Darf mein Arbeitgeber mich 24 Stunden vor Dienstbeginn dazu verpflichten länger bzw. Woanders zu Arbeiten ?

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2 Antworten

Wenn der Schicht-/Dienstplan einmal "steht", d.h. Du hast ihn vorab bekommen und Deine Termine entsprechend geplant, kann er nur mit Deinem Einverständnis geändert werden.

Wenn Schichten/Einsätze geändert werden sollen, bezieht sich die Rechtsprechung (mangels anderer Regelungen) auf das Teilzeit- und Befristungsgesetz. Hier wird im § 12 (Rufbereitschaft) darauf hingewiesen, dass der AG verpflichtet ist, eine Mindestankündigungsfrist von vier Tagen einzuhalten. Hier bezieht sich der Gesetzgeber auf die Vorschriften der §§ 186 ff. BGB.

Der Tag an dem Du von der Änderung erfährst zählt zu dieser Vier-Tage-Frist nicht, auch nicht der geplante Einsatztag.

Mit "Konsequenzen" drohen, weil ein AN in so kurzer Ankündigungszeit Schichten umplanen kann, ist voll daneben. Arbeitsrechtliche Konsequenzen kann und darf das nicht haben. Dagegen kann man sich wehren, Du brauchst Dir das nicht gefallen zu lassen.

Ich vermute mal, das Betriebsklima ist bei diesem AG sowieso nicht so toll, wenn Du Dir etwas anderes gesucht hast. Pass jetzt aber auf, dass Du ein Deiner Leistung entsprechendes Zeugnis bekommst. Nicht dass Deine Vorgesetzte sich auf eine "linke Tour" an Dir "rächen" will.

Prüf das Zeugnis (oder lass es prüfen) und ggf. muss es, sollte es nicht der Wahrheit entsprechen, geändert werden.

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Kommentar von Hexle2
09.02.2016, 19:14

Danke fürs Sternchen

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Wenn man sein Auto in die Werkstatt bringt, kann man dann auch dafür sorgen, dass man einen Leihwagen bekommt. Man muss in so einem Beruf immer beweglich sein, denn es kann immer was dazwischen kommen und wo anders eingesetzt werden wie in Deinem Fall. Arbeitsverweigerung, eine mündliche Abmahnung und wohl einen Vermerk in Deinem Arbeitszeugnis. Das sind Entscheidungen die hängen noch von Deinem Chef ab.

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Kommentar von Hexle2
04.02.2016, 05:42

 Arbeitsverweigerung, eine mündliche Abmahnung und wohl einen Vermerk in Deinem Arbeitszeugnis.

Wirklich? Das halte ich für ein Gerücht.

Ein AN ist ein Mitarbeiter des Betriebs. Er wird für seine Arbeit bezahlt und muss seine vertraglichen Pflichten erfüllen.

Das bedeutet aber nicht, dass er Sklave des AG ist und alles machen muss, was der AG möchte. Jeder AN hat auch ein Recht auf Privatleben und freier Zeiteinteilung desselben.

Änderungen von Arbeitseinsätzen in so einem kurzen Zeitrahmen muss kein AN in Kauf nehmen. Schon gar nicht, wenn der Dienstplan schon bekannt ist.

Hier kann und darf es keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen geben. Dagegen kann man sich auch wehren.

 Man muss in so einem Beruf immer beweglich sein,

Dann sollen also AN die, gerade auch in der Pflege, meist sowieso unterbezahlt sind, auf eigene Kosten einen Leihwagen nehmen weil man so einfach Schichtpläne ändern will?

Sollte der AN nicht das Auto in der Werkstatt haben sondern einen länger geplanten Arzttermin wahrnehmen wollen, soll er dann den Termin absagen und sich einen Termin auf eigene Rechnung geben lassen?

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Kommentar von Familiengerd
04.02.2016, 12:39

@ blackforestlady:

Diese Antwort ist ja wohl "voll daneben".

Siehe die richtige Antwort und den passenden Kommentar von Hexle2!!

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