Darf mein Arbeitgeber mich Kündigen, wenn er nach der Küngigung weiß das ich Schwanger bin?

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5 Antworten

Da dein Arbeitgeber von deiner Schwangerschaft weiß, ist seine Kündigung unwirksam: Kündigungsschutz in der Schwangerschaft.

...deshalb hab ich dann selber 4 tage später gekündigt.

Die Kundigung, die 4 Tage später von dir ausging, ist jedoch wirksam. Damit hast du freiwillig auf deinen Kündigungsschutz verzichtet.

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Kommentar von Emelina
02.12.2013, 23:21

Hättest du nicht selbst gekündigt, dann müsste der Arbeitgeber dich weiter beschäftigen und müsste dafür sorgen, dass das Mutterschutzgesetz eingehalten wird. Tätigkeiten wie schweres Heben, usw. dürften dir dann nicht mehr zugemutet werden. Der Frauenarzt kann auch noch andere Tätigkeiten bescheinigen, die du in der Schwangerschaft nicht mehr ausüben darfst.

Die falsche Aussage deines Pflegeleiters:

Sie arbeiten weiterhin so wie gehabt.

…hat wahrscheinlich dazu geführt, dass du vorschnell selbst gekündigt hast. Damit entgeht dir auch das Mutterschaftsgeld, das dir normalerweise zustehen würde.

Wenn ihr einen Betriebsrat habt, dann wende dich an ihn. Vielleicht ist es noch möglich deine Kündigung rückgängig zu machen, da sie auf die falsche Aussage des Pflegeleiters zurückzuführen ist.

Werdende Mütter dürfen nicht mehr beschäftigt werden, wenn für die ausgeübte Beschäftigung ein Verbot nach dem Mutterschutzgesetz vorliegt. Für diese Zeit zahlt der Arbeitgeber Mutterschutzlohn. Werdende Mütter dürfen in den letzten sechs Wochen vor der Entbindung nicht beschäftigt werden, es sei denn, dass sie sich zur Arbeitsleistung ausdrücklich bereit erklären. Die Erklärung kann jederzeit widerrufen werden. Die Schutzfrist nach der Entbindung beträgt in der Regel acht Wochen, bei Früh- oder Mehrlingsgeburten zwölf Wochen und beginnt am Tag nach der Entbindung. Es handelt sich um ein absolutes Beschäftigungsverbot; eine Beschäftigung ist ausgeschlossen. Für die Zeit der Mutterschutzfristen nach dem Mutterschutzgesetz ist der Arbeitgeber zur Zahlung des Zuschusses zum Mutterschaftsgeld verpflichtet.

http://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/20_arbeitsrecht/node.html

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Alles uninteressant, da Sie selbst gekündigt haben- damit haben sie sich um alle Rechte gebracht, die sie hätten haben können- vom Beschäftigungsverbot bis hin zum Mutterschaftsgeld, es sei denn sie finden einen neuen Job oder bekommen ALG I.

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Darf er nicht

Voraussetzung für den Kündigungsschutz ist, dass dem Arbeitgeber die Schwangerschaft bekannt ist. Solange die Arbeitnehmerin dem Arbeitgeber ihre Schwangerschaft nicht mitgeteilt hat, kann sie sich nicht auf den Kündigungsschutz berufen. Umgekehrt kann der Arbeitgeber das Kündigungsverbot nur einhalten, wenn er von der Schwangerschaft Kenntnis erlangt hat. Spricht ein Arbeitgeber eine Kündigung aus, weil er keine Kenntnis von der Schwangerschaft hat, so kann die Arbeitnehmerin innerhalb von zwei Wochen nach Zugang der Kündigung die bestehende Schwangerschaft nachträglich mitteilen. Die bereits ausgesprochene Kündigung wird damit unwirksam. Länger als zwei Wochen kann die Arbeitnehmerin nicht warten, um dem Arbeitgeber die Schwangerschaft mitzuteilen, es sei denn, die weitere Verzögerung beruht auf einem von der Frau nicht zu vertretenden Grund. Dies muss die Frau nachweisen. Wird eine Arbeitnehmerin erst nach Zugang der Kündigung schwanger, so gilt das Kündigungsverbot jedoch nicht – in diesem Fall besteht kein Kündigungsschutz nach dem Mutterschutzgesetz.

http://www.arbeitsschutz.nrw.de/themenfelder/mutterschutz/kuendigungsschutz_im_mutterschutz/index.php

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Ganz bestimmt ist diese Kündigung seitens des AG nicht rechtmäßig und Du hättest jedes Gerichtsverfahren dagegen gewonnen.

Aber Du hast selbst gekündigt. Es gibt Auflagen des Gewerbeaufsichtsamtes für die Beschäftigung von Schwangeren wenn die Arbeit zu schwer ist. Kündigen mußt Du deshalb nicht. Aber das ist wohl zu spät.

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Er muss von der Schwangerschaft wissen oder spätestens bis 2 Wochen nach der Kündigung davon erfahren, dann greift der Kündigungsschutz, egal ob Probezeit oder nicht

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