Darf man vom Arbeitnehmer verlangen immer abrufbereit zu sein?

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3 Antworten

Es ist richtig wenn man sagt, dass es bei solchen Berufen " üblich " ist, dass man auch mal kurzfristig mal einspringen muss - das Problem ist aber von den Arbeitgebern hausgemacht, man spart ja Personal an jeder Ecke.

Als Vollzeitbeschäftigter sollte man vorsichtig sein einen Abruf abzulehnen - wohingegen eine Teilzeitkraft einen rechtlichen Anspruch darauf hat, dass sie mindestens Vier Tage im Voraus wissen wann sie arbeiten, wobei hier der Tag an dem sie es erfahren und der Tag an dem sie zur Arbeit antreten nicht zu dieser Frist gehört. Aufgrund des Gleichbehandlungsgrundsatzes wäre dies auch eine Vollzeitkraft übertragbar.

Was allerdings nicht geht, dass man aus einer Freizeit die bereits genehmigt ist einfach so zurück gepfiffen wird - zwar ist Freizeit nicht so geschützt wie der Urlaub, aber hier gilt für den Arbeitgeber die strikte Einhaltung des ArbZG.

Wer Arbeit auf Abruf leisten soll, mit dem muss das auch explizit vereinbart werden, denn dafür gelten zusätzlich weitere Regeln. Mein Tipp - in der Freizeit ist das Handy aus oder man geht nicht an das Telefon. Wer wie ich den Vorteil hat zwei Festnetznummern zu haben und auch zwei Handys, der gibt immer nur die eine für Arbeitgeber bekannt.

Rufbereitschaft gibt es nur, wenn dies Arbeits- oder Tarifvertraglich geregelt ist!

Auch wenn ihr keine Rufbereitschaft habt, der Arbeitgeber darf bei berechtigtem Interesse die Arbeitspflicht einfordern. In dem Fall ist der Arbeitgeber aber zu Schadensersatz verpflichtet. Die gesetzlichen Ruhezeiten zwischen den Schichten sind aber auf jeden Fall einzuhalten.

Nein, das ist nicht rechtens. Ihr solltet euch mit eurer Chefin zusammensetzen, um eine akzeptable Lösung zu finden. Sonst kommt es immer wieder zu solchen Situationen.

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