinehmer seinen Urlaub nehmen muss. Lehrer z.B. können meist auch nur in den Ferien Urlaub nehmen und ihn sich nicht frei aussuchen.

Deiner Ansicht nach reicht es wenn noch 6 Mitarbeiter da sind. Aber was wenn einer ausfällt, wegen Krankheit oder so? Zudem gehe ich mal davon aus, dass diese Mitarbeiter größtenteils auch nur Teilzeitkräfte sind und gar nicht voll einsetzbar sind. Hast du daran mal gedacht.

Zudem haben Familien mit schulpflichtigen Kindern bei den Urlaubswünschen Vorrang, da diese meist auch nur in den Ferien Urlaub machen können. Und da er den anderen den Urlaub schon genehmigt hat, kann er ihnen den auch nicht so ohne Weiteres wieder streichen. Dazu braucht er auch triftige betriebliche Gründe.

Ja, darf er. Gesetzlich stehen dir mind. 24 Tage zu und davon hast du das recht mindestens einmal 2 Wochen am Stück diesen zu nehmen. Aber wann du diesen Urlaub bekommst entscheidet den Chef. Er muss Ihn aber bis Ende des Jahres gewähren.

Schau mal hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Erholungsurlaub

Aber wann du diesen Urlaub bekommst entscheidet den Chef.

Das ist grundsätzlich falsch!

Der Arbeitgeber ist beim Urlaub der Schuldner des Arbeitnehmers; und der Arbeitnehmer entscheidet, wann er Urlaub nimmt.

Der Arbeitgeber darf diese Festlegung durch den Arbeitnehmer nur verweigern, wenn dringende (!!!) betriebliche Gründe oder Urlaubswünsche sozial bevorrechtigter Arbeitnehmer dem Urlaub entgegen stehen.

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Als Aushilfe hat man Dich sicher eingestellt, damit Ersatz während der Urlaubszeit für die übrigen Kollegen da ist.

Er darf. Er muss jedoch nach billigem Ermessen entscheiden.

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