Darf man vor Radarfallen der Polizei im Radio warnen?

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16 Antworten

Hallo scumbel. Ich setze hier mal die gleiche Antwort rein, wie bei Hackelschorsch, da die Fragestellung gleich lautet. Also, mir ist derzeit keine gesetzliche Vorschrift bekannt, die das Blitzerwarnen verbietet. Ich habe mich mal beim privaten hessischen Radiosender FFH kundig gemacht, und folgende Antwort von denen erhalten: (Zitat)In Abstimmung mit der Polizei melden wir im FFH-Blitzdienst aktuelle Radarkontrollen und schließen uns damit der Meinung der Polizei an, dass Prävention besser ist als Nachsorge. Mit unserem Blitzdienst möchten wir unsere Hörer dafür sensibilisieren, dass sie jederzeit und überall geblitzt werden können, wenn sie zu schnell fahren. Unsere Botschaft ist: Bitte fahren Sie vorsichtig und langsam. Damit der Blitzdienst unseren Programmrahmen nicht sprengt, haben wir dafür eine fest eingeplante Zeit. Daher können wir leider nicht alle Radarkontrollen im FFH-Land weitergeben und müssen uns auf drei aktuelle Blitzer beschränken. Auf FFH.de finden Sie unter Blitzdienst immer eine Übersicht aller uns bekannten Blitzer. (Zitatende) Eine Antwort vom öffentlich rechtlichen Sender, dem HR steht noch aus. Ansonsten ... jeder 2te Unfall - statistisch gesehen - hat mit nicht angepaßter Geschwindigkeit eine zusätzliche Ursache, und ein Grundproblem im Strassenverkehr ist die nicht angepaßte Geschwindigkeit. Ob nun auf Strassen in Kindergartennähe oder auf Autobahnen, wo ja bekanntlich niemand mit der Geschwindigkeit gefährdet wird ... und die Bekämpfung des Grundproblems ist eins der Hauptaugenmerke der zuständigen Behörden, also nicht nur der Polizei. Wenn Autofahrer heute nicht "erwischt" werden, weil sie über's Radio gewarnt wurden ... na und? Da sich das Verhalten der notorischen Schnellfahrer nie ändern wird, wird eines Tages der Zeitpunkt kommen, an denen ein kurzes Lichteraufhellen und ein Schrei, der Sch... im Vokabular hat, den Schnellfahrer daran erinnern, dass es Vorschriften im Strassenverkehr gibt, die es zu beachten gilt.

Privatpersonen dürfen nicht vor Radarfallen warnen. Entschieden sind Fälle, in denen Personen vor konkreten Radarfallen warnen, z.B. mit Schildern etc. Darin wird dann eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit gesehen nach den Landespolizeigesetzen und dagegen wird auch mitunter vorgegangen.

Es gibt bislang wohl einfach keine Verfahren gegen Rundfunksender in dieser Sache, aber da dürfte dann auch die Rundfunkfreiheit eine Rolle spielen und die Programmautonomie.

Ich habe gehört, dass die Polizei das sogar gerne sieht. Denn Abschreckung ist ja der Sinn der Sache und viele Radarwarnungen schrecken auch ab.
Was vielleicht nicht ganz so gern gesehen wäre sind allzu genaue Beschreibungen der Radarstandorte. Man hört also meist nur auf welcher Strecke von bis... um die Abschreckung für eine möglichst lange Strecke wirken zu lassen. Wenn man viel fährt, dann braucht man keine Radarwarnungen, weil auch der unbewusste Anblick eines solchen Geräts einen Bremsreflex auslöst.

Ich denke, es ist auch im Sinne der Polizeibehörden, Blitzermeldungen per Rundfunk zu verbreiten. Ist zwar ärgerlich, wenn weniger Gelder in die Kasse kommen, aber die Verkehrssicherheit wird erhöht. Die Autofahrer fahren schließlich schon vorsichter in den Bereichen wo Blitzer gemeldet sind. Und Verkehrssicherheit lässt sich nicht mit Unmengen an Strafgeldern auf die Waagschale legen, oder? Wenn es blitzt ist derjenige trotzdem an der Stelle zu schnell, und kann erheblichen Schaden anrichten, wenn er sich erschrecken sollte?!

genauso ist es. Die blitzen ja auch hauptsächlich, um die Autofahrer zum langsameren Fahren zu bewegen. Das geht bei den meisten leider nur übers Geld. Und wenn eine Verkehrsdurchsage das gleiche erreicht, um so besser. Die Durchsage wirkt nämlich auch noch, wenn der Blitzer längst abgebaut und woanders wieder aufgebaut ist.

