Darf man unter dem Einfluss von Medikamenten gegen Epilepsie grundsätzlich nicht mehr Auto fahren?

...komplette Frage anzeigen

17 Antworten

WEnn man leichter Absencenepileptiker ist, dann spricht gar nichts dagegen, Auto zu fahren. Dann bekommt man in der Regel auch ein Sonderattest, dass man nicht erst 2 Jahre Anfallsfreiheit nachweisen muss. Kleine Absencen sind mit Sekundenschlaf zu vergleichen und oft auch genauso selten. Ich war auf Ergenyl, Orfiril und bin jetzt auf Valpro TAD eingestellt. Die normalen Valproinsäurepräparate sind am Steuer unbedenklich, was Dir auch jeder Neurologe bestätigen wird. Zu diesem Thema: Alles, was mit Epilepsie oder Antiepileptika zu tun hat, sollten Sie mit dem Neurologen Ihres Vertrauens besprechen. Der hat Schweigepflicht und kann die Beratung individuell auf Sie zuschneiden. Hier kann man, egal wie gut man sich auskennt, nur ins Blaue schiessen.

Natürlich kann man mit solchen Medikamenten noch Auto fahren, denn durch diese, ist ja die Krankheit gut eingestellt und beeinflußt nicht die Fahrtauglichkeit. Bei schwerer Epilepsie sollte man jedoch das Auto fahren sein lassen.

Auch bei Epilepsie ist es mit dem Fahren nicht unbedingt vorbei. Aufgrund des grossen Risikos gibt es jedoch strenge Vorschriften und Bedingungen. Die sog. Begutachtungs-Leitlinien findet man z.B. hier: http://fahrerlaubnisrecht.de/Begutachtungsleitlinien/BGLL%203.9.6.htm

Was möchtest Du wissen?