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teilweise wird das system auch von den ordnungshütern "mißbraucht". Da werden einfach falsche stellen gemeldet und fertig. Erfüllt halt auch so temporär seinen zweck. Auf diese meldungen ist selten verlass, deswegen hab ich mir einen richtigen radarwarner gekauft, der hilft wenigstens immer. http://www.radarwarner-shop.com/product_info.php/info/p2_Valentine-One-Radarwarner.html

aber nur so lange bis du erwischt wirst. dann ist der warner weg und du zahlst zusätzlich eine strafe.

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Hi RBundSB, denke mal, für Dein zitiertes "mißbraucht" hast Du eine schlüssige und beweisbare Quelle? Ansonsten muss ich Dir - erfahrungsgemäß - widersprechen. Und Dein gekaufter Radarwarner wird Dir nicht bei allen - von der Polizei eingesetzten Messgeräten eine Hilfe sein und eine Vorwarnung signalisieren. Wenn Du Pech hast, wird Dir im Rahmen einer Kontrolle das Radarwarngerät weggenommen und neben dem Knöllchen wirst Du auch ein Bescheid bekommen, dass die behördliche Sicherstellung zur "Vernichtung" des von Dir so teuer erworbenen Gerätes geführt hat. IdS MrDirekt

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Wenn es nicht erlaubt wäre, würde es nicht gemacht werden. Allerdings gab es bereits Betrebungen, dagegen vorzugehen.

verboten ist es deshalb nicht, weil die warnungen meistens erst durchgegeben werden, wenn der blitzer nicht mehr dort ist. bis die meldung beim sender eintrifft und zum sprecher gelangt, dauert es ne ganze weile.

Also: Wenn Blitzer vor Schulen oder Kindergärten stehen und mann das Meldet wird die Meldung nicht weitergegeben.

Ich weiß nur, dass es nicht erlaubt ist, vor Radarfallen in Tempo-30-Zonen zu warnen.

wenn es verboten wäre, dann würde das schon seit fast 20 jahren keiner mehr machen dürfen

Vor 20 Jahren war das mal tatsächlich nicht erlaubt, und Radiosender haben es auch nicht senden dürfen.

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@Nachtflug

vor knapp über 20 jahren gab es ja auch keine privaten medien/im rundfunkbereich. und öff.-rechtliche medien würden einen teufel tun, die steuereinnahmen ihres sponsors (staat/land) zu beschneiden!!!

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Wenn es nicht erlaubt wäre würden es die Sender mit Sicherheit nicht machen.

Ich denke sonst würde es wohl nicht gemacht werden.

die Radiosender machen sich doch nicht wissentlich strafbar

Jetzt wo du so fragst......es wird zwar überall bei den Sendern gemacht und wird dann erlaubt sein. Warnt man aber mit Hand- oder Lichtzeichen ein Auto und die Polizei bekommt`s mit, dann ist man der Dumme und darf zahlen? Komisch, oder?

Hi Agnes10, mit Lichtzeichen "warnen" ... vor einem Blitzer? Bei Feststellung bekommt der Lichthupenwarner auch einen Knollen, da die Benutzung der "Lichthupe" nur im Rahmen der StVO möglich ist. Zweck des § 16 Absatz 1 Nr. 2 StVO ist es, durch Warnzeichen vor Gefahren für sich oder andere zu warnen, nicht aber die ungehinderte Durchführung einer polizeilichen Geschwindigkeitskontrolle zu ermöglichen (vgl. OLG Zweibrücken, VRS 64, 454; Jagusch/ Hentschel, StraßenverkehrsR, 29. Aufl., § 1 StVO Rdnr. 40 m. Nachw.) (mußte mal kurz Gesetzestext zitieren :-) IdS MrDirekt

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das wird bei uns gemacht RSH

Jein, es wird nicht gerne gesehen.

meinst gehört :)

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